Philosophisch-historische Fakultät

Evaluation der Lehre

Weitere Evaluationen

Ziel der Evaluation war es zu prüfen, inwieweit sich die im Zuge der Bologna-Reform für das Bachelor- und Masterstudium teilweise beibehaltenen und teilweise veränderten Strukturen der Studienprogramme des Lizenziatsstudiums bewährt haben. Die Evaluation erfolgte im Nachgang zu mehreren Diskussionen zur Zukunft der Islamwissenschaft und der Middle Eastern Studies im Rahmen von Forschungskolloquien. Die daraus gewonnen Erkenntnisse und Fragen fanden Eingang in die Umfrage unter den Studierenden. Daneben wurden für die Evaluation der aktuelle Studienplan sowie statistische Daten einbezogen. Die Evaluation wurde im September 2017 abgeschlossen; das Fakultätskollegium hat den Bericht, der die Ergebnisse zu Qualität der Lehre, gesellschaftliche Relevanz und Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme präsentiert, am 30.10.2017 zu Handen der Fakultät verabschiedet.

Sowohl das Bachelor- als auch das Masterstudium am IINOP wurden in der Umfrage unter den Studierenden sehr gut bewertet. Dennoch konnte in einzelnen Punkten Änderungsbedarf ermittelt werden, und die daraus gezogenen Schlüsse weisen auf mögliche Aspekte einer Teilrevision der Studienprogramme hin. Diese Revision soll dem Berner Institut ein klares Profil mit deutlich markierten Schwerpunkten verschaffen, um es gegenüber den anderen Schweizer Instituten hervorzuheben. Damit einhergehend soll die Attraktivität des IINOP für Bachelor-Studierende weiter gesteigert werden. Ihr Anteil war zwischen 2011 und 2015 allmählich gesunken, ist aber seit dem HS16 wieder auf einem hohen Stand. Die Zahl der Masterstudierenden zeigt sich stabil.

Die Evaluation hat deutlich gezeigt, dass die Studierenden im Bachelor- wie im Masterstudium eine Stärkung der Sprech- und Hörkompetenzen in den angebotenen Sprachen wünschen. Da das Usbekische nicht mehr nachgefragt wird, soll die durch die Aufgabe des Usbekisch-Unterrichts frei werdende Lehrkapazität zugunsten der anderen Sprachen und der Fachausbildung eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Freisetzung von Ressourcen zugunsten des Sprachunterrichts ist die Zusammenlegung der zwei allgemeinen Tutorien, die sowohl von Studierenden als auch von Dozierenden als redundant erachtet werden. Deutlich ausgebaut werden sollen die Kontakte des IINOP zu Intensivsprachkursen in den entsprechenden Regionen wie auch an Universitäten und akkreditierten Ausbildungsstätten im übrigen Ausland. Konkret plant das IINOP für das FS2018 eine stärkere Verschränkung von Sprach- und Fachunterricht sowie die Angleichung der dafür vergebenen ECTS-Punkte entsprechend der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden. Ausserdem werden eine Abstufung der Bachelorseminare (Arabisch) entsprechend der Sprachkompetenz der Studierenden sowie eine schärfere Konturierung der methodischen Übungen angestrebt.

Das Lehrangebot am IINOP ist bisher in vier Schwerpunkte eingeteilt: SP 1: Islamische Religions- und Wissenschaftsgeschichte; SP 2: Geschichte der islamischen Welt, Kulturgeschichte; SP 3: Sozialwissenschaft und Anthropologie; SP 4: Literatur und Sprachwissenschaft. Diesen Schwerpunkten zugeordnet sind die Lehrveranstaltungen, was den Studierenden erlaubt, das Studium thematisch zu strukturieren. Der Freiraum eines individuellen Studienprofils birgt natürlich auch Schwierigkeiten, beispielsweise durch eine unscharfe Schwerpunktzuordnung einzelner Veranstaltungen oder ungenügende systematische Abdeckung einzelner Themen. Die Evaluation hat gezeigt, dass die Schwerpunkte für MA-Studierende deutlich sind, für BA-Minor-Studierende hingegen zu wenig ersichtlich scheinen. Ausserdem hat die Evaluation ergeben, dass das Interesse an SP 1 und insbesondere an SP 4 verhältnismässig schwächer ist. Als Konsequenz daraus erwägt das IINOP die in SP4 vertretenen Disziplinen Literatur- und Sprachwissenschaft,nicht länger als Schwerpunkt fortzuführen, zumal sie auf professoraler Ebene in methodisch-systematischer Hinsicht kaum mehr vertreten werden können. ,Literarische Texte und aktuelle literaturwissenschaftliche Studien werden in den anderen Schwerpunkten aber selbstredend weiterhin berücksichtigt. Auf der Grundlage der Evaluation wird daher eine leicht veränderte Fortführung der ersten drei der bisher insgesamt vier Studienschwerpunkte geplant.

Die Ausrichtung der Studienschwerpunkte im Einzelnen hängt teilweise von der Neubesetzung der Professur von Prof. Dr. Reinhard Schulze ab. Daher soll über Anpassungen des Studienplans erst nach der Wiederbesetzung der Professur entschieden werden. Die Ausschreibung für diese Professur hat sich bereits an den Evaluationen und den Erfahrungen der Dozierenden orientiert.

Die Evaluation der Studienprogramme des Historischen Instituts basiert auf einem längerfristigen Prozess, der zwischen 2012 und 2017 stattfand. Sie hat insbesondere die Qualität der Lehre und die Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme zum Thema. Eine von der Fakultät durchgeführte Befragung der Masterstudierenden (2012), statistische Daten und Kennzahlen und sowie eine 2014 und 2015 vom Historischen Institut durchgeführte vergleichende Analyse der Studienprogramme in Geschichte an deutschsprachigen Universitäten in der Schweiz bilden die Grundlage des Berichts.

Der Vergleich mit anderen Historischen Instituten der Deutschschweiz zeigt, dass eine Stärke des Berner Instituts in der Gliederung des Bachelorstudiums in nur zwei Zeitbereiche (Geschichte vor und Geschichte nach 1800) liegt. Dies erlaubt Studierenden bereits im Bachelor eine selbstgewählte Konzentration auf bestimmte Bereiche und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, in allen Epochen und Themenfeldern Veranstaltungen zu belegen. Allerdings ist damit eine breite Ausbildung in allen wichtigen Epochen nicht vollumfänglich gewährleistet. Das Historische Institut in Bern legt auch vergleichsweise grosses Gewicht auf das Selbststudium, weshalb die Veranstaltungen eher hoch kreditiert werden – mit Ausnahme der BA-Arbeit. Besonders ist zudem, dass die Seminararbeiten separat und nicht im Rahmen einer Veranstaltung kreditiert werden. Charakteristisch ist ebenfalls das Konzept der Literaturliste.

Das Berner Historische Institut hat auf der Basis der Evaluationsergebnisse diverse Massnahmen beschlossen, die teilweise bereits umgesetzt wurden: Hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Leistungen und Kreditierung mit ECTS-Punkten hat es sich vorerst gegen eine Veränderung bei den Kreditierungen und für eine Erhöhung und Angleichung bei den Anforderungen in verschiedenen Veranstaltungen entschieden. Die Dozierenden wurden 2015 aufgefordert, entsprechende Massnahmen zu ergreifen. Namentlich ist dazu Sorge zu tragen, dass der tatsächliche Arbeitsaufwand den ECTS-Punkten entspricht. Dabei lag das besondere Augenmerk auf den Seminaren, wo in jedem Fall sowohl schriftliche als auch mündliche Leistungen zu erbringen seien. Dies führt dazu, dass mehr schriftliche Leistungen erbracht werden müssen. Das Institut möchte sowohl an der Einteilung vor 1800/nach 1800 festhalten als auch weiter ein Schwergewicht auf das Selbststudium legen, besonders mittels Literaturlistenprüfungen – teilweise im Unterschied zu anderen Historischen Instituten.

Im Hinblick auf einen Rückgang der Bachelorstudierendenzahlen hat das Institut die Darstellung seines Profils verbessert. Es wirbt nun mit der Breite seines Angebots und mit dem Schwerpunkt auf transnationale Geschichte im weiteren Sinne. In diesem Zusammenhang wurde die Webseite 2015-2016 umfassend neugestaltet. Der Information des Studierenden dient die ILIAS-Plattform „Forum Geschichte“. Die interne Kommunikation konnte durch den Einzug vormals extern untergebrachter Teile des Instituts in die Unitobler verbessert werden. Im Bereich der Studienverwaltung und Studienberatung hat das Institut in den letzten Jahren noch stärker als bisher auf eine Bündelung der Aufgaben gesetzt. Institutspolitisch wurde das Direktorium des Historischen Instituts demokratisiert und alle Stände sind nun vertreten. Somit sind dessen Entscheidungen besser abgestützt und es ist möglich, schneller auf Wünsche und Veränderungen einzugehen.

Hinsichtlich des Lehrangebots profitierte das Historische Institut von zusätzlichen Mitteln der Universitätsleitung zur Verbesserung der Betreuungsverhältnisse. Damit wurde unter anderem eine befristete Dozentur für Migrationsgeschichte eingerichtet, die das Profil des Berner Instituts hinsichtlich transnationaler Geschichte geschärft hat. Zudem konnten durch die Einrichtung zweier befristeter Postdoc-Stellen zusätzliche Veranstaltungen mit hoher Anbindung an die aktuelle Forschung angeboten werden. Im Evaluationszeitraum kam es ausserdem zur Entfristung bestimmter Stellen bzw. festen Zuweisung von Punkten und damit einhergehend zur Stabilisierung des Lehrangebots. Durch die Angliederung mehrerer SNF-Professuren wuchs die Zahl der angebotenen Lehrveranstaltungen zusätzlich. Insbesondere die Anzahl der Seminare konnte erhöht werden. Die beschränkte Platzzahl in den Seminaren und die damit verbundene vorsorgliche Mehrfacheinschreibung einiger Studierender ist jedoch weiterhin ein Problem. Die Kurse sind dadurch innert kürzester Zeit ausgebucht.

Was die lange Studiendauer im Bachelor angeht, hat das Institut mehrere Massnahmen ergriffen. Angesetzt wird bei der Beschleunigung schriftlicher Arbeiten: 2016-2017 wurde das nicht als einzelne Lehrveranstaltung umgesetzte Propädeutikum neu gefasst, wodurch Studierende früher als zuvor vor der Notwendigkeit stehen, ihre Proseminararbeiten zu schreiben. Bezüglich der Bachelorarbeiten wurden Regeln für einen engeren Kontakt zwischen Betreuungspersonen und Studierenden festgelegt, der über die obligatorische Festlegung eines Zeitplans sowie mehrere Besprechungstermine sichergestellt werden soll.

Das Historische Institut versteht Qualitätssicherungsmassnahmen als kontinuierlichen Prozess. Für das Jahr 2018 plant das Institut eine Umfrage unter den Bachelor- und Masterstudierenden zur Zufriedenheit mit dem Studium sowie zur Umsetzung des Propädeutikums.

Das QSE-Team der Phil.-hist. Fakultät führte 2011 und 2012 zwei Befragungen unter den Studierenden der Fakultät durch. Der Fokus lag dabei auf dem Übertritt vom Bachelor- zum Masterstudium. Anlass zu den Umfragen gaben zwei Untersuchungen des Bundesamtes für Statistik (BFS), die den Anschein erwecken konnten, als ob für Bachelorstudierende der Phil.-hist. Fakultät in Bern ein weiteres Studium vergleichsweise wenig attraktiv sei. Die Umfragen der Fakultät konnten diesen Verdacht nicht erhärten.

Die Nachfolgeuntersuchung analysiert und kontextualisiert die damals vorliegenden Daten nochmal gründlich. Sie verfolgt dann auch, wie sich das Übertrittsverhalten inzwischen entwickelt hat. Dabei hat es keine signifikanten Veränderungen gegeben. Weiterhin wird untersucht, inwiefern mittlerweile Verbesserungen umgesetzt wurden, die damals erwogen wurden. Details sind dem Bericht zu entnehmen, der unten verlinkt ist.

Im Frühjahressemester 2016 wurden alle Tutorate evaluiert, die aus Fakultätsmitteln finanziert werden. Ziel dieser Evaluation war die Bewertung der Institution Tutorat, wie sie sich seit etwa 10 Jahren an der Phil.-hist. Fakultät etabliert hat. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Studierenden, die an Tutorien teilnahmen, die Tutorinnen und Tutoren sowie die Dozierenden der Hauptveranstaltungen befragt. Von den Studierenden wurden insgesamt 722 Fragenbogen retourniert, 64 von TutorInnen und 62 von Dozierenden.

Die Ergebnisse der Studierendenbefragung wurden einerseits den betroffenen Lehrenden (TutorInnen und Dozierende) zugänglich gemacht. Andererseits wurden alle Befragungsresultate gesammelt und fächerspezifisch sowie für die ganze Fakultät ausgewertet. Die Auswertung nach Fach wurde in anonymisierter Form der Geschäftsleitung und der oder dem Q-Verantwortlichen des jeweiligen Instituts geschickt. Die Zusammenfassung einiger Ergebnisse für die gesamte Fakultät ist im Anschluss an diesen Text als Datei verfügbar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die Institution Tutorat als solche als auch die konkrete Durchführung der Tutorien sehr positiv bewertet werden. Die Evaluation hat insgesamt hervorragende Resultate erzielt. Hervorzuheben sind insbesondere:

  • Die Tutorien leisten – auf durchaus unterschiedliche und fachspezifische Art und Weise – einen wichtigen Beitrag für hochqualitative Lehre an der Fakultät, indem sie Lehrveranstaltungen vertiefend begleiten.
  • Die Tutorien bieten fortgeschritteneren Studierenden die interessante Perspektive, recht eigenständig zu lehren und damit zusätzliche Kompetenzen zu erwerben, die insbesondere für eine akademische Karriere sehr wichtig sind.

Die Tutorienevaluation zeigt auch Verbesserungsmöglichkeiten auf – teilweise für einzelne Tutorien, teilweise aber auch für die Organisation der Tutorate. Das fakultäre Q-Gremium hat daher einige Massnahmen beschlossen. Dazu gehört ein Papier mit Best-practice-Empfehlungen zu den Tutorien. Ebenfalls wurde der vom Dekanat verschickte Beschrieb der Tutorien überarbeitet. Die Punkteplanung der Tutorien soll neu jährlich und nicht mehr halbjährlich erfolgen und somit bessere Planungssicherheit und längerfristige Vorbereitung ermöglichen. Ebenfalls wird künftig ein Fragebogen zur Evaluation von Tutorien angeboten.

Zehn Jahre nach ihrer Einführung in der aktuellen Form wurden die beiden Studienprogramme, die am Institut für Italienische Sprache und Literatur angeboten werden, evaluiert. Dabei handelt es sich um einen Bachelor sowie einen Master mit je einer Spezialisierungsmöglichkeit in Sprach- bzw. in Literaturwissenschaft. Für die Evaluation wurden Daten einer im HS 2015 durchgeführten Online-Befragung der Studierenden verwendet; ausserdem wurden statistische Kennzahlen und der bestehende Studienplan berücksichtigt.

Im Evaluationsbericht wird das einzigartige Profil des Berner Instituts hervorgehoben: Der Schwerpunkt liegt auf dem Italienischen in der Schweiz (z.B. als Landessprache, aber auch als Sprache vieler Personen, die immigriert sind). In diesem Kontext entstanden u.a. die Zusammenarbeiten der sprachwissenschaftlichen Abteilung mit dem Center for the Studies of Language and Society und der literaturwissenschaftlichen Abteilung mit dem Center for Global Studies. Die Italianistik in Bern bietet den Studierenden ein Studienprogramm, das stark an der Forschung orientiert ist. Das Studienangebot wurde von den befragten Studierenden vorwiegend positiv bewertet ebenso wie das bestehende Betreuungsangebot. Die Kommunikation wird von der Evaluationskommission als gelungen betrachtet. Dem Institut komme hier seine geringe Grösse zugute – entsprechend existierten neben den offiziellen auch genügend „informelle“ Informationskanäle in Form des direkten Austauschs mit den Dozierenden und Mitarbeitenden des Instituts. Als Herausforderung wird das hohe geforderte Sprachniveau der Studierenden genannt. Daneben wird von den Studierenden eine differenzierte Unterscheidung von Bachelor- und Masterveranstaltungen im Lehrangebot gewünscht.

Der Evaluationsbericht schlägt Massnahmen vor, welche den diagnostizierten Schwächen abhelfen sollen und teilweise in einem verbesserten Studienplan umgesetzt werden sollen. Die wichtigsten Massnahmen und Ziele umfassen eine differenziertere Formulierung von Lernzielen, eine Reduktion der Prüfungen durch modulartige und dafür umfangreichere schriftliche Leistungsnachweise, eine bessere Abgrenzung zwischen Bachelor- und Masterstufe und eine gezielte Förderung überfachlicher Kompetenzen sowie des Selbststudiums. Zusätzlich sollen mehr Werbemassnahmen potentiell interessierte Studierende auf das Berner Institut aufmerksam machen und letztlich der Anhebung der Studierendenanzahl dienen.

Das Institut für Englische Sprachen und Literaturen führte als Grundlage einer Revision des Studienplans von 2010 eine Evaluation seiner Bachelor- und Master-Studienprogramme durch. Die Auswertung basiert auf einer Befragung von Bachelor- unter Masterstudierenden bezüglich des Bachelorprogramms. Diese Umfrage wurde im FS2016 durchgeführt. Teilgenommen haben 135 BA-Studierende (das entspricht einer Rücklaufquote von 30,6%) und 34 MA-Studierende (das entspricht einer Rücklaufquote von 20,7%). Ebenfalls berücksichtigte die Evaluation die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluationen, Informationen aus Institutskonferenzen und der Retraite vom Mai 2016, die AbsolventInnenbefragung des Bundesamts für Statistik (BfS) von 2013 und die statistischen Daten und Auswertungen des Stabs der Universität Bern.

Aus diesen Daten, die das Lehrangebot am Department of English grundsätzlich sehr positiv beschreiben, setzte das Institut gezielte Anpassungen des Studienplans zur Optimierung seiner Lehre fest. Die beschlossenen Massnahmen beinhalten beispielsweise eine Harmonisierung und grössere Transparenz bei der Kommunikation der Leistungsanforderungen, umgestaltete Studienprogramme zwecks Flexibilisierung der Studienplanung und Verkleinerung der Anzahl Teilnehmenden pro Seminar, und eine Vereinheitlichung der Abläufe und Richtlinien für die Bachelor- und Master-Arbeiten.

Ausschlaggebend für die Überarbeitung des Studienplans Sprachwissenschaft waren die Ergebnisse einer von der Fachschaft im Dezember 2014 und Januar 2015 durchgeführten Online-Befragung der Studierenden. Die im Mai 2015 am Institut für Sprachwissenschaft diskutierten Ergebnisse bewogen die beiden Professoren dazu, den Studienplan hinsichtlich Studieninhalt, Verteilung von ECTS- Punkten, schriftlichen Arbeiten sowie Ressourcen (z.B. für Sprachkurse) weiterzuentwickeln. Neben der Studierendenbefragung wurden für die Evaluation der Studienplan von 2010 sowie statistische Daten und Kennzahlen verwendet. Beurteilt wurden die Qualität der Lehre sowie die gesellschaftliche Relevanz und die Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme.

Herausgehoben wird die für die Schweiz einmalige Kombination von Historischer und Allgemeiner Linguistik. Die scharfe Trennung der beiden Richtungen der Linguistik im Studienplan entspräche jedoch nicht der aktuellen Entwicklung des Fachs und der Strukturierung mit Schwerpunkten. Die Grundstruktur des Studiums auf Bachelor- und auf Masterstufe soll daher angepasst werden. Eine klarere Ausrichtung der Lehrveranstaltungen in thematische, empirische, systematische und theoretische Veranstaltungen und der bessere Austausch zwischen den Lehrstühlen sind Massnahmen zur Erhöhung der Qualität der Studienprogramme. Dazu gehören beispielsweise auch die Vereinheitlichung von Richtlinien zu schriftlichen Arbeiten und anderen Leistungsnachweisen, die einheitliche Kommunikation der Leistungsanforderungen, Terminen und Fristen oder die Möglichkeiten, thematisch überschneidende Veranstaltungen für beide Schwerpunkte anzurechnen. Die Studienplanänderung ist noch in Bearbeitung.

Anstehende Studienplanänderungen, eine 2014 durchgeführte institutsinterne Studierendenbefragung, eine im April 2015 durchgeführte Institutsretraite sowie der Wunsch nach zunehmend international mobilerer Ausrichtung der Lehre haben das Institut für Sozialanthropologie zu einer Studienprogrammevaluation bewogen. Evaluiert wurden alle angebotenen Bachelor- und Masterstudienprogramme hinsichtlich Qualität der Lehre, wissenschaftlichem Profil, gesellschaftlicher Relevanz und Entwicklungsfähigkeit.

Im Hinblick auf die strategischen Ziele in der Lehre hat die Evaluation Handlungsbedarf bezüglich Internationalisierung auf Masterstufe ergeben. Deshalb wird sich das Institut für Sozialanthropologie in Ergänzung zum bestehenden Curriculum dem internationalen englischsprachigen Mono-Masterprogramm CREOLE (Cultural Differences and Transnational Processes) anschliessen. Dieses europaweit vernetzte Programm wurde im Herbstsemester 2016 an der Universität Bern eingeführt. Drei Jahre danach ist eine Evaluation des neuen Programms vorgesehen.

Die Universität Bern untersuchte im Dezember 2014 die Passung zwischen Gymna­sium und Universität. Die Umfrage erfolgte vor den ersten Prüfungen, zweieinhalb Monate nach Studienbeginn - die Resultate wurden also nicht durch Prüfungsergebnisse beeinflusst. 1500 von 2400 Erstsemestrigen aus allen acht Fakultäten der Universität Bern nahmen teil (62,5%). Die Phil.-hist. Fakultät befragte 323 von 688 Erstsemestern, von denen 237 einen vollständig ausgefüllten Fragebogen einreichten. Untersuchungsleiter Prof. Dr. Stefan C. Wolter ist Direktor der Schweizerischen Koordinations­stelle für Bildungsforschung (SKBF) und Titularprofessor für Bildungs­ökonomie an der Universität Bern. In einem Interview im April 2015 (Amtliches Schulblatt des Kantons Bern, Education 2.15, S. 43f.) zog er ein Fazit.

Im Herbstsemester 2013 evaluierten eine fakultäre Kommission und externe Experten die Graduate School of the Arts (GSA) und den damit zusammenhängenden Master Research on the Arts. Die Kommission stützte ihre Beurteilung u.a auf die vom Leiter der GSA und der Leiterin des Masterprogramms verfassten Selbstbeurteilungsbericht sowie auf Gespräche mit Doktorierenden, Studierenden und Absolventen. Die Kommission beurteilte beide Programme positiv. Die Fakultät genehmigte die Empfehlungen der Kommission im Dezember 2013.

Im Frühjahrssemester 2013 evaluierte die Fakultät im Auftrag der Universitätsleitung ihre Forschungszentren: das Center for Global Studies (CGS), das Center for Cultural Studies (CCS; wurde 2015 aufgelöst) und das Center for the Study of Language and Society (CSLS).  Die Fakultät hatte die Zentren 2008 eingerichtet und damit transversalen Strukturen in Lehre und Forschung geschaffen. Seither widmeten sich die Zentren Forschungsthemen in den Schwerpunkten Globalisierung, Kulturwissenschaften und Sprache und Gesellschaft. Es wurden acht interdisziplinäre Masterprogramme und zwei thematische Doktoratsprogramme eingerichtet.

Die Evaluationskommission setzte sich zusammen aus Mitgliedern der Fakultät, den Direktor/innen der Forschungszentren sowie Vertreter/innen der Stände. Die Bewertung basierte auf den von den Centerdirektor/innen vorgelegten Selbstbeurteilungsberichten, Befragungen von Studierenden und Mitarbeitenden der Zentren sowie Diskussionen in verschiedenen Gremien der Fakultät.

Die Leistungen der Forschungszentren wurden als gut und wichtig bewertet. Die neuen Themenschwerpunkte in Lehre und Forschung trugen zur Stärkung und Profilierung der Fakultät bei; ausserdem warben die Zentren in den ersten vier Jahren Drittmittel in erheblichem Umfang ein. Die thematischen Doktoratsprogramme stärkten das Forschungsprofil der Fakultät. Die von den Zentren organisierten interdisziplinären Foren und Programme veränderten die Fakultätskultur durch ihre vernetzende Wirkung positiv. Die Zentren sollen sich als Plattform für Forschung auch in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Die Studienprogramme erfuhren in den letzten Jahren regen Zulauf. Die Koordination der Lehre stellte aufgrund der Teilnahme verschiedener Institute zu Beginn eine Herausforderung dar, hier hat sich mittlerweile Routine entwickelt.

Als Folge der Evaluation der Forschungszentren 2013 gründete die Fakultät im Mai 2015 das Walter Benjamin Kolleg (WBKolleg). Das Kolleg beherbergt unter anderem inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte. Das Kolleg besteht aus den Forschungszentren für Global Studies und Language and Society. Das Forschungsforum fördert den inter- und transdisziplinären Ideenaustausch. Das Interdisziplinäre Forschungs- und Nachwuchsnetzwerk (IFN) fördert vor allem den akademischen Nachwuchsförderung und ist für die Lehre an der Graduate School of the Humanities (GSH) verantwortlich.

Vor, während und seit Gründung des WBKollegs war und ist die Qualitätssicherung eine ständige Begleiterin aller Prozesse. Beispielhaft erwähnt seien hier die Anstrengungen, die Lehre an Centers und Graduate School stets auf dem neuesten Stand zu halten: Im April 2015 hob die Fakultät den Masterstudiengang "Antike Kulturen und Antikekonstruktionen" auf. Im Mai 2015 revidierte die Fakultät die Studienpläne für die Masterprogramme "Lateinamerikastudien" und "Religion in globaler Gegenwart" (alle CGS). Weitere Masterprogramme werden derzeit überarbeitet.

Im Herbstsemester 2012 evaluierte die Fakultät das Masterprogramm Kunstgeschichte mit Geschichte der textilen Künste evaluiert. Die Abegg-Stiftungsprofessur hatte das Programm seit 2009 aufgebaut. Die Evaluationskommission setzte sich zusammen aus Vertreter/innen der Fakultät, des Mittelbaus und der Studierenden sowie einer externen Expertin und einer Mitarbeiterin der Abegg-Stiftung. Die Evaluation basierte auf der von der Ordinaria eingereichten Dokumentation zu Lehre und Forschung sowie auf Gesprächen der Kommission mit Mitarbeitenden der Abteilung und Studierenden des Masterprogramms. Die Kommission bewertete Lehre und Forschung, die regionale, nationale und internationale Vernetzung, die Verankerung im Institut für Kunstgeschichte und der Fakultät sowie die Zusammenarbeit mit der Abegg-Stiftung.

Das Studienprogramms und die Abteilung wurden durchweg sehr positiv bewertet. Das Angebot sei einzigartig und innovativ Studienangebot, behandle die Geschichte der textilen Künste in historischer und thematischer Breite, und verhelfe dem Fach Kunstgeschichte an der Universität Bern zur weiteren Profilierung auf hohem Niveau. Die Arbeit mit Originalen werde durch die Zusammenarbeit mit namhaften Museen in der Schweiz und im Ausland gefördert und unterstützte den Berufseinstieg der Absolventen. Zudem verfüge die Abteilung über eine beachtliche nationale und internationale Ausstrahlung in Forschung und Lehre. Eine Beteiligung der Textilen Künste an einem interdisziplinären Doktoratsprogramm sei zu prüfen.

Im FS 2011 und im HS 2012 befragte das QSE-Team der Fakultät ihre BA- und den MA-Studierenden zum Übertritt ins MA-Studium nach Abschluss des BA-Studiums. Anlass war die Beobachtung, dass in den vorangegangenen Semestern die Übertrittsquote an unserer Fakultät signifikant tiefer lag als an anderen Fakultäten der Universität Bern. Die Umfrage bot den Studierenden auch die Gelegenheit, sich zu anderen Bereichen des Studiums zu äussern.

Befragung der MA-Studierenden im HS 2012

Im HS 2012 befragte das QSE-Team Masterstudierende der Fakultät zum Übertritt vom Bachelor- ins Masterstudium sowie zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit mit dem Masterstudium. Insgesamt nahmen 175 Studierende an der Befragung teil (26% aller Masterstudierenden).

Befragung der BA-Studierenden im FS 2011:

Im FS 2011 befragte das QSE-Team Bachelorstudierende der Fakultät zu ihren Plänen für die Zeit nach dem BA-Abschluss. Die Umfrage richtete sich an BA-Studierende mit einem Major an der Phil.-hist. Fakultät, die mindestens vier Semester absolviert und im Major mindestens 60 ECTS Punkte erworben hatten.

Die Übertrittsquote lag im HS 2013 bei 72% und stieg damit innert dreier Jahre um fast 20%.