Philosophisch-historische Fakultät

Studienprogramme

Master Religion in globaler Gegenwart

Das Masterprogramm Religion in globaler Gegenwart (RGG) vermittelt theoretische, methodologische und soziohistorische Kenntnisse und Kompetenzen, um den Beitrag religiöser Traditionen und Akteure in gegenwärtigen Prozessen der Globalisierung und Lokalisierung zu erforschen. Während das Studienprogramm Religionswissenschaft in Bern die philologische Erforschung schriftlicher Primarquellen insbesondere asiatischer Religionen betont, konzentriert sich das interdisziplinäre RGG-Studienprogramm auf die Erforschung religiöser Gegenwartskulturen mit den Methoden der empirischen Sozialforschung.

Religiöse Gegenwart

Religionen nehmen auch heute zentralen Einfluss auf die Gestaltung der jeweiligen Moderne: z.B. auf Konzeptionen von Kultur, Ethnizität und Nationalität, Staatlichkeit und Rechtsformen, politische wie auch militärische Konfliktlösungsversuche. Auch Haltungen zur Umwelt, zur Ernährung oder zum Umgang mit technologischen Innovationen wie beispielsweise der Biomedizin werden durch Religion beeinflusst. Das MA-Studienprogramm Religion in globaler Gegenwart vermittelt die analytischen Instrumente, um die Rolle von Religion an der Schnittstelle zwischen sozialen, politischen und ethischen Fragen kritisch zu erörtern, wie z.B.: Welche Funktionen religiöser Argumentationen lassen sich im Feld der Politik ausmachen? Welche Bedeutung übernehmen religiöse Sinndeutungen in Debatten zur Nachhaltigkeit?

Globalisierung und Lokalisierung

Der Titel des Masterprogramms Religion in globaler Gegenwart benennt ein Programm: Aus der allgemeinen Theoriebildung über Globalisierungsprozesse soll das Instrumentarium bereitgestellt werden, mit dem die vernetzten Komplexe Politik – Governance – Ethnizität – Wissenstransfer – technologische Modernisierung – religiöse Sinnordnungen in weltweiter Perspektive synchron analysiert werden können. Diese Phänomene werden an lokalen Beispielen sichtbar gemacht und in ihrer globalen Vernetzungen analysiert.

Methoden der empirischen Sozialforschung

Religion wird im RGG-Studienprogramm als eine menschliche soziale Tatsache untersucht. Das Studienprogramm vermittelt dementsprechend wichtige theoretische und praxisorientierte Kenntnisse verschiedener Methoden der empirischen Sozialforschung. Diese Methoden werden im Studienprogramm in konkreten Forschungssituationen angewendet. Besuche bei religiösen Gemeinschaften und die Analyse selbsterhobener Daten sind integrierter Bestandteil des Programms.

Master Religion in globaler Gegenwart
Imagination und Realität in Varanasi, Indien (Foto: Sébastien Mayor)
Basisinformationen
Abschluss: Master of Arts in Religion in Contemporary Society, Universität Bern
Umfang: 120 ECTS
Angebot: Mono 120 ECTS
Studiendauer: 4 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Studienbeginn: Herbst- oder Frühjahrssemester

Das Masterprogramm vermittelt übergreifende und integrative Forschungsansätze, die Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzen, das komplexe Verhältnis von Religion und Moderne durch die Verschränkung bislang separater disziplinärer Perspektiven adäquat zu verstehen und zu beurteilen. Das Studienprogramm Religion in globaler Gegenwart, in Zusammenarbeit von fünf Instituten und zwei Fakultäten getragen, erlaubt die Belegung einschlägiger Seminare unter anderem an den Instituten für Religionswissenschaft, Islamwissenschaft, Sozialanthropologie, Philosophie, wie auch, fakultätsübergreifend, der Theologie und der Soziologie.

Das Masterprogramm „Religion in globaler Gegenwart“ ist eingebettet in das Center for Global Studies (CGS), welches sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, kulturelle Dynamiken im Kontext von Globalisierungsprozessen in unterschiedlichen Räumen und Epochen vergleichend zu untersuchen. Das Studienprogramm ist interdisziplinär angelegt, umfasst als Monomaster (ohne Nebenfach) 120 ECTS und besteht aus insgesamt sechs Modulen. Der Studiengang gliedert sich in einen Pflichtbereich, einen Wahlpflichtbereich und einen 18 KP umfassenden Bereich freier Pflichtleistungen.

  • Modul 1: Theorie der Religion und Religionssoziologie (mind. 19 KP)
  • Modul 2: Religions-, Kultur- und Sozialgeschichte (mind. 15 KP)
  • Modul 3: Religionsphilosophie, Rechtsordnungen und Ethik (mind. 14 KP)
  • Modul 4: Religionsanthropologie (mind. 12 KP)
  • Modul 5: Sozialwissenschaftliche Methoden (mind. 12 KP)
  • Modul 6: Mastermodul (30 KP).

Individuelle Studienvoraussetzungen

Die folgenden Studienausweise berechtigen zur Zulassung zum Mono Religion in Globaler Gegenwart:

a) Bachelorabschluss einer anerkannten universitären Hochschule in einer der folgenden Studienrichtungen gemäss Anhang 1 des Studienplans:
  • Afrikanistik
  • Ägyptologie
  • Altorientalistik
  • Geschichte
  • Indologie
  • Orientalistik
  • Ostasienwissenschaft
  • Philosophie
  • Religionswissenschaft
  • Sozial- und Kulturanthropologie/Ethnologie
  • Theologie
  • Zentralasiatische Kulturwissenschaft
b) Bachelorabschluss einer anerkannten universitären Hochschule in einer anderen Studienrichtung, sofern mit dem Erbringen von Zusatzleistungen von maximal 60 ECTS-Punkten die nötigen Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Masterstudiums erworben werden.
Bedingungen sind vor der Zulassung zum Masterstudium zu erfüllen. Auflagen sind bis zum Masterabschluss zu erfüllen. Die entsprechenden ECTS-Punkte werden als Zusatzleistungen extracurricular im Diploma Supplement ausgewiesen.

Der Bachelorabschluss darf nicht mehr als zehn Jahre zurückliegen. Begründete Ausnahmen sind möglich.

Sprachanforderungen

Für den Abschluss des Masterstudienprogramms Religion in globaler Gegenwart werden keine Kenntnisse einer aussereuropäischen Quellensprache vorausgesetzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, im Wahlbereich Sprachkurse zu belegen; siehe Anhang 3 des Studienplans.

 
Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abt. Zulassung, Immatrikulation und Beratung

Bisherige UniBE Studierende

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Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abt. Zulassung, Immatrikulation und Beratung.

Das Studienprogramm ist dazu angelegt, Absolventinnen und Absolventen in die Lage zu versetzen, in Berufsbereichen tätig zu werden, die an Schnittstellen der Begegnung unterschiedlicher Religionskulturen arbeiten. Hierzu gehören NGOs, die im humanitären Bereich oder in der Entwicklungsarbeit angesiedelt sind (wie z.B. die UNO und ihre zahlreichen Unterorganisationen wie die UNESCO), oder Hilfswerke wie das Schweizerische Rote Kreuz.

Überdies bietet sich das MA­Programm auch als Grundlage einer weiteren wissenschaftlichen Arbeit an (Doktorat).