Philosophisch-historische Fakultät

Evaluation der Lehre

Weitere Evaluationen

Das QSE-Team der Phil.-hist. Fakultät führte 2011 und 2012 zwei Befragungen unter den Studierenden der Fakultät durch. Der Fokus lag dabei auf dem Übertritt vom Bachelor- zum Masterstudium. Anlass zu den Umfragen gaben zwei Untersuchungen des Bundesamtes für Statistik (BFS), die den Anschein erwecken konnten, als ob für Bachelorstudierende der Phil.-hist. Fakultät in Bern ein weiteres Studium vergleichsweise wenig attraktiv sei. Die Umfragen der Fakultät konnten diesen Verdacht nicht erhärten.

Die Nachfolgeuntersuchung analysiert und kontextualisiert die damals vorliegenden Daten nochmal gründlich. Sie verfolgt dann auch, wie sich das Übertrittsverhalten inzwischen entwickelt hat. Dabei hat es keine signifikanten Veränderungen gegeben. Weiterhin wird untersucht, inwiefern mittlerweile Verbesserungen umgesetzt wurden, die damals erwogen wurden. Details sind dem Bericht zu entnehmen, der unten verlinkt ist.

Im Frühjahressemester 2016 wurden alle Tutorate evaluiert, die aus Fakultätsmitteln finanziert werden. Ziel dieser Evaluation war die Bewertung der Institution Tutorat, wie sie sich seit etwa 10 Jahren an der Phil.-hist. Fakultät etabliert hat. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Studierenden, die an Tutorien teilnahmen, die Tutorinnen und Tutoren sowie die Dozierenden der Hauptveranstaltungen befragt. Von den Studierenden wurden insgesamt 722 Fragenbogen retourniert, 64 von TutorInnen und 62 von Dozierenden.

Die Ergebnisse der Studierendenbefragung wurden einerseits den betroffenen Lehrenden (TutorInnen und Dozierende) zugänglich gemacht. Andererseits wurden alle Befragungsresultate gesammelt und fächerspezifisch sowie für die ganze Fakultät ausgewertet. Die Auswertung nach Fach wurde in anonymisierter Form der Geschäftsleitung und der oder dem Q-Verantwortlichen des jeweiligen Instituts geschickt. Die Zusammenfassung einiger Ergebnisse für die gesamte Fakultät ist im Anschluss an diesen Text als Datei verfügbar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die Institution Tutorat als solche als auch die konkrete Durchführung der Tutorien sehr positiv bewertet werden. Die Evaluation hat insgesamt hervorragende Resultate erzielt. Hervorzuheben sind insbesondere:

  • Die Tutorien leisten – auf durchaus unterschiedliche und fachspezifische Art und Weise – einen wichtigen Beitrag für hochqualitative Lehre an der Fakultät, indem sie Lehrveranstaltungen vertiefend begleiten.
  • Die Tutorien bieten fortgeschritteneren Studierenden die interessante Perspektive, recht eigenständig zu lehren und damit zusätzliche Kompetenzen zu erwerben, die insbesondere für eine akademische Karriere sehr wichtig sind.

Die Tutorienevaluation zeigt auch Verbesserungsmöglichkeiten auf – teilweise für einzelne Tutorien, teilweise aber auch für die Organisation der Tutorate. Das fakultäre Q-Gremium hat daher einige Massnahmen beschlossen. Dazu gehört ein Papier mit Best-practice-Empfehlungen zu den Tutorien. Ebenfalls wurde der vom Dekanat verschickte Beschrieb der Tutorien überarbeitet. Die Punkteplanung der Tutorien soll neu jährlich und nicht mehr halbjährlich erfolgen und somit bessere Planungssicherheit und längerfristige Vorbereitung ermöglichen. Ebenfalls wird künftig ein Fragebogen zur Evaluation von Tutorien angeboten.

Fortbildungsangebot für Tutorinnen und Tutoren

Die Tutorienevaluation hat gezeigt, dass viele Tutorinnen und Tutoren insbesondere das Einüben und Anwenden didaktischer Kompetenzen an Ihrer Arbeit schätzen. Ebenfalls hat die Evaluation gezeigt, dass viele Tutoren und Tutorinnen ihre didaktischen Fähigkeiten verbessern möchten. In diesem Zusammenhang war auch ein Fortbildungsangebot angeregt worden. Seit dem Herbstsemester 2017 bietet die Phil.-hist. Fakultät in Kooperation mit der Hochschuldidaktik jedes Semester zwei Schulungstermine für Tutorinnen und Tutoren an. Dieser Workshop behandelt Herausforderungen in Tutorien und bietet Gelegenheiten zum gemeinsamen Austausch. Die Teilnahme am Workshop ist freiwillig und kostenlos.

Die Universität Bern untersuchte im Dezember 2014 die Passung zwischen Gymna­sium und Universität. Die Umfrage erfolgte vor den ersten Prüfungen, zweieinhalb Monate nach Studienbeginn - die Resultate wurden also nicht durch Prüfungsergebnisse beeinflusst. 1500 von 2400 Erstsemestrigen aus allen acht Fakultäten der Universität Bern nahmen teil (62,5%). Die Phil.-hist. Fakultät befragte 323 von 688 Erstsemestern, von denen 237 einen vollständig ausgefüllten Fragebogen einreichten. Untersuchungsleiter Prof. Dr. Stefan C. Wolter ist Direktor der Schweizerischen Koordinations­stelle für Bildungsforschung (SKBF) und Titularprofessor für Bildungs­ökonomie an der Universität Bern. In einem Interview im April 2015 (Amtliches Schulblatt des Kantons Bern, Education 2.15, S. 43f.) zog er ein Fazit.

Im Herbstsemester 2013 evaluierten eine fakultäre Kommission und externe Experten die Graduate School of the Arts (GSA) und den damit zusammenhängenden Master Research on the Arts. Die Kommission stützte ihre Beurteilung u.a auf die vom Leiter der GSA und der Leiterin des Masterprogramms verfassten Selbstbeurteilungsbericht sowie auf Gespräche mit Doktorierenden, Studierenden und Absolventen. Die Kommission beurteilte beide Programme positiv. Die Fakultät genehmigte die Empfehlungen der Kommission im Dezember 2013.

Im Frühjahrssemester 2013 evaluierte die Fakultät im Auftrag der Universitätsleitung ihre Forschungszentren: das Center for Global Studies (CGS), das Center for Cultural Studies (CCS; wurde 2015 aufgelöst) und das Center for the Study of Language and Society (CSLS).  Die Fakultät hatte die Zentren 2008 eingerichtet und damit transversalen Strukturen in Lehre und Forschung geschaffen. Seither widmeten sich die Zentren Forschungsthemen in den Schwerpunkten Globalisierung, Kulturwissenschaften und Sprache und Gesellschaft. Es wurden acht interdisziplinäre Masterprogramme und zwei thematische Doktoratsprogramme eingerichtet.

Die Evaluationskommission setzte sich zusammen aus Mitgliedern der Fakultät, den Direktor/innen der Forschungszentren sowie Vertreter/innen der Stände. Die Bewertung basierte auf den von den Centerdirektor/innen vorgelegten Selbstbeurteilungsberichten, Befragungen von Studierenden und Mitarbeitenden der Zentren sowie Diskussionen in verschiedenen Gremien der Fakultät.

Die Leistungen der Forschungszentren wurden als gut und wichtig bewertet. Die neuen Themenschwerpunkte in Lehre und Forschung trugen zur Stärkung und Profilierung der Fakultät bei; ausserdem warben die Zentren in den ersten vier Jahren Drittmittel in erheblichem Umfang ein. Die thematischen Doktoratsprogramme stärkten das Forschungsprofil der Fakultät. Die von den Zentren organisierten interdisziplinären Foren und Programme veränderten die Fakultätskultur durch ihre vernetzende Wirkung positiv. Die Zentren sollen sich als Plattform für Forschung auch in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Die Studienprogramme erfuhren in den letzten Jahren regen Zulauf. Die Koordination der Lehre stellte aufgrund der Teilnahme verschiedener Institute zu Beginn eine Herausforderung dar, hier hat sich mittlerweile Routine entwickelt.

Als Folge der Evaluation der Forschungszentren 2013 gründete die Fakultät im Mai 2015 das Walter Benjamin Kolleg (WBKolleg). Das Kolleg beherbergt unter anderem inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte. Das Kolleg besteht aus den Forschungszentren für Global Studies und Language and Society. Das Forschungsforum fördert den inter- und transdisziplinären Ideenaustausch. Das Interdisziplinäre Forschungs- und Nachwuchsnetzwerk (IFN) fördert vor allem den akademischen Nachwuchsförderung und ist für die Lehre an der Graduate School of the Humanities (GSH) verantwortlich.

Vor, während und seit Gründung des WBKollegs war und ist die Qualitätssicherung eine ständige Begleiterin aller Prozesse. Beispielhaft erwähnt seien hier die Anstrengungen, die Lehre an Centers und Graduate School stets auf dem neuesten Stand zu halten: Im April 2015 hob die Fakultät den Masterstudiengang "Antike Kulturen und Antikekonstruktionen" auf. Im Mai 2015 revidierte die Fakultät die Studienpläne für die Masterprogramme "Lateinamerikastudien" und "Religion in globaler Gegenwart" (alle CGS). Weitere Masterprogramme werden derzeit überarbeitet.

Im FS 2011 und im HS 2012 befragte das QSE-Team der Fakultät ihre BA- und den MA-Studierenden zum Übertritt ins MA-Studium nach Abschluss des BA-Studiums. Anlass war die Beobachtung, dass in den vorangegangenen Semestern die Übertrittsquote an unserer Fakultät signifikant tiefer lag als an anderen Fakultäten der Universität Bern. Die Umfrage bot den Studierenden auch die Gelegenheit, sich zu anderen Bereichen des Studiums zu äussern.

Befragung der MA-Studierenden im HS 2012

Im HS 2012 befragte das QSE-Team Masterstudierende der Fakultät zum Übertritt vom Bachelor- ins Masterstudium sowie zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit mit dem Masterstudium. Insgesamt nahmen 175 Studierende an der Befragung teil (26% aller Masterstudierenden).

Befragung der BA-Studierenden im FS 2011:

Im FS 2011 befragte das QSE-Team Bachelorstudierende der Fakultät zu ihren Plänen für die Zeit nach dem BA-Abschluss. Die Umfrage richtete sich an BA-Studierende mit einem Major an der Phil.-hist. Fakultät, die mindestens vier Semester absolviert und im Major mindestens 60 ECTS Punkte erworben hatten.

Die Übertrittsquote lag im HS 2013 bei 72% und stieg damit innert dreier Jahre um fast 20%.