Archiv Studienprogrammevaluation

Der vorliegende Follow-up-Bericht bezieht sich auf die 2020 turnusmässig durchgeführte und 2021 genehmigte Studienprogrammevaluation. Das Institut für Spanische Sprache und Literatur evaluierte damals seine fünf Bachelor- und Masterstudienprogramme mit dem Ziel, Lehrqualität, gesellschaftlichen Relevanz sowie Entwicklungsfähigkeit der Programme auf der Grundlage von Studienplänen, statistischen Kennzahlen und digitalen Befragungen aktueller und ehemaliger Studierender zu bewerten. Für die Durchführung der hier diskutierten Massnahmenüberprüfung wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Der Follow-up-Bericht wurde von der Fakultät am 15.12.2025 genehmigt.

Ein Teil der Massnahmen wurde bereits 2020 umgesetzt. Dazu gehören insbesondere die Reform des BA-Propädeutikums mit einem für alle Studierenden obligatorischen Pflichtprogramm, die Aufwertung des Sprachkurses im Rahmen des Auslandsaufenthalts auf 8 ECTS sowie ergänzende Informationsangebote für Studieninteressierte. Diese Anpassungen führten zu ausgeglicheneren und fundierteren Kenntnissen der Studierenden. Zudem wurde das Lehrangebot zu Lateinamerika und zur Sprachgeschichte dauerhaft gesichert und ausgebaut.

Weitere geplante Massnahmen wurden in den Folgejahren realisiert. Dazu zählen die teilweise Einführung mündlicher Prüfungen, verbesserte Informationen zu Bibliotheksarbeitsplätzen, Mobilität und Austausch sowie eine verstärkte Sensibilisierung der Studierenden für Beratungsmöglichkeiten und selbstständige Sprachförderung. Aufgrund begrenzter finanzieller Mittel konnten jedoch keine zusätzlichen institutionellen Sprachkurse angeboten werden.

Insgesamt zeigt sich, dass die umgesetzten Massnahmen die Qualität der Studienprogramme deutlich verbessert haben und im Studienalltag positiv wirken. Einzelne Punkte, wie die Nutzung von Beratungsangeboten nach Leistungskontrollen, bleiben weiter entwicklungsbedürftig. Die seit dem Herbstsemester 2024 eingeführten Änderungen im Lehrangebot sind noch zu neu, um abschliessend beurteilt zu werden, und werden Gegenstand der nächsten Evaluation sein.

HINTERGRUND UND RAHMENBEDINGUNGEN: Die hier verhandelte Studienprogrammevaluation wurde im akademischen Jahr 2024–2025 durchgeführt und am 24. November 2025 vom Fakultätskollegium genehmigt. Sie diskutiert den Studienplan von 2017. Die Beurteilung beruht auf einer schriftlichen Befragung der Studierenden (online), einer Podiumsdiskussion mit Studierenden, einer externen Begutachtung, sowie auf Gesprächen mit Fakultätsmitgliedern, Alumni und dem Studierendenausschuss. Insgesamt nahmen 180 Studierenden an der Befragung teil (Rücklaufquote 33 %). Die Evaluation diente einem doppelten Zweck: (a) der Beurteilung der aktuellen Lehrqualität und der Zufriedenheit der Studierenden und (b) der Vorbereitung auf bevorstehende strukturelle Veränderungen im Zusammenhang mit der Nachfolge von fünf in den Ruhestand tretenden Professoren. Der Bericht ergänzt die Forschungsevaluation des Departments of English und unterstützt die strategische Planung im Einklang mit der Universitätsstrategie 2030.

ÜBERBLICK: Der Fachbereich Englisch der Universität Bern bietet fünf Bachelor- und Masterstudiengänge in der Literatur- und Sprachwissenschaft an. Am Department verzahnen sich akademische Lehre und Forschung, und der Fachbereich spielt eine zentrale Rolle in der interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb der Phil.-hist. Fakultät. Er ist in wichtigen universitären Forschungszentren wie dem CSLS, dem BMZ, dem WBK und der Graduate School for the Arts and Humanities aktiv. Durch Lehraustausch, Forschungspartnerschaften und die Teilnahme an Programmen wie SEMP und ENLIGHT pflegt der Fachbereich ein starkes internationales Profil. Die hervorragende Lehrqualität des Fachbereichs, sein breit gefächertes, forschungsintegrierendes und interdisziplinäres Curriculum sowie die enge Zusammenarbeit mit führenden Forschungszentren und internationalen Partnern wurden auch in der von Prof. Dr. Anita Auer (Universität Lausanne) durchgeführten externen Begutachtung hervorgehoben. In ihrer Bewertung lobt sie zudem innovative Lehrformate wie Fokusmodule und Forschungskolloquien, die von den Studierenden ebenfalls sehr geschätzt werden, sowie das konkrete Engagement des Fachbereichs für Nachhaltigkeit und Vielfalt.

WICHTIGSTE ERGEBNISSE: Die Zufriedenheit der Studierenden mit den Studienprogrammen ist insgesamt sehr hoch. Die Studierenden lobten die Qualität und Vielfalt der Lehre, die Flexibilität des Lehrplans und das Engagement der Dozierenden. Die Lehrveranstaltungen des Fachbereichs werden durchweg überdurchschnittlich bewertet im fakultätsinternen Vergleich, und viele Dozenten wurden bereits für ihre hervorragende Lehre ausgezeichnet. Es wurden jedoch auch einige Bereiche mit Verbesserungspotenzial identifiziert: (1) schriftlicher Ausdruck, wobei die Studierenden den Wunsch nach mehr Unterstützung beim akademischen Schreiben äusserten; (2) Ausgewogenheit des Lehrplans, wobei Lücken in Bereichen wie digitale Linguistik, moderne britische Literatur und computergestützte Analyse festgestellt wurden; (3) die Anpassung des Arbeitsaufwands, da einige Pflichtkurse, insbesondere Module vor 1800 und die Advanced Reading List, als sehr arbeitsintensiv empfunden wurden; (4) das Auslandsaufenthaltsprogramm, das zu längeren Studiendauern und logistischen und finanziellen Herausforderungen führen kann, insbesondere nach dem Brexit; und (5) die Personalausstattung – nach wie vor die dringlichste Herausforderung des Fachbereichs –, wobei sich das relativ hohe Verhältnis von Studierenden zu Mitarbeitern auf die Lehrbelastung, die Betreuung der Studierenden und die Forschungsproduktivität auswirkt.

LAUFENDE UND GEPLANTE INITIATIVEN: Das Department of English hat mehrere Massnahmen zur Verbesserung von Studienerfahrung und -ergebnissen umgesetzt oder geplant: Die Einführung von Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben unter Verwendung zugewiesener Ressourcen für Tutorien; Entwicklung neuer, von FOKUS finanzierter Einführungsvideos zur Verbesserung der Kommunikation mit Erstsemestrigen; Ernennung von zwei engagierten Studienberatenden zur Verbesserung der Studienbetreuung, insbesondere für Auslandsaufenthalte und die Kursplanung; Ausbau internationaler Hochschulpartnerschaften zur Erhöhung der Austauschmöglichkeiten über Europa hinaus; Stärkung der Optionen für unabhängiges Lernen und klarere Richtlinien, um die Beteiligung der Studierenden an Forschungs- und Projektarbeiten zu fördern; sowie die Aufrechterhaltung regelmässiger Lehrveranstaltungsevaluationen und Mechanismen für studentisches Feedback, um eine kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

EMPFEHLUNGEN UND NÄCHSTE SCHRITTE: Der Bewertungsausschuss empfiehlt folgende Massnahmen: Einführung eines Prozesses zur Überprüfung des Lehrplans, um Inhalte in unterrepräsentierten Bereichen (z. B. digitale und/oder Umweltgeisteswissenschaften, Statistik für Linguistik) zu aktualisieren; Behebung des Personalmangels, um den Durchschnittswerten der Fakultät zu entsprechen und die Qualität von Lehre und Forschung zu gewährleisten; Verbesserung der Kommunikationsinfrastruktur, einschliesslich einer benutzerfreundlicheren Fachbereichswebseite mit integrierten unterstützenden Materialien; die Zufriedenheit der Studierenden und der Abschlussquoten soll weiterhin im Blick behalten werden, insbesondere in Bezug auf die Logistik von Auslandsaufenthalten und die Studiendauer.

FAZIT: Der Fachbereich Englisch zeichnet sich durch hohe akademische Qualität, internationale Sichtbarkeit und eine engagierte Lehrkultur aus. Die Studierenden sind mit ihrer Lernerfahrung sehr zufrieden, und die Absolventinnen und Absolventen sind sowohl für akademische als auch für berufliche Laufbahnen gut vorbereitet. Der anhaltende Erfolg des Fachbereichs hängt jedoch davon ab, dass strukturelle Herausforderungen angegangen werden, insbesondere die hohe Betreuungsbelastung und das relativ hohe Verhältnis von Studierenden zu Mitarbeitern. Mit seiner aktiven Selbstreflexion, seinen engagierten Mitarbeitern und seinen zukunftsorientierten Initiativen ist der Fachbereich gut positioniert, um seine nationale und internationale Stellung zu behaupten und auszubauen.

Das Follow-up des Master Minor Gender Studies am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung überprüft sechs Semester nach der ursprünglichen Studienprogrammevaluation (2022) die Umsetzung und Wirksamkeit der beschlossenen Massnahmen. Diese Überprüfung wurde von drei Mitgliedern der damaligen Evaluationskommission durchgeführt. Das Fakultätskollegium hat den Bericht am 15. September 2025 genehmigt.

Zur Einordnung der Wirksamkeit wurden die sechs Massnahmen aus dem Evaluationsbericht von 2022 vier Wirkungskategorien zugeordnet (Umgesetzt, Wirkung vollständig erreicht; Umgesetzt, Wirkung teilweise erreicht; Umgesetzt, Wirkung nicht erreicht; Nicht umgesetzt, bestehende Praxis sinnvoll). Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Besonders wirksam waren praxisnahe Anpassungen bestehender Formate, wie die Überarbeitung des Praxis- und Einführungsseminars sowie der institutionalisierte Austausch unter Dozierenden. Weniger erfolgreich waren Massnahmen, die auf schriftliche Handreichungen oder einmalige Veranstaltungen setzten, deren Wirkung begrenzt blieb. Eine ursprünglich geplante Massnahme (Abschaffung des Obligatoriums einer Studienberatung) wurde verworfen, da sich die bestehende Praxis als sinnvoll erwies. Insgesamt bestätigt die Evaluation, dass Massnahmen dann besonders effektiv sind, wenn sie kontextsensitiv, partizipativ und in bestehende Strukturen integriert umgesetzt werden.

Seit der Studienprogrammevaluation wurde der ganze daraus resultierende Massnahmenkatalog bearbeitet. Bis auf die eine Massnahme, die sich nicht mehr als notwendig erwies, wurden alle Massnahmen umgesetzt. Die Umsetzung ist damit abgeschlossen. Bei Massnahmen mit langfristiger Wirkung werden die Effekte weiterhin beobachtet.

Der Follow-up-Bericht dokumentiert die Umsetzung der im Evaluationsbericht 2021 vorgeschlagenen strukturellen und inhaltlichen Massnahmen zur Verbesserung der Bachelor- und Masterstudiengänge am Institut für Musikwissenschaft. Im Zentrum der Evaluation stand die Überarbeitung der BA- und MA-Programme, was durch eine laufende Neubesetzung begünstigt wurde. Für das Follow-up zur Überprüfung von Umsetzungsstand und Erfolg der Massnahmen wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus sechs Vertreterinnen aus der Institutsleitung und den verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten gebildet, die erstmals im August 2024 tagte.

Seit 2021 wurden sämtliche Massnahmen umgesetzt, wie der Bericht zum Follow-Up festhält: Die frühere Aufteilung in Musik vor / nach 1600 und Kulturelle Anthropologie der Musik wurde geändert in die drei Themenbereiche historische Musikwissenschaft (als Basiskompetenz mit methodischen Kriterien und Erweiterung des in den Veranstaltungen behandelten musikalischen Repertoires), kulturelle Anthropologie der Musik und Musiktheater (beide Bereiche möglichst interdisziplinär ausgerichtet, z.B. mit der Theaterwissenschaft), die jeweils als Schwerpunktthemen mit Spezialisierung auf Masterstufe im Diploma-Supplement absolviert werden können. Der neue Studienplan, der nun den Bereich Musiktheater als gleichberechtigten Schwerpunkt integriert, den Curriculum modularisiert, die Minor-Angebote flexibilisiert und die Möglichkeit der individuellen Überprüfung mit allfälliger Anerkennung musikalischer Vorleistungen bietet, trat 2023 in Kraft.

Der Studienplan ist noch zu jung, um umfassende Ergebnisse zum Erfolg der Massnahmen festzuhalten. Erste Rückmeldungen aus einer schriftlichen, freiwilligen und anonymen Umfrage unter Studierenden im Herbstsemester 2024 zeigen eine überwiegend positive Resonanz auf die neue modulare Struktur der Studiengänge. Der Bericht wurde im Juni 2025 abgeschlossen und am 15. September 2025 vom Fakultätskollegium genehmigt. Der langfristige Erfolg wird anhand weiterer Erhebungen und Auswertungen kontinuierlich überprüft werden.

Die Studienprogramme des Instituts für Archäologische Wissenschaften (IAW) wurden 2023 einer umfassenden Evaluation unterzogen, die auf Online-Umfragen, einer Fokusgruppe und einer SWOT-Analyse basierte. Ziel war es, nach der 2019 erfolgten Revision des Studienplans strukturelle Herausforderungen zu identifizieren und gezielte Verbesserungsmassnahmen abzuleiten.

Die Ergebnisse zeigten eine hohe Zufriedenheit mit Lehrangebot und Betreuung, wiesen jedoch auf zentrale Schwächen hin – insbesondere bei der Studienorganisation, Kommunikation, Betreuung schriftlicher Arbeiten sowie in der Synchronisierung von Studienplan und Verwaltungssystem (KSL). Die geringe Zahl an Masterstudierenden wurde mit verzögerten Studienabschlüssen auf BA-Stufe in Zusammenhang gebracht. Die SWOT-Analyse ergab eine grosse inhaltliche Breite, internationale Vernetzung und praxisnahe Ausbildung als zentrale Stärken, identifizierte jedoch strukturelle Defizite in Abstimmung und Ressourcenausstattung.

Ein Follow-up im Frühjahr 2024 überprüfte den Umsetzungsstand der sechs priorisierten Massnahmen. Zur Durchführung des Follow-ups wurde im HS 2024 ein Evaluierungsgremium eingesetzt, das sich aus Vertreter:innen aller Stände und aller vier Abteilungen (Archäologie des Mittelmeerraumes, Römische Provinzen, Prähistorische Archäologie und Vorderasiatische Archäologie) zusammensetzte. Für den Einbezug der Sicht der Studierenden wurde im April und Mai 2024 ein standardisierter Fragebogen an sämtliche am IAW eingeschriebenen Studierenden versendet – mit geringem Rücklauf aber dennoch aufschlussreichen Rückmeldungen. Die Ergebnisse zeigen punktuelle Fortschritte, aber auch, dass die Umsetzung stark vom individuellen Engagement einzelner Lehrpersonen abhängt und zwischen den Abteilungen variiert. Das Institut sieht zudem eine nachhaltige Weiterentwicklung sowie zentrale Qualitätsmerkmale wie individuelle Betreuung, praktische Formate und interdisziplinäre Lehrangebote durch die fakultäre Strategie zur Reduktion von Professurausstattungen ab 2025 gefährdet. Insgesamt verdeutliche das Follow-up die Notwendigkeit klarer Verantwortlichkeiten, verbindlicher Standards sowie einer besseren Koordination zwischen den Abteilungen.

Das Fakultätskollegium hat den Bericht am 15. September 2025 genehmigt.

Im Mittelpunkt der turnusmässig anstehenden Studienprogrammevaluation der interdisziplinären Masterprogramme World Arts and Music stand zentral die Frage, ob die Fassung des Studienplans von 2016 effizient funktioniert und inwieweit Nachbesserungen notwendig sind. Dies wurde kombiniert mit einer generellen Überprüfung der interdisziplinären Zusammenarbeit, der strukturellen Rahmenbedingungen und der Nachhaltigkeit des Programms. Zu diesem Zweck wurden zwischen Februar und Mai 2023 zentral sechs Studierende im MA mittels qualitativer Interviews nach den relevanten Indikatoren zu ihrem Studium befragt. Zusätzlich wurden fünf Alumni per E-Mail und Kurzinterview befragt. Für strukturelle Fragen wurde zudem die Leitungsebene interviewt (Kernprofessuren Kulturelle Anthropologie der Musik und World Art History; Studienleitung sowie die Vertretung der Theater- und Tanzwissenschaft als zentrales freiwillig beteiligtes Institut). Das Ergebnis fiel sehr positiv aus und zeigte, dass sich das Studienangebot insgesamt bewährt hat: Es ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz, leistet einen zentralen Beitrag zur neuen fakultären Strategie. Es brachte eine erfolgreiche und diverse AbsolventInnen-Gruppe hervor, welche in vielfältigen Bereichen der Kulturvermittlung tätig ist. Es wurde jedoch auch aufgezeigt, dass die Studienprogramme nach wie vor unter strukturellen Problemen aus der Einrichtungszeit leiden.

Im Nachgang zur ersten Berichtseinreichung im Dezember 2023 und in den damit einhergehenden Diskussionen mit der Fakultätsleitung wurde zunehmend deutlich, dass der Studiengang mit dem Auslaufen der World Art History-Professur 2029 nicht mehr weitergeführt werden kann: Der Wegfall der World Art History-Professur kann nicht durch die Lehrtätigkeit anderer Professuren aus der Kunstgeschichte aufgefangen werden. Diverse strukturelle Defizite, die seit der Einrichtung des Studienangebots 2009 bestehen, können derzeit nicht behoben werden. Die Evaluation hat zudem gezeigt, dass sich Laufe der Jahre der Bedarf der Studierenden in Richtung Cultural Management bewegt hat. Nach der Vorlage des Evaluationsberichts wurde dies anhand ebenso begründeter Studienabbrüche noch deutlicher. Die Option in Richtung Cultural Management ist im Evaluationsbericht angedeutet, ein konkurrenzfähiges Angebot bräuchte jedoch einen grösseren, aktuell nicht vorgesehenen Aufwand. Deshalb erscheint die Sistierung der Masterprogramme bis 2029 sinnvoll und wurde in Abstimmung mit allen Beteiligten im Frühling 2025 beschlossen und am 26.5.2025 vom Fakultätskollegium genehmigt. Der Evaluationsbericht hat vor diesem Hintergrund die Funktion eines rückblickenden Abschlussberichts – der Studiengang wird 2029 insgesamt 20 Jahre bestanden haben – und könnte künftig Grundlage werden für einen neuen innovativen interdisziplinären Studiengang mit entsprechender Kulturmanagement-Ausrichtung. Der Bericht wurde am 14. April 2025 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Der nachfolgende Bericht bezieht sich auf den Abschlussbericht über die Studienprogrammevaluation Philosophie von 2021. Dieser Abschlussbericht hielt Entwicklungspotential in vier Bereichen und daraus resultierende Handlungsempfehlungen fest. Letztere wurden in der Zwischenevaluation durch eine dafür eingesetzte Arbeitsgruppe, bestehend aus Professoren und Vertretern des Lehrkörpers des Instituts für Philosophie, besprochen.

Die erste Massnahme betrifft die Umbenennung des Vorschlags für den Studienverlauf in Regelstudienplan, was zu mehr Verbindlichkeit gegenüber dem Modell und zu idealeren Studienverläufen führt. Die zweite Massnahme erlaubt unbenotete Leistungen für gewisse Kursformate, was zu mehr Flexibilität führt. Drittens wurde das Essaytutorium in Methodenkurs: Schreiben in der Philosophie umbenannt und viertens ein neues Kursformat namens Gemeinsames Studienprojekt eingerichtet. Letzteres wird als wertvoll, aber sehr zeitintensiv im Vergleich zur ECTS-Vergabe betrachtet. Alle vier Massnahmen wurden erfolgreich umgesetzt und verlangten eine Studienplananpassung, welche seit dem HS2023 wirksam ist.

Vier weitere Massnahmen, deren Umsetzung keine Studienplananpassung bedingten, wurden ebenfalls erfolgreich umgesetzt. Drei davon haben eine bessere Kommunikation oder Bekanntmachung von studienrelevanten Informationen zum Inhalt. Eine Massnahme betrifft den beliebten umbenannten Methodenkurs: Schreiben in der Philosophie, der neu prioritär für Hauptfachstudierende und nur bei bestehender Kapazität auch für Nebenfachstudierende geöffnet ist.

Der Bericht zur Zwischenevaluation zieht eine erfreuliche Bilanz der vergangenen drei Jahre. Das Institut für Philosophie hat im Rahmen seiner Möglichkeiten alle Massnahmen fristgerecht umgesetzt. In der Institutsversammlung vom 13. Mai 2024 wurde von Seiten der Studierenden positiv über diese Entwicklung der Studienprogramme berichtet. Das Fakultätskollegium hat den Bericht am 03.03. 2025 genehmigt.

Im Jahr 2021 wurde das Studienprogramm Slavische Sprachen und Literaturen evaluiert und am 20- September 2021 wurde der Abschlussbericht vom Fakultätskollegium genehmigt. Die vorliegende Zwischenevaluation für das Herbstsemester 2024 diskutiert Umsetzungsstand und Wirksamkeit der im Evaluationsbericht festgehaltenen Massnahmen und bezieht sich auf den Evaluationsbericht von 2021. Der Follow-up-Bericht wurde vom Fakultätskollegium am 16.12.2024 genehmigt.

Durch die Überschneidung der Arbeit der Evaluations- und Strukturkommission sowie die Nachbesetzung der linguistischen Professur ergaben sich für die Slavistik Massnahmen in Form unverbindlicher Empfehlungen. Diese wurden im Zuge der thematischen Neuausrichtung der Lehr- und Forschungsfelder geprüft und berücksichtigt. Im August 2023 fanden bedeutende personelle Änderungen statt, die die Ausrichtung von Lehre und Forschung stark beeinflussten. Die Arbeitsgruppe zur Zwischenevaluation beschloss, eine Gesprächsrunde mit Studierenden der Slavistik durchzuführen, geleitet von studentischen Vertretern. Ein Leitfaden wurde erstellt und bis Ende Oktober 2024 Gespräche mit fünf Studierenden geführt, deren Rückmeldungen für den Bericht verwendet wurden.

Ab 2022 wurden Anpassungen an der Leseliste vorgenommen, die 2023 final überarbeitet wurde. Seit dem Herbstsemester 2022 wurde die Website überarbeitet und wird seitdem kontinuierlich aktualisiert. Eine studentische Hilfskraft ist dauerhaft für die Pflege zuständig, wodurch die Aktualität der Website gewährleistet ist und Änderungswünsche zeitnah umgesetzt werden können.

Vier Massnahmen zur Studienplananpassung wurden vorgeschlagen, wobei diese als Empfehlungen ohne feste Termine gelten: Die Überarbeitung des Kanons an slavistischem Basiswissen, die Erhöhung des Anteils von Seminaren und Übungen, die Einführung eines Joint Degree in Slavistik, die Anpassung der Stundenzahl in den Sprachkursen. Die Überarbeitung des Basiswissens wurde bereits in den Bachelor-Studienplan integriert, mit positiver Resonanz in den Evaluationen. Seminare und Übungen wurden ausgebaut, was den Studierenden mehr Flexibilität gibt. Die Einführung eines Joint Degree wurde vorerst zugunsten anderer Prioritäten zurückgestellt. Die Anpassung der Stundenzahlen führte zur Einrichtung von Ukrainisch-Kursen und zur Beibehaltung der Stundenanzahl für Russisch, was insgesamt positiv bewertet wurde.

Die Zusammenarbeit mit den Osteuropa-Studien wurde verstärkt, was zu einem Anstieg der Studierendenzahlen führte, wobei die Herausforderung bleibt, die spezifischen Interessen der Slavistik-Studierenden zu wahren.

Das Studienprogramm MA Minor in Digital Humanities des Walter Benjamin Kollegs wurde zum ersten Mal seit dessen Einführung im HS 2021 evaluiert. Beurteilt wurden die Qualität der Lehre, die gesellschaftliche Relevanz und die Entwicklungsfähigkeit. Der Abschlussbericht wurde von der Fakultät am 30. September 2024 genehmigt.

Mit dieser Evaluation legt der Studiengang den Grundstein zur Neukonzeption des Studienprogramms MA Major in Digital Humanities. Im Rahmen der Entwicklung des neuen DH MA Major werden für den DH MA Minor Anpassungen vorgenommen. Gleichzeitig wird das Angebot an Lehrveranstaltungen signifikant erweitert.

a. Massnahmen, die bereits getroffen wurden bzw. vorgesehen sind

1. Engere Verzahnung mit Projekten und Professuren der Philosophisch-historischen Fakultät, insbesondere durch Neuberufungen mit “digitalem Fokus”.

2. Ausbau des Lehrangebots durch den Einbezug weiterer Fächer und damit Erweiterung der Perspektiven.

3. Verschiebung der Einführungsveranstaltung ins Herbstsemester ab HS 2026: Diese Änderung erleichtert die Planung für Studierende und Lehrende, da die Einführungsveranstaltung in einer kohärenteren zeitlichen Struktur angeboten wird.

4. Ausbau der Informationen auf der Website.

5. Erweiterung des Programms mit einem MA Major. Dadurch wird das Studienprogramm weiter professionalisiert.

b. Massnahmen, die eine Studienplanänderung bedeuten

Die turnusmässige Evaluation des MA Minor bietet die empirische Grundlage für die Erweiterung durch den MA Major, der im Moment geschaffen wird. Der neue Studienplan wird Ende 2024 oder Anfang 2025 erwartet, dessen Inkrafttreten spätestens per HS 2026. Folgende Massnahmen werden als Reaktion auf diese Evaluation umgesetzt:

1. Ringvorlesung: Umstellung auf Pass/Fail-Bewertung: Die Umstellung von einer benoteten Leistung auf einen Pass/Fail-Bewertung soll den Fokus stärker auf das Verständnis und die Reflexion der Inhalte legen, statt auf die Erbringung einer benoteten Leistung.

2. Neubepunktung des Abschlussprojekts mit 7 statt 8 ECTS, um dem tatsächlichen Workload besser zu entsprechen. Diese Anpassung sorgt für eine realistischere Einschätzung des Arbeitsaufwands und fördert eine effektivere Planung der Projektarbeit.

3. Neubepunktung der Vertiefungsseminare mit 6 statt 5 ECTS, um den Arbeitsaufwand adäquat zu entsprechen. Diese Änderung spiegelt die Arbeitsbelastung und Komplexität der Seminare wider. Gleichzeitig werden Leitlinien verfasst, um den Umfang der Leistungsnachweise und damit der Arbeitsaufwand der Studierenden besser vergleichbar zu machen.

Der MA Minor DH soll auch in Zukunft das Profil der Masterstudierenden abrunden: Durch die Aneignung breiten Wissens an digitalen Methoden und Fertigkeiten können neue Ansätze und Anwendungen im Forschungsdiskurs des Hauptfaches entdeckt und entwickelt werden. Klar angestrebt wird der Ausbau des Lehrangebots und dessen Vernetzung innerhalb der Fakultät, dadurch entsteht die Möglichkeit, thematische und methodische Vertiefungen zu belegen und damit eine zusätzliche Spezialisierung und Fokussierung interdisziplinär wie fachinhärent zu erarbeiten. Die Studierenden können dadurch eine Vermittlungsposition einnehmen und Übersetzungsleistungen innerhalb und zu ihrem ‘Stammfach’ (Fach, in dem der MA Major belegt wird) und dessen digitale Bedürfnisse anbieten.

Die drei interdisziplinären Masterprogramme Lateinamerikastudien (LAS, Mono, Major und Minor) wurden 2020 und 2021 evaluiert. Der Abschlussbericht wurde vom Fakultätskollegium am 15. März 2021 genehmigt. Das vorliegende Follow-up diskutiert Umsetzungsstand und Wirksamkeit der 2021 beschlossenen oder geplanten Massnahmen. Dieser Follow-up-Bericht wurde von der Fakultät am 16. September 2024 genehmigt.

Zahlreiche Massnahmen aus dem Evaluationsbericht wurden seitdem erfolgreich umgesetzt.

Die Möglichkeit einer informellen Co-Betreung der Masterarbeit wurde eingeführt in Zusammenarbeit mit denInstituten für Sozialanthropologie, Musikwissenschaft und Spanische Sprache und Literaturen sowie dem Historischen Institut. Drei Masterarbeiten haben bereits von dieser Möglichkeit profitiert. Das Co-Betreuungsmodell ist für Institute, die sich nicht auf Lateinamerika konzentrieren, sondern eine globale Perspektive haben, auch äusserst attraktiv und positiv, weil es ihnen ermöglicht, sich durch die Forschung der Studierenden bestimmten Regionen zu nähern. Die Verantwortlichen der vier kooperierenden Institute treffen sich einmal im Semester, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und Fragen zum Masterstudium zu besprechen.

Mehrere Massnahmen führten zur Verbesserung der Homepage, wie z.B. die grössere Sichtbarkeit der Studienberatung und der Liste von Fachverantwortlichen, die Angabe von FAQ für administrative Prozesse, Hinweiseauf Sprachkurse der Universität Bern und die Zeugnisse von ehemaligen Studierende über ihre Erfahrungen “nach dem Master”.

Der Studentenaustausch mit anderen Universitäten wurde in Übereinstimmung mit den Richtlinien zu Mobilität und Austausch https://www.unibe.ch/studium/mobilitaet/outgoing/ueberblick/index_ger.html durchgeführt. Im Rahmen des BeNeFri-Abkommens bietet das LAS bestimmte Kurse an, die an der Universität Bern nicht unterrichtet werden.

Der Austausch mit lateinamerikanischen Botschaften und die Durchführung von Kurse in Kooperation zwischen den am Master LAS beteiligten Instituten wurden internsiviert. Seit September 2021 hat das Institut für Spanische Sprache und Literaturen im Bereich Literatur drei Veranstaltungen gemeinsam mit lateinamerikanischen Botschaften organisiert.

Die Institute für Musikwissenschaft und Spanische Sprache und Literaturen bieten die Möglichkeit, an Veranstaltungen teilzunehmen, die mit den Interessen der jeweiligen Institute zusammenhängen. Durch die Teilnahme an Workshops oder Kongressen können ECTS erworben werden. Alle Veranstaltungen sind auch für LAS- Studierende offen.

Die Durchführung eines speziellen Einführungskurses in Lateinamerikastudien ist angesichts der Anzahl der Studierenden nicht möglich. Es wurde jedoch die Möglichkeit eines regelmässigen halbjährlichen bzw. jährlichen Treffens mit den neuen Studierenden und den Dozierenden der einzelnen Institute erwogen. Die Institute für Sozialanthropologie, Musikwissenschaft und Spanische Sprache und Literaturen bieten fachspezifische Einführungsveranstaltungen an, die für LAS-Masterstudierenden offen sind.

Im Jahr 2016 wurden die Studienprogramme des Instituts für Italienische Sprache und Literatur evaluiert und am 20. Februar 2017 wurde der Evaluationsbericht vom Fakultätskollegium genehmigt. Die vorliegende Zwischenevaluation, welche am 27. Mai 2024 von der Fakultät gutgeheissen wurde, bezieht sich auf den Evaluationsbericht vom 10. Dezember 2016.

Zur Durchführung wurde im Frühling eine Arbeitsgruppe Zwischenevaluation eingesetzt, der auch eine Person angehörte, die bereits am Evaluationsprozess 2015 und 2016 beteiligt gewesen war. Die Studierenden wurden im Rahmen von Fokusgesprächen befragt, wobei alle Kombinationen (BA, MA, Major und Minor) vertreten waren.

Zahlreiche Massnahmen aus dem Evaluationsbericht von 2016 wurden erfolgreich umgesetzt. Die wichtigsten Massnahmen und Ziele umfassten eine differenziertere Formulierung von Lernzielen, eine Reduktion der Prüfungen durch modulartige und dafür umfangreichere Leistungsnachweise, eine bessere Abgrenzung zwischen Bachelor- und Masterstufe und eine gezielte Förderung überfachlicher Kompetenzen sowie des Selbststudiums. Zusätzlich sollten mehr Werbemassnahmen potenziell interessierte Studierende auf das Berner Institut aufmerksam machen und letztlich der Anhebung der Studierendenanzahl dienen.

Im Fokusgespräch wurden die obigen Punkte diskutiert. Die Rückmeldungen auf die umgesetzten Massnahmen wurden daraufhin von der Arbeitsgruppe ausgewertet, welche eine positive Bilanz zog. In einigen Bereichen wurden weitere Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert. Darunter fällt der Wunsch der Studierenden nach einem detaillierteren und systematischeren Feedback auf schriftliche Arbeiten. Ebenfalls wurde die pass/fail-Bewertung für Leistungen kritisiert, da sie den erbrachten Aufwand nicht abbilde und dadurch die Lernmotivation senke. Ausserdem bestehe dadurch, dass diese Art der Bewertung in der Sprachwissenschaft vorherrschend sei, eine Asymmetrie zwischen den Abteilungen in Bezug auf die benoteten Leistungen. Die Dozierenden haben sich daher entschieden, per Herbstsemester 2024 zu einem notenbasierten Bewertungssystem zurückzukehren, wozu ein geänderter Studienplananhang am 6. Mai 2024 von der Fakultät genehmigt wurde. Die Modulprüfungen werden beibehalten, doch soll der Zusammenhang zwischen den Modulkomponenten stärker thematisiert und die Entwicklung transversaler Fähigkeiten (überfachlicher Kompetenzen) gezielter angesprochen und gepriesen werden. In Bezug auf aktive Werbemassnahmen, welche vom Institut zahlreich eingeführt wurden, lässt sich folgende Beobachtung festhalten: Die Anzahl Hauptfachstudierenden ist stabil geblieben, die Zahl der Nebenfachstudierenden aber weiter angestiegen. Bereits 2016 gab es mehr Studierende im Nebenfach als im Hauptfach. Dieser Umstand soll bei künftigen Werbemassnahmen berücksichtigt werden.

Das Institut für französische Sprache und Literatur hat 2021 seine fünf angebotenen Studienprogramme evaluiert. 2024 fand eine Überprüfung des Umsetzungsstandes und der Wirksamkeit der 2021 beschlossenen Massnahmen zur Weiterentwicklung und fortlaufenden Verbesserung der – von den befragten Studierenden grundsätzlich gut bewerteten – Lehre statt. Die Evaluationskommission von 2021 diskutierte in fast unveränderter Besetzung den im folgenden zusammengefassten Bericht (Rapport complémentaire sur la mise en oeuvre des mesures préconisées lors de l’évaluation du plan d’études de langue et littérature françaises (2021)). Der „Rapport complémentaire“ wurde am 27.05.2024 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Der Bericht zur Studienprogrammevaluation von 2021 empfahl mehrere Massnahmen zur frühzeitigen Anhebung des Fremdsprachenniveaus Französisch auf BA-Stufe. Hierfür wurde das Linguistiktutorat durch ein Sprachtutorat zu ersetzen, um die mündliche und schriftliche Sprachkompetenz der Studierenden auf akademischem Niveau zu stärken. Eine Broschüre mit Hinweisen auf nützliche Materialien wurde entwickelt und ist online verfügbar. Zusätzlich werden Studierende ermutigt, den obligatorischen Sprachaufenthalt im dritten oder vierten Bachelorsemester zu absolvieren, um auf diese Weise ebenfalls frühzeitig das Sprachniveau anzuheben. Daneben wird die Möglichkeit, Kurse im nahen Welschland zu besuchen (BeNeFri), stärker beworben und jedes Semester ein Newsletter verschickt, um auf studienrelevante Aktivitäten am und ausserhalb des Instituts hinzuweisen.

Die Evaluation hatte zudem ergeben, dass das erste Bachelorjahr, die propädeutische Phase, womöglich überladen sei. Um den Arbeitsaufwand besser auf die sechs Semester zu verteilen, wurde der Lateineinführungskurs auf ein Semester verkürzt und die Bibliographie zur Einführung in die französische Literatur 1 kommt ab dem HS 2024 in verschlankter Form daher.

Die Studienprogrammevaluation 2021 förderte den Wunsch der Studierenden nach einem stärker auf die Unterrichtspraxis ausgerichteten Lehrangebot zutage. Deshalb werden Kurse zur Vermittlung von Französisch als Fremdsprache oder auch zu französischem Literatur- und Sprachunterricht nun häufiger angeboten.

Die Studierendenbefragung hatte ausserdem ergeben, dass die Studierenden nicht immer eine zufriedenstellende Rückmeldung auf (mündliche oder schriftliche) Leistungskontrollen erhalten. Aus diesem Grund hat sich das Französischinstitut entschieden, jeweils eine Feedback-Stunde nach erfolgter Prüfung einzurichten, um es den Studierenden zu ermöglichen, bei Bedarf eine detailliertere Rückmeldung zur erbrachten Leistung einzuholen. Ausserdem würde bei schriftlichen Arbeiten (Seminar-, BA- und MA-Arbeiten) darauf geachtet, systematischer und mehrmals im Prozess Rückmeldung zu geben.

Ein letzter Bereich, womit sich die Studienprogrammevaluation und nun das Follow-Up beschäftigen, ist die Zusammenarbeit mit den kantonalen Gymnasien. Das Französischinstitut hatte einen Studierendenrückgang bei den Hauptfachstudierenden zu verzeichnen. Unterschiedliche Sprach- und Wissenskenntnisse sowie die grosse Anzahl an Nebenfachstudierenden stellt das Institutspersonal, das jährlich Maturitätsprüfungsbeisitz übernimmt, zuweilen vor pädagogische Herausforderungen. Das Institut hat daher einen Begegnungstag mit kantonalen Gymnasiallehrkräften organisiert und bemüht sich weiterhin um einen guten Austausch mit den Mittelschulen – nicht zuletzt auch, um sichtbar und attraktiv zu bleiben für potenziell angehende Studierende.

Die Verkürzung des Lateinkurses, die Möglichkeit, obligatorische Leistungsnachweise zweimal zu wiederholen, sowie die Überarbeitung des Studienplananhangs machten eine Studienplanrevision nötig. Der überarbeitete Studienplan trat am 1. August 2022 in Kraft.

Der Follow-up-Bericht der Osteuropastudien (OES) vom April 2024 bezieht sich auf den im Dezember 2020 von der Fakultät genehmigten Abschlussbericht der vorangegangenen Studienprogrammevaluation. Um Umsetzungsstand und Wirksamkeit der 2020 vorgesehenen Massnahmen zu überprüfen, hat fast genau dieselbe Evaluationskommission wie 2020 erneut zusammengearbeitet.

Planmässig wurde der Joint Degree der Universitäten Bern und Fribourg zum HS 2022 erfolgreich eingeführt, wodurch die Studienbedingungen für die OES an beiden Partneruniversitäten nun angeglichen sind. OES wird also nun als gemeinsames Studienprogramm der beiden Partneruniversitäten angeboten und auch an beiden Universitäten studiert. Beide Universitäten haben ein gemeinsames Reglement und denselben Studienplan OES. Seit der Einführung des Joint Degree wird das OES Bachelor Minor Programm (30 ECTS) in Bern nicht mehr angeboten. Von den fünf 2020 untersuchten Studienprogrammen sind nun noch vier Programme vorhanden.

Die meisten geplanten Massnahmen konnten erfolgreich umgesetzt werden oder befinden sich in der konzeptuellen Phase. Einige der gelungenen Umsetzungen stehen im Zusammenhang mit erfolgreichen Wiederbesetzungen von zuvor vakanten Stellen. Eine Ausnahme bildet der Wunsch bzw. das Bedürfnis nach einem regelmässigen Lehrangebot zu Südosteuropa. Hier fehlen und fehlten bislang die Mittel. Die OES Bern-Fribourg bemühen sich weiterhin darum, diese nationale Lücke zu schliessen. Auch suchen die OES am Berner Standort noch nach Lösungen für eine räumliche Anlaufstelle für die Studienberatung und genügend Mittel für die Schaffung einer Koordinationsstelle.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat Bewegung und Stillstand in den Lehr- und Forschungsbetrieb OES gebracht. Die Studierendenmobilität wurde stark eingeschränkt, da Studien- und Forschungsaufenthalte in den betroffenen Gebieten derzeit nicht möglich sind. Die OES sind bemüht, hier Alternativen zu finden. Gleichzeitig hat der Konflikt zu neuen Kooperationen und grösser (inter)nationaler Visibilität geführt, da die Expertise der OES-Mitarbeitenden insbesondere zu Beginn medial sehr gefragt war und dadurch eine grössere Öffentlichkeit erreicht wurde.

Der Follow-up-Bericht OES wurde am 06.05.2024 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Der hier zusammengefasste Bericht beinhaltet eine Selbstevaluation des Bachelorprogramms Sozialanthropologie sowie der drei Masterprogramme, einem konsekutiven (MASA) und zwei nicht-konsekutiven (ATS; CREOLE) MA-Studienprogrammen. Er beruht auf der Auswertung einer eigens entwickelten schriftlichen Umfrage unter Bachelor- und Masterstudierenden, einem Online-Gruppengespräch mit Absolvent:innen, sowie auf statistischen Auswertungen von Studierenden-, Absolventen- und Mitarbeitendenzahlen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass alle fünf in der Strategie 2030 angeführten Schwerpunktthemen der Universität Bern – 1.) Nachhaltigkeit 2.) Gesundheit und Medizin 3.) Materie und Universum 4.) interkulturelles Wissen 5.) Politik und Verwaltung – Kernthemen der Sozialanthropologie in Forschung und Lehre sind. Die angebotenen Studienprogramme sind gegenwartsbezogen, international ausgerichtet und zukunftsorientiert, was von unseren Studierenden sehr geschätzt wird.  

In den vergangenen Jahren hat sich das Institut für Sozialanthropologie vermehrt der Sichtbarkeit des Faches und seiner Themen in der Öffentlichkeit gewidmet. Digitalisierung und Medientechnologien sind gut in den Studienprogrammen verankert. Das Institut arbeitet transdisziplinär und unterhält vielfältige Lehr-Kooperationen, sowohl mit anderen Fächern als auch mit anderen Zentren wie z.B., IZFG, CDE und anderen Hochschulen wie der HKB. Es besteht zudem ein reger Lehrendenaustausch mit den sieben internationalen Partnern innerhalb des Masterprogramm CREOLE. In Zukunft soll dieser durch die Beteiligung an neuen (hybriden und virtuellen) Lehrformaten im Rahmen von ENLIGHT noch ausgebaut werden.

Wichtiger als Massnahmen zur Verbesserung der internationalen Sichtbarkeit der Master-Studienprogramme erscheint daher der Informationsaustausch mit unseren Bachelorstudierenden. Informationen z.B. über den CREOLE Masterstudiengang werden zukünftig bereits frühzeitig im Bachelorstudium zirkulieren. Als Massnahmen zur gesteigerten Sichtbarkeit und Nutzung bereits vorhandener Angebote (z.B. durch die Graduiertenschulen; Studium Generale) werden diese neu in das institutsinterne Vorlesungsverzeichnis mit aufgenommen. Neu hat das Institut nun auch einen X (vormals Twitter) Account und ist auf Instagram vertreten.

Ein Problem, wofür bislang keine Lösungsvorschläge gefunden wurden, stellen die anhaltend hohen Betreuungsverhältnisse dar.

Geplant sind Diskussionen zur Umsetzung der Department-Struktur in der Lehre.

Das Fakultätskollegium hat den Abschlussbericht dieser Studienprogrammevaluation am 06.05.2024 genehmigt.

Das Masterprogramm Soziolinguistik wurde 2018 evaluiert und 2020 wurde der Evaluationsbericht vom Fakultätskollegium genehmigt. Die Zwischenevaluation (Follow-up) vom Winter 2023/2024 bezieht sich auf den Evaluationsbericht vom 21. September 2020. Letzterer hielt Entwicklungspotential in fünf Bereichen und daraus resultierende Handlungsempfehlungen fest. Diese Handlungsempfehlungen werden in der Zwischenevaluation einzeln besprochen. An der Zwischenevaluation beteiligt, war die gleichnamige Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Direktor des Centers for the Study of Language and Society (CSLS) und den beiden Studienleitungen, sowie zehn an einem Fokusgespräch im Oktober 2023 befragte Masterstudierende, die alle den neuen Studienplan von 2021 durchlaufen. Der Bericht der Zwischenevaluation wurde am 19. Februar 2024 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Der erste Handlungsbereich betrifft die Struktur des Studienprogramms. In diesem Zusammenhang wurde nach erfolgter Evaluation im Zuge der fristgerecht abgeschlossenen Studienplanrevision von 2021 ein modularer Studienaufbau mit einführenden Theorie- und Methoden-fokussierten Pflichtveranstaltungen umgesetzt. Diese einführenden Veranstaltungen werden von den befragten Studierenden geschätzt. Beim zweiten Handlungsbereich der Feedbackkultur wurden bislang keine Massnahmen ergriffen, jedoch ergab das Fokusgespräch keinen dringenden Handlungsbedarf, sondern Zufriedenheit mit den bestehenden Rückmeldungen, die gründlich und detailliert seien. Der dritte Bereich betrifft die Integration und Vernetzung des CSLS innerhalb der Universität Bern, insbesondere eine engere Verknüpfung mit der Sozialanthropologie und den Medien- und Kommunikationswissenschaften. Die engere Verknüpfung konnte geschaffen werden, die Geschäftsordnung des CSLS wurde 2021 angepasst, wie in den Massnahmen des Abschlussberichts der Studienprogrammevaluation vorgeschlagen. Die Anpassung öffnet den nicht konsekutiven Masterstudiengang Soziolinguistik für BA-Absolvent*innen aus den Fächern Soziologie, Psychologie sowie Kommunikations- und Medienwissenschaften. Der vierte Bereich behandelt die ausseruniversitäre Zusammenarbeit. Im Evaluationsbericht wurde das durch die neue Professur Soziolinguistik erwachsene Potential für Kollaborationen erkannt und die Prüfung von Verknüpfungsmöglichkeiten vorgeschlagen. Das CSLS war in der Folgezeit in diesem Bereich aktiv, hat Studierende und Forschende zusammengebracht, arbeitet mit der ZHAW (Angewandte Linguistik) zusammen, ist Mitglied des CLARIN Netzwerks (Common Language Resources and Technology Infrastructure), nimmt die Möglichkeiten der europäischen Hochschulallianz ENLIGHT war und steht dank BeNeFri in einem regen Austausch mit den Universitäten Neuenburg und Fribourg. Der letzte Bereich betrifft die Relevanz und Sichtbarkeit des CSLS, welche gemäss Abschlussbericht von 2020 durch die Organisation öffentlicher Veranstaltungen und Teilnahme an der Diversity Initiative der Gleichstellungskommission erhöht werden solle. Das CSLS hat deshalb seit 2021 jedes Herbstsemester ein Public Outreach Project durchgeführt: 2021 Frauenstimmensowie Sprache und Schaden; 2022 Languages and Live sind Deaf Communites; 2023 Linguistic Diversity in Switzerland. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde von den Studierenden positiv wahrgenommen, veranschaulichte ihnen die gesellschaftliche Relevanz des Studienprogramms, sie besuchten die öffentlichen Veranstaltungen und schätzten die entstehenden Netzwerke.

Der Bericht zur Zwischenevaluation zieht eine erfreuliche Bilanz der vergangenen drei Jahre. Das CSLS habe im Rahmen seiner Möglichkeiten alle Massnahmen zeitnah umgesetzt und sich über die vergangenen drei Jahre erfolgreich innerhalb und ausserhalb der Universität Bern positionieren und vernetzen können. Die positiven Rückmeldungen der befragten Studierenden bestätigen die gelungene Etablierung der Soziolinguistik in Lehre, Forschung und Gesellschaft.

Im Herbst 2023 wurden im Rahmen eines Follow-up-Verfahrens Umsetzungsstand und Wirksamkeit der im Abschlussbericht der Evaluation der Masterstudienprogramme Editionsphilologie vom Mai 2019 empfohlenen Massnahmen erneut diskutiert. Am Austausch waren die in ihren Positionen noch aktiven Mitglieder der Evaluationskommission von 2019 beteiligt inklusive externer Begutachtung durch Prof Dr. Wolfgang Lukas (Wuppertal), ausserdem Prof. Dr. Tobias Hodel von den Digital Humanities sowie VertreterInnen des Walter Benjamin Kollegs. Der im folgenden besprochene Bericht wurde am 13. November 2023 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Zunächst wird der aktuelle Stand der Studienprogramme reflektiert, insbesondere die Entwicklung der Studierendenzahlen während der Pandemie, Ausstattung und Ausrichtung der Editionsphilologie, Einbettung und Alleinstellungsmerkmale in der deutschsprachigen Hochschullandschaft und die Kooperationsmöglichkeit innerhalb der Fakultät. Herauszustreichen sind hier von Seiten der Programmleitenden Wunsch und Notwendigkeit einer künftig engeren Verknüpfung mit den Digital Humanities im Sinne einer stärkeren Ausrichtung auf digitale Editorik. In diesem Bereich seien erfreuliche Entwicklungen absehbar. Bereits 2019 wurde auf die auch 2023 fortbestehende Problematik der Planungsunsicherheit beim Studienangebot durch zuliefernde Institute hingewiesen. Ebenfalls könnten gewisse Studienangebote nur über Drittmittelangestellte ohne Lehraufgaben gedeckt werden, was langfristig nicht gewährleistet werden könne. Die Editionsphilologie habe mit nur einem Lehrauftrag zudem nicht die Möglichkeit, sowohl einen Einführungskurs in die XML-Textcodierung nach TEI-Richtlinie als auch einen Archivkurs des Schweizerischen Literaturarchivs anzubieten. Beide Studienangebote werden als grundlegend für die spätere Berufspraxis betrachtet und hier sei keine Lösung in Sicht.

Der nächste Abschnitt des Berichts reflektiert bereits erfolgte Massnahmen. So wurde die Änderung des Studienreglements zügig umgesetzt. Sie beinhaltet u.a. eine obligatorische Fachstudienberatung und eine verbindlichere Kooperation mit den Digital Humanities. Eine neuerliche Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut habe zusätzlich zu einer Verbesserung des Studienangebots geführt. Das bestehende Angebot sei mittlerweile weniger einseitig germanistisch geprägt, wie der Bericht belegt. Da es sich jedoch meistens um einmalige Angebote handelt, bleibt die Planungsunsicherheit in Bezug auf das Studienangebot bestehen. Nach wie vor schätzen die Studierenden den Praxisbezug und profitieren mitunter nach Studienabschluss von Anschlussanstellungen an interne und externe Praktikumsangebote, wie die Fachstudienberatung weiss. Künftig möchten die Programmverantwortlichen die digitale und transdisziplinäre Ausrichtung der Editionsphilologie stärken, sowie Bachelorstudierende durch neue Informationsmaterialien mit den editionsphilologischen Masterstudienprogrammen rechtszeitig bekannt machen.

Im November 2020 genehmigte das Fakultätskollegium den Abschlussbericht der Studienprogrammevaluation Theaterwissenschaft, welche anlässlich einer anstehenden Studienplanrevision und zusätzlich einer Neubesetzung am Institut durchgeführt worden war. Der hier zusammengefasste Follow-up-Bericht bezieht sich auf die eben genannte Evaluation. Im Anschluss an die Evaluation wurden die BA- und MA-Studienprogramme am Institut für Theaterwissenschaft vollständig neu konzipiert. Die BA-Programme sind seit dem HS2022 in Kraft, die MA-Programme treten im HS2023 in Kraft. Das Follow-up untersuchte, ob und auf welche Weise die im Evaluationsbericht vorgeschlagenen Massnahmen bei der Studienplanrevision umgesetzt worden waren.

Im Evaluationsbericht wurde empfohlen, «Gegenwartstheater» als Lehr- und Forschungsschwerpunkt aufgrund der erfolgten Neubesetzung mit ebendieser Spezialisierung aufzunehmen. Dies wurde umgesetzt. Die SPE ergab zweitens, dass das Verhältnis von Vorlesungen zu Seminaren zugunsten der Seminare verschoben werden sollte, was sowohl in die überarbeiteten BA- als auch in die überarbeiteten MA-Programme einfloss. Bei Letzteren wurde durch neuen Formate, wie z. B. Forschungsseminare bzw. Schreibseminare, die Vorbereitung auf das Verfassen der MA-Arbeit unterstützt sowie durch den obligatorischen Besuch des Forschungskolloquiums eine verbesserte Begleitung beim Abschluss der MA-Arbeit umgesetzt. Die Evaluationskommission empfahl drittens, den Praxisanteil neu zu gewichten, wie in den angepassten MA-Programmen umgesetzt. Viertens wurde empfohlen, kleinere schriftliche Arbeiten zu kreditieren, was in den Programmen neu mit 2 ECTS und Benotung geschieht. Die propädeutische Phase der BA-Programme bedürfe grösserer Überarbeitung, ergab die Studienprogrammevaluation 2020 fünftens, worauf das Propädeutikum vollständig neu konzipiert wurde, worüber der Follow-up-Bericht Rechenschaft ablegt. Die Ausarbeitung eines zusätzlichen spezialisierten Master-Studienprogramms wurde sechstens eingehend geprüft, eine weitere Ausdifferenzierung aber zugunsten der Beibehaltung der Schwerpunktsetzungen Theater bzw. Tanz und einer Flexibilisierung der MA-Programme durch u.a. mehr Wahlmöglichkeiten im MA-Minor verworfen.

Alle von der Studienprogrammevaluationskommission definierten Massnahmen, die eine Studienplananpassung bedeuteten, wurden bei der Neukonzeption der BA- und MA-Studienprogramme vollumfänglich umgesetzt. Inwiefern die umgesetzten Massnahmen zu Verbesserungen geführt haben, wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Das Fakultätskollegium hat den Follow-up-Bericht am 18. September 2023 genehmigt.

Das Historische Institut der Universität Bern bietet acht Studienprogramme an, welche alle historischen Epochen umfassen. Das Institut tritt auf universitärer Ebene als bedeutender Träger von interdisziplinären, fach- und fakultätsübergreifenden Studienprogrammen hervor, bei denen Lehrende des Historischen Instituts federführend sind. Die zentrale Rolle der Geschichte als transversales Vernetzungsfach zeigt sich zudem im hohen Engagement der Institutsangehörigen bei der Vermittlung von historischem Wissen an ausseruniversitäre Bevölkerungsgruppen.

Der vorliegende Evaluationsbericht berücksichtigt alle acht angebotenen Studienprogramme und kann sich auf vorangegangene Evaluationsarbeiten stützen: 2017 wurde der Abschlussbericht eines Evaluationsberichts von der Phil.-hist. Fakultät genehmigt, der Ergebnisse der Evaluationsprozesse und Lehrqualitätsdiskussionen von 2012 bis 2017 enthält. Dabei wurden unter anderen die Aspekte Kommunikation, Studienadministration und Beratung, Studierendenzahlen, Motivation und Erwartung der Studierenden sowie die Verfügbarkeit der Infrastruktur in den Blick genommen. Umsetzungsstand und Erfolg der daraus gefolgten Massnahmen wurden in einem Follow-Up 2022 überprüft, welches zusätzlich Fragen der Lehre und Studierendenbetreuung vor und während der Coronapandemie 2020/2021 thematisierte. Die Studienprogrammevaluation von 2023 knüpft an diese Prozesse an. Ein weiterer wichtiger Anlass des vorliegenden Berichts ist, dass das Institut vor grösseren strukturellen Umbrüchen steht, zumal die Professuren in den Abteilungen Alte, Mittelalterliche und Neuere Geschichte aufgrund anstehender Emeritierungen neu besetzt werden müssen. Die Stellung der Vormoderne in der Lehre ist daher neben der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit der Studierenden und der Rolle und Zusammensetzung des Propädeutikums ein zentrales Themenfeld dieser Evaluation. Das Fakultätskollegium hat den hier diskutierten Abschlussbericht am 18. September 2023 genehmigt.

Die Evaluation der Studienprogramme des Historischen Instituts ergab eine sehr hohe Zufriedenheit der befragten Studierenden mit dem Lehrangebot. Die Absolvent*innen sind bei Abschluss gut für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit bzw. die Weiterführung ihrer akademischen Ausbildung gerüstet. Absolvent*innen geisteswissenschaftlicher Studien haben grundsätzlich auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Chancen, wie der Vergleich mit anderen Fächern zeigt. Statistische Auswertungen zeigen, dass Absolvent*innen des Historischen Instituts Bern im Vergleich mit dem Durchschnitt der Schweizer Universitäten sogar eine leicht überdurchschnittliche Beschäftigungsquote und ein überdurchschnittliches Lohnniveau aufweisen. Verbesserungspotenzial besteht im Bereich der (fach-)theoretischen und -methodischen Kenntnisse, der Schreib- und schriftlichen Argumentationsfähigkeit insbesondere zu Beginn des Studiums sowie bei der breiten Verankerung historischen Wissens in allen Epochen der Geschichte. Vertieftes, epochenspezifisches und -übergreifendes Wissen, wie es am Historischen Institut vermittelt wird, ist unabdingbar für ein grundlegendes Verständnis gewachsener Gegenwartsverhältnisse, den kritischen, informierten Umgang mit «Fake News», politisch motiviertem Geschichtsmissbrauch und den Entwicklungen und Auswirkungen «künstlicher Intelligenz» (KI, v.a. Chatbots) und bietet die Grundlage für die berufliche Tätigkeit von Absolvent*innen, die fähig sind, Gelerntes in neuen Kontexten zu nutzen (Transferwissen). Zudem vermittelt die Mittelschule im Bereich der Vormoderne die Inhalte ungenügend.

Trotz verschiedener kleiner Anpassungen am Studienplan, die zu markanten Verbesserungen führten, liegt die Studiendauer am Historischen Institut der Universität Bern noch immer über dem schweizerischen Durchschnitt. Die grösste Herausforderung besteht jedoch im Rückgang der Studierendenzahlen. Das Historische Institut hat seine Anstrengungen in diesem Bereich bereits verstärkt und schenkt diesem Punkt auch in Zukunft hohe Aufmerksamkeit. Transparente, leicht zugängliche Informationen über die Webseite und Social Media und die Erhöhung der Präsenz an den Gymnasien sollen Maturand*innen verstärkt über die Inhalte des Studiums informieren und auf die durchaus guten Berufsaussichten aufmerksam machen. Die Evaluationskommission schlägt zudem eine Reihe von Massnahmen vor, mit denen die Schreibkompetenzen früh und systematisch gefördert, das theoretische Grundlagenwissen vertieft, die Kenntnisse der vormodernen Epochen verstärkt und die Studienzeit gestrafft werden können. Ein Teil dieser Massnahmen kann sofort umgesetzt werden bzw. wird bereits umgesetzt (Sichtbarkeit, Schreibkompetenzen). Andere Massnahmen greifen in den bestehenden Studienplan ein. Die Kommission stellte deshalb den Antrag an das Direktorium des Historischen Instituts auf Einsetzung einer Studienplanrevisionskommission. Diese soll baldmöglichst ihre Arbeit aufnehmen.

Evaluiert wurden die drei interdisziplinären Masterprogramme ‚World Literature‘ (Minor, Major, Mono). Der Studienplan stammt von 2009, die ‚World Literature‘ sind Teil des Center for Global Studies (CGS) am Walter Benjamin Kolleg. Ziel des Studienprogramms war es, ein Lehrangebot zu konzipieren, welches der zunehmenden Globalisierung der Literatur Rechnung trägt, um damit die Fokussierung auf National-Literaturen, die die Literaturwissenschaft immer noch stark prägt, zu transzendieren und zu ergänzen. Darüber hinaus sollte die Leistungsvereinbarung, die mit den angeschlossenen Disziplinen getroffen wurde, dazu dienen, ‚kleinere‘ Institute der Fakultät – wie etwa das Institut für französische Sprache und Literatur oder das Institut für italienische Sprache und Literatur – in einen grösseren Zusammenhang zu stellen und ihr Lehrangebot zu erweitern. Der Abschlussbericht verdeutlicht die Erfolge der bisherigen Studienprogramme, benennt aber auch klar einige der Schwächen, die zum einen in ‚Geburtsfehlern‘, z.T. aber auch in der mangelnden disziplinären Abstützung, und suboptimalen logistischen Zusammenhängen, insbesondere bei KSL.

Die Evaluationskommission nahm die Arbeit im September 2020 auf. Der Evaluationsprozess wurde durch die Corona-Pandemie und andere Gegebenheiten hinausgezögert. Eine externe Perspektive wird durch ein Gutachten von Prof. David Damrosch (Harvard) eingebracht. Ansonsten beruht der Bericht wesentlich auf der Umfrage unter den Absolventinnen und Absolventen durch das Bundesamt für Statistik (2019) sowie einem direkten Gespräch mit den Studierenden (Mini-Retraiten im Dezember 2019 und November 2020). Zusätzlich wurden die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluationen, der Studienplan und veröffentlichte statistische Daten sowie statistische Auswertungen des Stabs der Universitätsleitung beigezogen. Das Fakultätskollegium hat den Bericht am 18. September 2023 genehmigt.

Die Evaluationskommission kommt zum Schluss, dass eine Überführung des existierenden Studienprogramms in ein neu zu entwickelndes Studienprogramm ‚Komparatistik in Globaler Perspektive‘ aus ihrer Sicht eine gewinnbringende und wichtige Weiterentwicklung der Masterprogramme ‚World Literature‘ wäre. Eine Arbeitsgruppe klärt derzeit ab, ob dies umgesetzt werden kann. Sollte eine solche Überführung nicht realisiert werden, sei eine Überarbeitung des bisherigen Studienprogramms unerlässlich, um dieses in Hinblick auf Altlasten und neue Herausforderungen zu optimieren. Nichtsdestotrotz sprechen die Teilnahme zahlreicher Studierender des Master WL am renommierten ‚Institute of World Literature‘, - unter der Federführung von Prof. David Damrosch und der Harvard University -, als auch gelungene Promotionen der Studierenden in anderen Fächern für ein erfolgreiches Studienprogramm ‚World Literature‘.

Das Institut für Archäologische Wissenschaften (IAW), in welchem vier archäologische Disziplinen – die Archäologie des Mittelmeerraumes, die Archäologie der Römischen Provinzen, die Vorderasiatische Archäologie und Philologie sowie die Prähistorische Archäologie – zusammengeschlossen sind, hat vier Jahre nach der Revision des Studienplans 2019, d.h. im FS 2023, erstmals alle Studienprogramme evaluiert. Dies mit dem Ziel, allfällige Verbesserungspotentiale abzuschätzen und zukünftige Entwicklungsrichtungen auch hinsichtlich der anstehenden Neubesetzungen zu eruieren respektive das Studienangebot mit den aktuellen Forschungstendenzen abzustimmen sowie schliesslich auch an der Realität des breiten Spektrums der verschiedenen Berufsfelder auch in der Praxis auszurichten.

Der Evaluationskommission gehörten neben VertreterInnen der vier Abteilungen und der Stände drei externe Kommissionsmitglieder mit entsprechender Expertise im Bereich der Evaluation (Vizerektorat Qualität, Universität Bern) sowie mit einer Aussenperspektive aus dem universitären Umfeld (Universität Basel) und aus der Berufspraxis (Leiter einer nationalen archäologischen Fachstelle) an. In der konstituierenden Sitzung der Evaluationskommission wurde ein zweistufiges Evaluationskonzept festgelegt: In einem ersten Schritt wurde je ein Online-Fragebogen für Studierende und AbsolventInnen erstellt (Versand Febr. 2023), deren Ergebnisse in einem zweiten Schritt im Rahmen eines Fokusgruppengespräches (März 2023) mit Studierenden diskutiert und vertieft wurden. Das entsprechende Gesprächsprotokoll ist in den vorliegenden Bericht eingeflossen. Darüber hinaus wurden statistische Daten der Abteilung Datenanalyse im Stab Universitätsleitung der Universität Bern herangezogen. Der Evaluationsbericht wurde am 22. Mai 2023 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Im Zentrum der Studienprogrammevaluationen (Fragebogen für die Studierenden) standen Fragen nach der Motivation und Attraktivität des Faches und des Standortes Bern mit seinen vier archäologischen Disziplinen, die Qualität der Lehre (Aufbau der Programme, Inhalte) und der verschiedenen Lehrveranstaltungsformate und Leistungskontrollen, die Durchführbarkeit des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit sowie Fragen zur Betreuungssituation und der Kommunikation bzw. der Informationskanälezwischen Studierenden und Dozierenden. Ergänzt wurden Fragen zu Arbeitspensen. Ziel der AbsolventInnen-Befragung (Fragebogen 2) war es, die Bedeutung und Reputation des Studienstandortes Bern sowie die Relevanz des Archäologiestudiums an der Universität Bern für die spätere Berufstätigkeit zu eruieren und evaluieren. Die Umfrage wurde von etwas mehr als 61 % der immatrikulierten Studierenden und von 64 % derAbsolventInnen beantwortet; die Ergebnisse sind somit als repräsentativ zu bewerten.

Die Mehrheit der Studierenden wählte das Studium aus Interesse und im Hinblick auf eine spätere wissenschaftliche Tätigkeit in einer archäologischen Fachstelle und/oder einem Museum. Die in Bern angebotene Breite der archäologischen Disziplinen, die in eigenständigen Profilen mit unterschiedlichen Gewichtungen in allen Kombinationen studiert werden können – in der Hochschullandschaft Schweiz ein Alleinstellungsmerkmal – wird gemäss Umfrage ausserordentlich geschätzt. Die Antworten der AbsolventInnen bestätigen nicht nur die gute Aussenwirkung und Reputation des Institutes, sondern auch die hohe Relevanz der forschungs- und praxisnahen Lehre für die wissenschaftliche Berufstätigkeit auch ausserhalb des universitären Rahmens.

Die Antworten auf Fragen zur Qualität der Lehre fielen insgesamt sehr positiv aus. Die Studierenden sind grösstenteils mit dem Studienaufbau und dem Lehrangebot, in das auch neueste Forschungen einbezogen werden, sowie mit der Betreuungssituation zufrieden. Grundsätzlich sind eine hohe Motivation und ein grosser Wille zur Selbstoptimierung der Studierenden festzustellen. Gerade letzteres spielt auch in das durch die Umfrage eruierte, konkrete Verbesserungspotential mit ein, das mit entsprechenden gezielten Massnahmen auf verschiedenen Ebenen erfüllt werden soll: Die ausserordentlich schlechte Abstimmung des Studienplanes mit dem als wenig nutzungsfreundlich gewerteten Verwaltungssystem KSL der Universität Bern führen in Verbindung mit unzureichender Information und Unterstützung der Dozierenden bei der Verfassung von schriftlichen Arbeiten, die von den Studierenden mangels Zeit (Studium begleitende Erwerbstätigkeit mit einem durchschnittlichen Arbeitspensum von 39 % innerhalb und ausserhalb des Fachbereiches) und mangelnder Schreibkompetenz aufgeschoben werden, des Öfteren zu Überschreitungen der Regelstudienzeit insbesondere auf Bachelorniveau. Weitere Massnahmen betreffen die institutsinterne, v.a. den Studienplan betreffende Kommunikation an die Studierenden, die Betreuung der schriftlichen Arbeiten, vermehrte Rückmeldungen der Dozierenden zu den Prüfungsleistungen der Studierenden, die bessere Koordination der Verknüpfung der universitären Lehre mit der praktischen Ausbildung sowie mehr fremdsprachige Veranstaltungen.

Das Institut für Kunstgeschichte hat im FS/HS 2020 zwei seiner praxisbezogenen Masterprogramme evaluiert, um sich erstmals seit Begründung der beiden Programme im Jahr 2008 eingehende Kenntnis über deren Güte und eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten zu verschaffen. Beide Programme wurden unabhängig voneinander evaluiert, zwei externe Kommissionsmitglieder mit entsprechender Expertise ermöglichten den Blick von aussen auf das jeweilige Studienprogramm. In der konstituierenden Sitzung der Evaluationskommission war ein zweistufiges Evaluationskonzept festgelegt worden. Für jedes Studienprogramm sind Online-Fragebögen erstellt und ausgewertet worden. Darüber hinaus fanden zwei Retraiten im Dezember 2020 statt, auf denen Gespräche in Fokusgruppen (Studierende, Absolvent:innen, Dozierende) geführt wurden. Die Gesprächs- und Ergebnisprotokolle der Retraiten sind ebenfalls in den vorliegenden Bericht eingeflossen. Daneben wurden die jeweiligen Studienpläne sowie statistische Daten der Universität Bern und des Bundesamts für Statistik herangezogen.

Im Zentrum der Evaluation stand die Qualität der angebotenen Lehre. Aber auch die Aktualität und gesellschaftliche Relevanz der Studienprogramme sowie ihre Entwicklungsfähigkeit wurden beurteilt. Die Ergebnisse fielen insgesamt sehr positiv aus. Die Studierenden sind grösstenteils zufrieden mit dem Lehrangebot, dem Lehrprofil und den Informationskanälen des Instituts, mit der Berücksichtigung neuester Forschung und aktueller gesellschaftlicher Debatten innerhalb der Studienprogramme. Mit dem Programm DM leistet das Institut wichtige Beiträge vor allem zum universitären und fakultären Schwerpunkt «Nachhaltigkeit». Das Programm AM zeichnet sich durch eine sehr hohe inhaltliche Aktualität und Nähe zur Praxis aus.

Im Zuge der Evaluation des Studienprogramms AM wurde intensiv diskutiert, ob eine obligatorische Einführungsveranstaltung inklusive der Festlegung eines theoretischen Rahmens für das Studienprogramm das Programm noch verbessern könnte. Über diesen Punkt hat die Studiengangsleitung ausführlich beratschlagt, was zu einer neuen Sensibilisierung für die Singularität dieses Programms geführt hat. Diese, so das Ergebnis der Evaluation, besteht eben gerade nicht darin, ein theoretisch-inhaltliches Korsett anzulegen, sondern es ist im Gegenteil das grosse Pfund dieses Studienprogramms, dass jede neue Lehrperson aus der Praxis den Studierenden jeweils neue Perspektiven eröffnet. Die Zufriedenheit der Studierenden im Programm AM lässt sich jedoch erhöhen durch mehr Angebote in digitaler Kunstgeschichte sowie durch grössere Beachtung von Diversität bei den eingeladenen Dozierenden. Ein Gleichgewicht im Einbezug von lokalen, schweizerischen und internationalen Institutionen in das Lehrprogramm soll angestrebt werden. Um den Studierenden einen reibungslosen Ablauf des Studiums zu ermöglichen, ist es zudem sehr wichtig, sie besser darüber zu informieren, wie viele Kurse jeweils pro Semester stattfinden werden und diese generell besser miteinander abzustimmen, um Doppelungen oder Fehlstellen im Curriculum der Studierenden zu vermeiden. Die Evaluierung machte deutlich, wie gross die Verantwortung der Studiengangsleitung AM in vielerlei Hinsicht ist.

Die Evaluation des Studienprogramms DM ergab, dass eine Neugestaltung des Kurses «Ethik und Methoden der Denkmalpflege» vonnöten ist und dass die beiden theoretischen Vorlesungen ebenfalls neu gefasst werden müssen, da sie sich zu sehr überschneiden. Die anstehende Neubesetzung der Professur für Architekturgeschichte und Denkmalpflege im HS 2023 bietet die beste Gelegenheit, hier strategisch eine Feinjustierung des Lehrangebots anzugehen. Dabei muss aber betont werden, dass das Studienprogramm DM äusserst erfolgreich läuft und von Absolvent:innen, Studierenden und Dozierenden auch dementsprechend sehr positiv evaluiert wurde.

Der Evaluationsbericht wurde am 3. April 2023 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Das Institut für Germanistik evaluierte im Herbst 2021 und Frühjahr 2022 seine neun Studienprogramme, um eine breite Datenbasis für die bevorstehende Studienplanrevision und die 2025/26 anstehende Re­strukturierung der literaturwissenschaftlichen Abteilung zu schaffen. Im Anschluss an ein Panelgespräch mit Studierenden erarbeitete die Evaluationskommission im Herbst 2021 eine Online-Umfrage, die den immatrikulierten Studierenden der vier Studienprogramme im FS 21 vorgelegt wurde. Um externe Perspektiven miteinzubeziehen und den verschiedenen Fachrichtungen innerhalb des Instituts gerecht zu werden, fanden zudem Interviews mit vier externen Expert:innen statt. Hauptthema der Gespräche war der Übergang zwischen Studium und Arbeitswelt. Die Expert:innen repräsentierten vier Berufsrichtungen, die für die Studierenden des Instituts auch nach Ausweis der Umfrage besonders interessant sind. Daneben wurden statistische Daten der Universität Bern und des Bundesamts für Statistik herangezogen. Der Evaluationsbericht wurde am 14.11.2022 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Im Zentrum der Evaluation stand die Qualität der angebotenen Lehre. Aber auch die Aktualität und gesellschaftliche Relevanz der Studienprogramme sowie ihre Entwicklungsfähigkeit wurden beurteilt. Die Ergebnisse fielen insgesamt sehr positiv aus. Die Studierenden sind grösstenteils zufrieden mit dem Lehrangebot, dem Lehrprofil und den Informationskanälen des Instituts, mit der gegebenen Betreuungssituation, mit dem Einbezug der neuesten Forschung und aktueller gesellschaftlicher Debatten in die Lehre. Die meisten Themenvorschläge der Studierenden bestätigen die Profilbildung des Instituts. Sie zeugen von dem Wunsch, das bestehende Profil eher noch auszubauen, mit dem das Institut wichtige Beiträge zu den universitären und fakultären Schwerpunkten „Interkulturelles Wissen“, „Nachhaltigkeit“ und „Digitalisierung“ leistet.

Gleichzeitig hat die Evaluation aber auch deutlich gemacht, dass sich die Zufriedenheit der Studierenden noch erhöhen lässt: Ein Leitfaden soll Neustudierenden den Einstieg in das Studium erleichtern. Der für die schriftlichen Kompetenzen der Studierenden wichtige Kurs „Wissenschaftliche Schreiben“ soll künftig nach Möglichkeit im Co-Teaching unterrichtet werden (Sprach- und Literaturwissenschaft). Dem Wunsch der Studierenden nach mehr Lehrveranstaltungen zur Literaturgeschichte, zu Autorinnen und zum Thema Gender sowie nach mehr methodischen Grundlagenkursen soll bei der Zusammenstellung des Lehrangebots weiterhin Rechnung getragen werden. Das Angebot an Lehrveranstaltungen in den Schwerpunktbereichen Gegenwartsliteratur, Intermedialität und Postcolonial Studies, Dialektologie und Medienlinguistik soll möglichst in seiner jetzigen Breite aufrechterhalten werden. Eine Lehrveranstaltung zu Neuerscheinungen soll weiterhin regelmässig angeboten werden und den Studierenden die Möglichkeit geben, sich mit der Textsorte „Literaturkritik“ auseinanderzusetzen. Die Möglichkeit zur Kooperation mit lokalen Institutionen (insbesondere dem SLA) soll stärker genutzt werden. Durch gezielte, zum Teil bereits ergriffene Massnahmen soll die Zufriedenheit mit den Rückmeldungen zu den Klausuren und den schriftlichen Arbeiten erhöht werden. Und das bereits breite Angebot von Vorlesungen, die auch als Podcasts zugänglich sind, soll nach Möglichkeit weiter ausgebaut werden.

Für die Überarbeitung der Studienpläne ergaben sich folgende mögliche Massnahmen, die diskutiert werden sollen: die inhaltliche Ausrichtung der sprachwissenschaftlichen Basiskurse, eine Annäherung der Abschlussmodalitäten bei den sprach- und literaturwissenschaftlichen Basiskursen, eine stärkere Berücksichtigung der beruflichen Praxis durch den Einbezug von Praktika sowie die Wiedereinführung einer Leseliste.

Zur Vorbereitung der Arbeit der Strukturkommission, die im HS 2022 für die Neubesetzung der beiden Professuren des Instituts einzusetzen ist, wurde das Institut gebeten, eine Evaluation seiner Studienprogramme durchzuführen. Da die Evaluation, um für die einzusetzende Strukturkommission möglichst nützlich zu sein, nicht auf vorgegebene Fragen festgelegt war, nahmen alle Stände sowohl an der Zusammenstellung der im Bericht erörterten Gegenstände wie an seiner Formulierung teil. Die erforderlichen Daten wurden vom Institut mit Hilfe des Dekanats und der zuständigen universitären Stellen zusammengetragen. Zusätzliche Informationen gaben die Evaluationen der Lehrveranstaltungen. Alle Mitglieder der Fachschaft waren durch E-Mail-Rundschreiben und die Vollversammlung vom 31. März 2022 einbezogen (ihre Stellungnahme erscheint als Anhang VI. des Berichts). Das Urteil der externen Gutachterin ist in ihrem Gutachten festgehalten (Anhang VII. des Berichts).

Am Institut für Klassische Philologie werden die folgenden Studienprogramme angeboten (vgl. KPS Art. 1, in Anhang III.):

  • Bachelor-Studienprogramm Klassische Philologie mit Schwerpunkt (SP) Latein oder mit SP Griechisch (Major, 120 ECTS-Punkte);
  • Bachelor-Studienprogramm Klassische Philologie mit Studienschwerpunkt Latein oder mit Studienschwerpunkt Griechisch (Minor, 60 ECTS-Punkte);
  • Bachelor-Studienprogramm Klassische Philologie, Latein oder Griechisch (Minor, 30 ECTS-Punkte);
  • Bachelor-Studienprogramm Basis Antike mit Studienschwerpunkt Latein oder mit Griechisch (Minor, 60 ECTS-Punkte);
  • Bachelor-Studienprogramm Basis Antike mit Studienschwerpunkt Latein oder Griechisch (Minor, 30 ECTS- Punkte);
  • Master-Studienprogramm Klassische Philologie mit SP Latein oder mit SP Griechisch (Major, 90 ECTS- Punkte);
  • Master-Studienprogramm Klassische Philologie mit Studienschwerpunkt Latein, mit Studienschwerpunkt Mittellatein oder mit Studienschwerpunkt Griechisch (Minor, 30 ECTS-Punkte).

Allen Studienprogrammen gemeinsam ist die Betonung des Sprachstudiums. Bei Abschluss des Studiums der Klassischen Philologie sollen Absolvent*innen urteilsfähig und zu selbständiger philologischer Arbeit in der Lage sein. Das ist ohne gründliche Kenntnis der Sprachen nicht möglich.

Darüber hinaus bemühen wir uns um ein weites Verständnis unseres Fachs und um ein thematisch breites Lehrangebot. Neben den belles lettres im engeren Sinne werden regelmässig rhetorische, historische, philosophische, theologische Texte behandelt. Der zeitliche Rahmen reicht bis ins griechische und lateinische Mittelalter, in den Humanismus und zur griechischen Dichtung der Neuzeit. In der Beschäftigung mit der Antike kommt stets auch die Geschichte ihrer Wirkung und Rezeption ins Spiel. Zum Studium der Sprachdenkmäler tritt der Blick auf die Bildzeugnisse und auf die ‚Materialität‘ der Überlieferung – sowohl im Sinne historischer Dokumentation wie im Dienste der Editionsphilologie.

Eine Besonderheit des Berner Instituts ist das Prinzip des studium trilingue. Wir pflegen die enge Verbindung mit der Judaistik. René Bloch, Professor für Judaistik mit Schwerpunkt Antike und Mittelalter, ist Mitglied unseres Instituts. Der Besuch judaistischer Veranstaltungen ist integraler Bestandteil des Studiums an unserem Institut.

Unsere Studiengänge sind nicht im strengen Sinne modular aufgebaut. Eine zyklische Wiederholung des immer gleichen Veranstaltungsangebots würde in einem kleinen Fach wie dem unseren den Studentenzahlen nicht gerecht. Zwar gibt es bestimmte Verpflichtungen, die von allen erfüllt werden müssen und die in regelmässigem Turnus angeboten werden (etwa die Sprachpraxis im ‚BABA‘ und die ‚Stilübungen‘). Ansonsten richten wir uns in Absprache mit der Fachschaft auch nach dem jeweils aktuellen Bedarf – nicht zuletzt, um sicherzustellen, dass die Gruppen für eine fruchtbare Diskussionsatmosphäre gross genug sind.

Entscheidend ist, dass unsere Kandidat*innen in der philologischen Arbeit an wechselnden Autoren, Gattungen und Gesichtspunkten die unterschiedlichen Anforderungen unserer Gegenstände kennenlernen und auf diese Weise mit der Arbeitsweise, der Tradition, den Möglichkeiten und Grenzen unseres Faches vertraut werden. Unser Studienangebot verbindet daher ‚modulare‘ Elemente mit der traditionellen Konzeption exemplarischer Veranstaltungen zur Anleitung des begleiteten Eigenstudiums (zunächst, aber nicht nur, anhand der obligatorischen Leseliste) und der Selbstbildung. Das Augenmerk richtet sich vor allem auf die Vertiefung konstanter Elemente: der Vertrautheit mit den Sprachen; der Einsicht in die Eigenart philologischer, historischer, philosophischer Fragen; der wissenschaftlichen Verantwortlichkeit und Selbständigkeit im Umgang mit unseren Gegenständen.

Die Formen unserer Veranstaltungen sind im wesentlichen die klassischen: Vorlesung, Seminar, Übung/Lektüre. Daneben stehen auch Blockseminare, Kolloquien, Tutorien, freie Arbeitsgruppen, experimentelle Unterrichtsformen – z.B. ‚Latein z’Mittag‘: regelmässige Treffen mit der Dozentin, die der häufigen Revision und der raschen Lösung grammatischer Fragen dienen. Ausserdem gibt es schon im BA, besonders aber im MA Elemente, die vor allem auf eigenständiger, zwar betreuter, aber wesentlich selbständiger Arbeit beruhen (Leseliste – begleitet durch den Austausch über Fragen, die sich während der Lektüre ergeben; schriftliche Arbeiten); ferner das Forschungskolloquium, in dem Kandidat*innen ihre Abschlussarbeiten vorstellen, die Sitzung leiten und sich in der Diskussion bewähren müssen.

Diese unterschiedlichen Lehrformen erfüllen im Rahmen unserer Studiengänge bestimmte Aufgaben. Die Vorlesung dient der (manchmal einführenden, manchmal von besonderen Forschungsanliegen geleiteten) Entfaltung eines grösseren Zusammenhangs über ein Semester. Sie kann stark dialogischen Charakter haben und wird darüber hinaus gewöhnlich von einer Übung begleitet (auch in Form eines Kolloquiums). – Das Seminar dient der Einübung wissenschaftlichen Arbeitens: sowohl in der Erarbeitung eines Überblicks über einen grösseren Zusammenhang wie auch (wichtiger) in der Behandlung einzelner Probleme, der Formulierung wissenschaftlicher Fragen, der Übung im rechten Gebrauch der einschlägigen Hilfsmittel, der Entwicklung eigener Lösungsvorschläge. – Die Lektüre (in vielem die ‚philologischste‘ Form) kann dem extensiven Kennenlernen eines Autors / einer Gattung dienen, ist aber vor allem der rechte Ort für intensives Lesen: für die Anstrengung, bei jeder Schwierigkeit einzuhalten, sich keine Frage zu schenken, das Lesen vom sprachlichen Grundverständnis und der Textkritik bis zu weitreichenden Fragen der Interpretation bewusst zu machen und in den Bereich des Argumentierbaren zu heben.

Die Evaluationen der Lehrveranstaltungen (und der ‚Leistungskontrollen‘) zeigen ein erfreulich hohes Mass an Zufriedenheit. Eine mögliche Erweiterung unserer Lehrpraxis (vor allem mit Blick auf die recht unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen unserer Studienanfänger*innen) wäre die folgende: eine (zurückhaltend) betreute Leseliste einleitender Werke (Geschichte, Literaturgeschichte, Philosophie) zur Konsolidierung der Grundkenntnisse, durchaus mit einem Test, Punkten, Noten; vielleicht als begleitendes Tutorium neben dem Proseminar.

Die Kommunikation, vor allem die Studienberatung, wirft in unserem (kleinen) Institut keine Probleme auf. Man ist miteinander bekannt, die Wege sind kurz, Anliegen lassen sich rasch und ohne Aufwand behandeln.

Der Blick auf die Berufsmöglichkeiten ergab ein erfreulich reiches Bild. Vom Berner Institut führt der Weg an Schule und Universität; an grössere wissenschaftliche Projekte (Wörterbücher, Editionsprojekte), Bibliotheken, Archive; zu Museen, Verlagen, in das Publikationswesen im weiteren Sinne.

Die Verbindungen zu anderen Disziplinen, Universitäten, Ländern sind lebhaft: in gemeinsamen Veranstaltungen, im Austausch der Dozent*innen und Student*innen, in der Teilnahme an internationalen Unternehmungen.

Entwicklungsmöglichkeiten sieht das Institut in der Pflege dieser Verbindungen – und in der Stärkung des eigenen Fachs in Bern; besonders im Kontakt zu den Schulen und in der Bemühung um die Wiederbelebung des Griechisch-Unterrichts.

Am Ende des Berichts steht eine Reihe von Vorschlägen, von denen ein guter Teil bei Abgabe des Berichts bereits Wirklichkeit geworden war. Der Bericht wurde am 19. Dezember 2022 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Das Follow-up von 2022 bezieht sich auf die Studienplanevaluation von 2017. Letztere hatte folgende Erkenntnisse ergeben: Die Studierenden im Bachelor- wie im Masterstudium wünschten sich eine Stärkung der Sprech- und Hörkompetenzen in den angebotenen Sprachen. Die nötigen Ressourcen wollte das Institut einerseits durch die Aufgabe des Usbekischen (keine Nachfrage mehr da) und die Zusammenlegung zweier teilweise redundanter Tutorien aufbringen. Zudem sollten die Kontakte des damaligen Instituts für Islamwissenschaft und Neuerer Orientalischer Philologie (IINOP) zu Intensivsprachkursen in den entsprechenden Regionen wie auch an Universitäten und akkreditierten Ausbildungsstätten im übrigen Ausland ausgebaut werden. Ausserdem wollte das Institut u.a. den Sprach- und Fachunterricht stärker verschränken und nach Sprachkompetenz der Teilnehmenden abstufen bei den BA-Arabischseminaren.

In Bezug auf das Lehrangebot sollte der Schwerpunkt 4 (SP4: Literatur und Sprachwissenschaft) wegfallen, aufgrund einer Emeritierung, schwächerer Nachfrage und auch aus methodisch-systematischer Sicht. Die übrigen Schwerpunkte sollten in leicht veränderter Form (je nach Neubesetzung) weitergeführt werden. In der Zwischenzeit ergab sich aber für das damalige IINOP jedoch eine weitere Neubesetzung. Die Neuausrichtung des Instituts führte u.a. zur Umbenennung in "Institut für Studien zum Nahen Osten und muslimischen Gesellschaften" (ISNO). Zudem führte die zweite unvorhergesehene Neubesetzung zu einer Verzögerung der laufenden Evaluationsverfahren am Dekanat.

Dennoch sind bereits einige der 2017 beschlossenen Massnahmen erfolgreich umgesetzt worden (Stärkung des Sprachunterrichts, Strukturierung des BA-Studienprogramms, Austauschabkommen mit ausländischen Bildungsinstitutionen, Profilierung des Studienangebots und die Studienplanrevision steht vor der Verabschiedung). Ab Januar 2023 sind beide Vakanzen wieder besetzt. Der Bericht zum Follow-up wurde am 14.11.2022 vom Fakultätskollegium verabschiedet.

Der Master Minor Gender Studies am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG) wurde im Zeitraum von November 2020 bis September 2021 erstmalig evaluiert hinsichtlich Qualität der Lehre, gesellschaftliche Relevanz und Entwicklungsfähigkeit. Zudem wurde die übergeordnete Frage untersucht, welche Potenziale und Herausforderungen das zentrale Konzept der Interdisziplinarität im Studienprogramm mit sich bringt. Basis der Evaluation bieten Ergebnisse einer Umfrage unter aktuellen Studierenden (durchgeführt im Juli 2021, Rücklaufquote: 51%), relevante Dokumente und Quellen (Webseite, Studienplan, Merkblatt schriftliche Arbeit) sowie Statistiken (Statistik der Studierenden).

Zu den Stärken des Master Minor Gender Studies gehört sein starkes inhaltliches Profil und vielfältiges Lehrangebot. Weiter zeichnet er sich durch seine interdisziplinäre Ausrichtung aus. Der Studienplan, das Anforderungsniveau und das Beratungsangebot im Studiengang können als sehr gut bezeichnet werden. Das Studienprogramm leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Die vermittelten Themen sind von hoher Relevanz und Aktualität, und die zu erwerbenden Kompetenzen werden zielführend vermittelt. Auffallend ist die steigende Anzahl der Studierenden in den letzten Jahren, sowie die grosse Breite an verschiedenen Herkunftsdisziplinen der Studierenden. Das Engagement für interdisziplinäre Lehre ist hoch und die Lehre wird mit aktueller Forschung am Zentrum im Rahmen von Praxiskursen verlinkt. Eine weitere Stärke liegt in der Vernetzung mit anderen Studienprogrammen und Instituten/Zentren an der Universität Bern, insbesondere innerhalb der Phil.-hist. Fakultät, aber auch – wie im Leistungsauftrag vorgesehen – darüber hinaus. Nicht zuletzt spricht auch die hohe Zufriedenheit der Studierenden für die Attraktivität des Master Minor Gender Studies.

Herausforderungen entstehen durch die interdisziplinäre Zusammensetzung der Studierenden und äussern sich zum Beispiel im Umgang mit unterschiedlichem Vorwissen bei Beginn des Masterstudiums. Eine Schwäche liegt in der mangelnden Thematisierung der beruflichen Aussichten / Karrierewege nach dem Studium. Weiter hat die Evaluation ergeben, dass die obligatorische Studienberatung nicht von allen Studierenden wahrgenommen wird. Verbesserungspotenzial zeigt sich zudem in bestimmten Kursangeboten: so schneidet das Einführungsseminar nicht ganz so gut ab, wie die restlichen Formate, und beim Praxisseminar führt die Kreditierung teilweise zu Verwirrung, da mehr ECTS vergeben werden als gemäss Studienplan nötig wären.

Aus dem oben beschriebenen Entwicklungspotenzial wurden die folgenden Massnahmen abgeleitet: Strategieentwicklung zum Umgang mit unterschiedlichen disziplinären Hintergründen und Vorwissen im Unterricht; Strategieentwicklung zur stärkeren Thematisierung von beruflichen Aussichten nach dem Studium (inkl. wissenschaftlichem Karriereweg); Anpassung des Studienplans betreffend Studienberatung; Prüfung und Anpassung der Kreditierung im Praxisseminar; und Prüfung des Formats Einführungsseminar. Darüber hinaus sollen Dozierende bei der Umsetzung sämtlicher zuvor genannte Massnahmen mit einbezogen werden, da die Perspektive der Dozierenden in der vorliegenden Evaluation weniger stark berücksichtigt werden konnte.

Der Abschlussbericht wurde am 11. April 2022 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Das Follow-up ist ein nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie verzöger­ter Bericht zur Entwicklung der Qualität des Studiums am Historischen Institut, insbesondere mit Blick auf die in der Studienpro­grammevaluation aus dem Jahr 2017 angesprochenen Massnahmen. Der Bericht thematisiert Fragen der Lehre und Studierendenbetreuung vor und während der Coronapandemie 2020/2021, Kommuni­kation, Studienadministration und Beratung, Studierendenzahlen, Motiva­tion und Erwartung der Studierenden sowie die Verfügbarkeit der Infrastruktur. Er kommt zum Schluss, dass das breite Lehrangebot, die Flexibilität des Studienplans und das Engagement der Dozieren­den und Assistierenden zu den grössten Stärken des Historischen Instituts zählen. Kritischer ist der Rückgang der Studierendenzahlen. Die Gründe hierfür sind leider nur schwer zu bestimmen. Sicher ist allerdings, dass das Institut seine Kommunikationsbemühungen nach aussen verstärken sollte. Der kontinuierliche Pro­zess der Massnahmen zur Qualitätssicherung bleibt dabei eine alltägliche Aufgabe für alle Institutsangehörigen.

Das Fakultätskollegium hat den Zwischenbericht am 7. März 2022 genehmigt.

Das Institut für Slavische Sprachen und Literaturen (ISSL) hat zwischen 2019 und 2021 seine fünf angebotenen Studienprogramme evaluiert. Das ISSL bietet drei Bachelor- und zwei Masterprogramme an. Der Abschlussbericht der Evaluation wurde am 20.09.2021 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Im Hinblick auf diese Evaluation gibt es zwei erwähnenswerte Besonderheiten. Die erste Besonderheit ist, dass sich die Arbeit der Evaluationskommission zeitlich mit der Strukturkommission (Nachfolge Y. Kakridis) überschnitten hat. Die Kommissionen haben sehr achtsam gearbeitet, um eine Beeinflussung zu vermeiden. Daher sind Massnahmen, welche die Zeit nach dem Weggang von Herrn Kakridis betreffen, lediglich als unverbindliche Empfehlungen formuliert. Gleichzeitig hat die Evaluationskommission im Hinblick auf gewisse Kapitel der Berichtsvorlage auf den Strukturbericht verweisen bzw. ihm in der Beschreibung folgen können. Dies betrifft u.a. die unter Entwicklungsfähigkeit aufgeführten Punkte der Vernetzung des ISSL im nationalen und internationalen Kontext, die Positionierung von Lehre und Nachwuchsförderung, oder die Infrastruktur und Personalausstattung.

Die zweite Besonderheit betrifft die Befragungsinstrumente: Eine grosse Hürde für die Evaluationskommission war die kleine Rücklaufquote bei der Online-Befragung. Aus diesem Grund wurden zusätzlich je eine Fokusgruppe mit BA- und eine mit MA-Studierenden durchgeführt und ausgewertet. Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse vorgestellt: Es besteht unter den Studierenden weitgehend Konsens, dass die Sprachkurse grossartig seien aber man sich ein grösseres Angebot an anderen (nichtrussischen) slavischen Sprachen wünsche. Das ISSL gibt hier zu Bedenken, dass selbst für das Russische die Stundenzahl recht gering sei, wenn man bedenke, dass künftige Russischlehrpersonen ausgebildet würden. Die Studierenden haben sich die Integration von (spezialisierten) Forschungsmitarbeitenden in die Lehre gewünscht. Dieser Wunsch wird künftig im Lehrangebot berücksichtigt. Ausserdem führt die Evaluation dazu, dass das mit der Bologna-Reform 2015 im Studienplan eingeführte modulare System, welches sich bewährt habe, etwas flexibilisiert werden soll, da dessen Starrheit kritisiert wurde. Die Soziolinguistik ist unter den Studierenden sehr beliebt. Mit der von der Strukturkommission vorgeschlagenen neuen Stellenstruktur mit einer Professur, einer Qualifikationsstellen (80%) sowie einer Dozentur (70%) erscheint es möglich, die zukünftige Lehre der Slavistik breiter aufzustellen und diesem Interesse entgegenzukommen.

Die Berner Slavisitk hat die Entwicklung der letzten fünf Jahre analysiert und stellt im Trend der literatur- und sprachwissenschaftlichen Fächer sinkende Studierendenzahlen fest. Gleichzeitig steigen beim interdisziplinären und interuniversitären Osteuropa-Studiengang die Studierendenzahlen. Die Lehrveranstaltungen der Berner Slavistik stehen auch Studierenden der Osteuropa-Studien offen, wodurch sich die sinkenden Studierendenzahlen relativieren. Gerade die in Bern angebotenen Sprachkurse bilden einen Kernbereich des Curriculums der Osteuropa-Studien. Die BENEFRI-Angebote werden auch von Studierenden der Slavistik in Bern rege genutzt. Die gut etablierte und funktionierende Zusammenarbeit mit der Universität Fribourg schafft im Verbund Bern-Fribourg neben Zürich die einzige Vollslavistik der Schweiz. Die Evaluationskommission empfiehlt daher ein Joint Degree zur besseren Verankerung der Kooperation und für mehr Sichtbarkeit des Slavistik-Standorts Bern. Dadurch würden auch die Rahmenbedingungen des Studiums für Berner und Fribourger Studierende transparenter. Die Fortführung und der Ausbau der Kooperation mit den Osteuropa-Studien werden ebenfalls als fundamental wichtig und strategisch bedeutsam erachtet.

Das Institut für französische Sprache und Literatur hat im Frühling 2021 seine fünf angebotenen Studienprogramme evaluiert. Dabei ging es darum herauszufinden, inwiefern der 2017 eingesetzte Studienplan zu Verbesserungen der Ausbildung geführt hatte und ob die Qualität der Lehre den Bedürfnissen der Studierenden gerecht wird. Eine Arbeitsgruppe wurde bereits im Herbst 2020 mit den Evaluationsvorbereitungen beauftragt. Anschliessend wurde eine Evaluationskommission eingesetzt, welche der Ständebeteiligung und dem Einbezug externer Perspektiven Rechnung trug. Letztere Aussensicht konnte durch die Beteiligung der fakultätsinternen Spanischprofessorin Bénédicte Vauthier und des Französischprofessors Richard Huyghe aus der Universität Fribourg integriert werden. Die immatrikulierten Studierenden der BA- und MA-Programme wurden im März 2021 online befragt, wobei die hohe Rücklaufquote von 60% erzielt werden konnte. Ebenfalls wurden die Auswertung der Lehrveranstaltungsevaluation 2019, die Forschungsevaluation des Instituts (Dreijahresmittel 2017-2019) und die statistischen Daten der Universität Bern und des BfS beigezogen.

Die Evaluation setzt einen Schwerpunkt auf die spezifische Situation des Französischinstituts an der Uni des deutsch-französischsprachigen, also zweisprachigen Kantons Bern. Dabei soll die Frage nach dem Platz des Französischen im mehrheitlich deutschsprachigen Kanton geklärt werden. Ebenfalls wurden die Aspekte der Qualität der Lehre, der gesellschaftlichen Relevanz und der Entwicklungsfähigkeit des Instituts besprochen. Zusammengefasst ergibt die Evaluation ein sehr positives Bild des Lehrangebots, d.h. zufriedene Studierende mit der Lehre am Französischinstitut. Aufgrund der Auswertungen haben die Evaluationskommission und die Institutsmitglieder Massnahmen zur Verbesserung des Lehrangebots und des internen und externen Informationsflusses formuliert. Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Ergebnisse und Massnahmen vorgestellt:

Die Evaluation hat ergeben, dass die Mehrheit der deutschsprachigen Studierenden (welche sowieso die überwiegende Mehrheit ausmachen) das eigene Französischniveau, wie es auf Gymnasialstufe erreicht wurde, als ungenügend für das Studium am Französischinstitut einstuft. Der Bericht sieht hier als Massnahme vor, das Linguistiktutorat durch ein Sprachtutorat zu ersetzen, um die mündliche und schriftliche Sprachkompetenz der Studierenden auf akademischem Niveau zu stärken. Zudem soll eine Broschüre auf nützliche Materialien hinweisen, welche den Studierenden helfen, ihr Sprachniveau zu verbessern. Zusätzlich werden Studierende ermutigt, den obligatorischen Sprachaufenthalt im dritten oder vierten Bachelorsemester zu absolvieren, um auf diese Weise ebenfalls frühzeitig das Sprachniveau anzuheben. Die Evaluation hat zudem ergeben, dass das erste Bachelorjahr, die propädeutische Phase, womöglich überladen ist. Auch hier sieht das Institut eine Umgestaltung hinsichtlich der Lateinkurse vor, um den Arbeitsaufwand besser auf die sechs Semester zu verteilen. Eine weitere Erkenntnis aus der Evaluation ist, dass für fortgeschrittene BA-Studierende und für Minor-Studierende das Lehrangebot teilweise zu klein ist. Aus diesem Grund versucht das Französischinstitut künftig besser auf externe Kursangebote (CSLS und BeNeFri) hinzuweisen. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem CSLS ist auch aus dem Grund anzustreben, dass ein Grossteil der befragten Studierenden ein besonderes Interesse für Fragen der Sprach- und Sozialwissenschaft angibt. Die Studierendenbefragung hat ausserdem ergeben, dass die Studierenden nicht immer eine zufriedenstellende Rückmeldung auf (mündliche oder schriftliche) Leistungskontrollen erhalten. Aus diesem Grund hat sich das Französischinstitut entschieden, jeweils eine Feedback-Stunde nach erfolgter Prüfung einzurichten, um es den Studierenden zu ermöglichen, bei Bedarf eine detailliertere Rückmeldung zur erbrachten Leistung einzuholen. Eine nationale Tendenz, die sich auch am Berner Französischinstitut abzeichnet, ist der Rückgang der Studierendenzahlen an den Französischinstituten. Aus diesem Grund wollen die Mitglieder des Instituts Informationen zum Französischstudium in Bern an den Berner und allgemein Deutschschweizer Gymnasien zugänglicher machen und die Studienprogramme dort stärker bewerben.

Der Evaluationsbericht fasst die Massnahmen in einer sehr übersichtlichen Tabelle zusammen. Es ist geplant, die vorgesehenen Massnahmen bis 2023 umzusetzen. Einige der Massnahmen erfordern eine Anpassung des Studienplans. Der Abschlussbericht wurde am 20.09.2021 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Das Institut für Spanische Sprach- und Literaturwissenschaft bietet fünf Studienprogramme an. Die hier besprochene Studienprogrammevaluation untersucht Qualität der Lehre, die gesellschaftliche Relevanz und die Entwicklungsfähigkeit dieser Studienprogramme. Die Evaluationskommission, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Lehrkörpers, des Mittelbaus und der Studierenden, kam erstmals Ende Januar 2020 zusammen.

Um Studierende und Alumni befragen zu können, haben die Verantwortlichen eine online-Umfrage durchgeführt. Ehemalige Studierende, die nach dem Studienplan von 2012 studiert hatten, wurden im Frühjahrssemester 2020 befragt und alle immatrikulierten Studierenden mit Ausnahme der Erstsemestrigen wurden im Herbstsemester 2020 befragt. Letztere Umfrage wurde wo immer möglich während Lehrveranstaltungen durchgeführt, was zu einer sehr hohen Rücklaufquote von 86% geführt hat. Zusätzlich wurden vom Controllerdienst des Stabs Universitätsleitung aufbereitete statistische Daten und Kennzahlen ausgewertet.

Das Spanischinstitut in Bern ist schweizweit einmalig auf synchrone Sprachwissenschaft spezialisiert. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Varietätenlinguistik, der Dialektologie, den Diasporasprachen, der Text- und Diskursanalyse sowie auf der Soziolinguistik. Mit diesem Forschungs- und Lehrschwerpunkt ist das Institut zudem am Center for the Studies of Language and Society des Walter Benjamin Kollegs vertreten. Die Lehre der Literaturwissenschaft umfasst den gesamten zeitlichen und räumlichen Bogen vom Mittelalter bis in die Aktualität, währenddessen der literarische Forschungsfokus insbesondere auf den zeitgenössischen literarischen Werken Spaniens und Hispanoamerikas (19.-21. Jh.), der Literaturtheorie unter besonderer Berücksichtigung von interdiskursiven und transarealen Phänomenen (Spanien / Hispanoamerika), und der Editionsphilologie (kritische, genetische und digitale Edition von Manuskripten und Texten) beruht. Die Literaturabteilung engagiert sich zudem am interdisziplinären Forschungszentrum Center for Global Studies(LAS Studium, World Literature und Editionsphilologie).

Da die Unterrichtssprache Spanisch ist, sind ausreichende Sprachkenntnisse Voraussetzung für das Studium. Zudem werden aufgrund der universitären Umgebung in Bern auch Deutschkenntnisse verlangt. Aktuell sind für Bachelorabsolventen und Absolventinnen die Abgangskompetenzen wie folgt formuliert: «[Sie] verfügen über grundlegende Kenntnisse der Spanischen Sprach- und Literaturwissenschaft, sind mit den wichtigsten Instrumenten der Linguistik und der Literaturanalyse vertraut, können das erlernte Wissen in exemplarischen Untersuchungen […] anwenden. Die Masterstudierenden verfügen am Ende ihres Studiums über «vertiefte Kenntnisse der Spanischen Sprach- und Literaturwissenschaft und können die wichtigsten Instrumente […] in wissenschaftlich exemplarischen Untersuchungen […] anwenden.»

Die gesellschaftliche Relevanz der Disziplin ergibt sich bei einem globaleren Blick auf das Weltgeschehen: Die spanische Sprache wird weltweit von fast 600 Millionen Menschen als Erst- oder Fremdsprache gesprochen und ihre Sprecheranzahl nimmt kontinuierlich zu. Sie geniesst in 21 Ländern einen offiziellen Status, verteilt sich auf fünf Kontinente und wird von einer relevanten Anzahl der etwa 50 Millionen Migranten und Migrantinnen lateinamerikanischer Abstammung in den USA und zahlreichen Migranten und Migrantinnen in Westeuropa als Umgangssprache genutzt. Spanisch ist nebst dem Chinesischen und dem Englischen die drittmeist genutzte Sprache im Internet und die zweitmeist gesprochene Sprache in den sozialen Netzwerken. Nicht zuletzt ist sie als eine der weltweit meistgesprochenen Sprachen eine der Amtssprachen vieler internationaler Organisationen. Diese Entwicklungen der spanischen Sprache widerspiegeln sich auch in der internationalen Zusammensetzung der Dozierenden und Studierenden. Dabei ist speziell der hohe Anteil von fast 25% lateinamerikanischer und spanischer Studierender am Institut hervorzuheben.

Das Institut verzeichnet in den letzten Jahren tiefere Studierendenzahlen. Diese Entwicklung spiegelt sich in der Schwerpunktfachwahl der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten wider. Das Schwerpunktfach Spanisch stösst auf weniger Interesse oder wird nicht mehr angeboten. Eine mögliche Erklärung könnte auch ein gesteigertes Bewusstsein für die eingeschränkten Berufsaussichten als Gymnasiallehrperson im Fach Spanisch sein.

Im Folgenden werden einige Erkenntnisse aus der Evaluation exemplarisch vorgestellt: Die Umfrage hat ergeben, dass die Studierenden mit der aktuellen Veranstaltungsstruktur zufrieden sind. Auch inhaltlich zeigten sich die Befragten grösstenteils zufrieden mit der Lehre. Bereits vor der Evaluation wurde eine Studienplanreform durchgeführt, welche unter anderem Schwächen im Aufbau des Propädeutikums im ersten Studienjahr behoben hat. Dieser Studienplan ist seit Herbst 2020 in Kraft. Einige Schwächen und Kritikpunkte aus der Umfrage wurden vermutlich durch den neuen Studienplan bereits verbessert. Beispielsweise wird der Auslandaufenthalt im Bachelor Major durch einen Sprachkurs ergänzt und entsprechend höher kreditiert. Um Schwierigkeiten in Sprachkompetenz und wissenschaftlichem Schreiben besser meistern zu können, will das Institut zusätzlich jährlich ein Modul «schriftlicher Ausdruck» anbieten.

Am 10. Mai 2021 genehmigte das Fakultätskollegium den Abschlussbericht der Evaluation

Das Institut für Philosophie evaluierte seine zehn Studienprogramme im Rahmen der fakultär verankerten Qualitätssicherungsmassnahmen und ohne besonderen Anlass. Die letzte Studienprogrammrevision stammt aus dem Jahre 2013; sie basierte nicht auf einer Studienprogrammevaluation und zog nur unerhebliche Anpassungen der Studienprogramme nach sich. Der Zeitpunkt 2019-2020 bot sich für eine Evaluation an, weil erstmals seit längerer Zeit wieder alle Professuren besetzt waren. Das Hauptinstrument der hier vorgestellten Evaluation war eine umfangreiche Umfrage, die unter den Studierenden im HS 2019 durchgeführt wurde. Am 9.12.2019 wurde mit den Studierenden ein Roundtable veranstaltet, wo wichtige Ergebnisse einer ersten Auswertung der Umfrage vertieft diskutiert wurden. Die Evaluationskommission hat die Angehörigen des Instituts am 19.10.2020 über das Ergebnis der Auswertung informiert und mögliche Massnahmen besprochen.

Der Berner Bachelor Philosophie bietet eine Einführung in Grundbegriffe und zentrale Fragestellungen der Philosophie. Das Spektrum umfasst sowohl die theoretische Philosophie, z.B. Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie und Logik, als auch die praktische Philosophie, z.B. Ethik, Handlungstheorie und die politische Philosophie. Dazu kommen Spezialgebiete wie die Philosophie des Geistes und die Wissenschaftsphilosophie. Auch ein Studium der Geschichte der Philosophie ist Teil des Programms. Zusätzlich zu den inhaltlich ausgerichteten Lehrveranstaltungen wird das Lehrangebot durch einführende Veranstaltungen ergänzt, in denen insbesondere Studienbeginnerinnen und -beginner grundlegende Techniken des philosophischen Arbeitens erlernen.

Im Masterprogramm der Philosophie besteht für die Studierenden die Möglichkeit, spezifischere Fragestellungen und aktuelle Debatten der Philosophie kennenzulernen und gemäss den eigenen Interessen auch längerfristig zu verfolgen. Das inhaltliche Spektrum umfasst alle relevanten Teilbereiche der gegenwärtigen Forschungslandschaft. Neben regulären Seminaren können Studierende in Kolloquien, Blockseminaren und im Rahmen von intensiv betreuten Projektarbeiten ihre philosophischen Interessen profilieren und werden so optimal auf das Verfassen der Masterarbeit und eine etwaige weiterführende wissenschaftliche Karriere vorbereitet. Die Masterarbeit (ca. 25000 Wörter ohne Bibliographie, 30 ECTS) ist eine umfangreichere wissenschaftliche Arbeit. Sie wird im letzten Semester des Master-Studienprogramms Philosophie (Major) verfasst und im Rahmen eines Kolloquiums vorgestellt und diskutiert. Neben dem Bachelor- und Masterprogramm in Philosophie bietet das Institut für Philosophie weitere, spezialisiertere Studienprogramme an:

Der internationale Monomaster of Arts in Political, Legal, and Economic Philosophy (PLEP) richtet sich an Studierende, die über einen Bachelor in Philosophie, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften oder einem Programm verfügen, in dem diese Fächer in einer Mischung auftreten (etwa Philosophy and Economics).

Der Master in Wissenschaftsphilosophie richtet sich an Studierende, die sich ausgehend von der Philosophie oder auch Sozial- und Naturwissenschaften für die philosophische Reflexion der Wissenschaften interessieren. - Der Minor in Wissenschaftsphilosophie (Bachelor und Master) ist ein attraktives Nebenfachangebot für Studierende aus der Phil.-hist. Fakultät, aber auch anderer Fakultäten.

Der Bachelor-Minor in Philosophie des Geistes ist insbesondere als Nebenfach für Studierende der Psychologie konzipiert. Im Folgenden werden alle Studienprogramm ausser dem PLEP gemeinsam behandelt.

Die Evaluation untersuchte die Qualität der Lehre sowie die gesellschaftliche Relevanz und die Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme. Dabei zeigten sich die besonderen Stärken der Programme wie auch kleinere Schwachpunkte:

Von den Studierenden werden das breit gefächerte Angebot, die interdisziplinären Perspektiven und die relativ freie Gestaltung des Studiums besonders geschätzt. Dabei hat sich gezeigt, dass Studierende die Möglichkeit, im Bachelor sehr frei zu studieren, schätzen, dass aber gleichzeitig ein sinnvoller Studienverlauf klarer, verbindlicher und besser kommuniziert werden sollte. Aus diesem Grund wurde als Massnahme beschlossen, die Regelstudienpläne besser bekannt zu machen. Kritisch wurden von den Studierenden die Durchmischung von Bachelor- und Masterstufe in den Veranstaltungen bewertet. Masterstudierende fühlen sich zu wenig gefordert und wünschen sich, dass sich das Masterstudium stärker vom Bachelorstudium abhebt. Um diesen Herausforderungen angemessen begegnen zu können, werden seit 2019 Kombinationsangebote für Bachelor- und Master-Studierende nur noch in begründeten Fällen angeboten. Die Lehrplankonferenz entscheidet über diese Fälle.

Wertet man die offenen Antworten der Masterstudierenden zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem Studium aus, lassen sich drei Faktoren ausmachen, die zur Unzufriedenheit beitragen könnten: In Bezug auf das Lehrangebot wünschen sich einige Studierende mehr Auswahl bei den Themen. Hier werden z.B. genannt: mehr praxisbezogene Kurse, mehr oder auch weniger Klassiker und kanonische Texte, zudem spezifische Themen (z.B. Umwelt- und Nachhaltigkeitsethik, Metaethik) und Philosophen (z.B. Spinoza, Nietzsche, Arendt). Hinsichtlich der Kommunikation zwischen Studierenden und Dozierenden ist immer noch eine gewisse Unzufriedenheit mit den Rückmeldungen zu schriftlichen Arbeiten zu verzeichnen. Schliesslich scheint es bei einigen Studierenden Schwierigkeiten beim Verfassen schriftlicher Arbeiten zu geben, was sich darin äussert, dass einige denken, schriftliche Arbeiten hätten ein zu starkes Gewicht, und dass mehr methodische Angebote im Bereich Schreibkompetenzen angeregt werden.

Neben bereits getroffenen Massnahmen wie einer besseren Kommunikation und einer spezifischen Erweiterung des Studienangebots sollen in den nächsten Jahren weitere Massnahmen umgesetzt werden, etwa zur Förderung der Schreibkompetenz. Das Fakultätskollegium hat den Bericht am 31.05.2021 zu Händen der Fakultät verabschiedet.

Die Masterstudienprogramme Lateinamerikastudien (LAS) sind ein Lehr- und Forschungsangebot der Universität Bern und dem Walter Benjamin Kolleg (WBKolleg)angeschlossen. Ohne eine eigene Institutsstruktur beziehen sie ihre Lehre wesentlich aus den angeschlossenen Instituten (Historisches Institut, Instituto de Lengua y Literaturas Hispánicas, Institut für Musikwissenschaftund Institut für Sozialanthropologie).

Der interdisziplinäre Masterstudiengang wurde als Mono-Programm erstmals 2010 angeboten. Seit dem Herbstsemester 2016 werden drei Masterstudienprogramme angeboten (Mono 120 ECTS, Major 90 ECTS und Minor 30 ECTS). Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer interdisziplinären und transkulturellen Annäherung an die Geschichte und Gegenwart Lateinamerikas im globalen Kontext.

Die Studienprogrammevaluation fand im Rahmen der zyklisch durchgeführten Studienprogrammevaluationen an der Phil.-hist. Fakultät statt. Bereits 2018 wurden die LAS-Studierenden im Rahmen der Selbstevaluation des WBKolleg befragt. Diese Ergebnisse konnten vergleichend für die im Rahmen der hier besprochenen Evaluation durchgeführten digitalen Studierendenbefragung vom Frühling 2020 verwendet werden. Die Studierenden konnten im FS2020 an der Umfrage zur Qualität der Lehre, der gesellschaftlichen Relevanz und der Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme teilnehmen. Dabei konnte die hervorragende Rücklaufquote von 73% erzielt werden. Ebenfalls konnten sechs Alumni befragt werden, deren Rückmeldungen insbesondere hinsichtlich beruflicher Tätigkeit und Integration in den Arbeitsmarkt wichtig waren. Der von der Evaluationskommission, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Lehrkörpers, des Mittelbaus und der Studierendenschaft, verfasste Evaluationsbericht wurde am 15. März 2021 vom Fakultätskollegium genehmigt.

Im Evaluationsbericht werden die grossen Stärken des Studienprogramms deutlich; gleichzeitig benennt er auch klar die Schwachstellen. Die wichtigsten Punkte werden im folgenden Abschnitt verkürzt wiedergegeben:

Studierende schätzen das breit gefächerte Angebot, die Interdisziplinarität und den Gegenwartsbezug der Themen. Kritisiert werden hingegen Organisation und Kommunikation: Da die LAS interdisziplinäre Lehre aus verschiedenen Einheiten zusammenstellen und ohne Institutsanbindung sind, gestaltet sich dies etwas komplexer als an einem zentral organisierten Institut. Vor allem in administrative Fragen wünschen sich die Studierenden mehr Unterstützung. Betreuung und Informationsfluss empfinden sie als optimierungsfähig. Der Evaluationsbericht schlägt mehrere Massnahmen zur Verbesserung vor, wie etwa Aktualisierungen und bessere Sichtbarmachung bestimmter Themen auf der LAS-Webseite, Informationsveranstaltungen und intensivierter Austausch.

Die Studierenden wünschen sich insbesondere in der Sozialanthropologie, aber auch in der Musikwissenschaft/-anthropologie mehr Veranstaltungen mit einem klaren Lateinamerikabezug. Die Anpassung des Lehrangebotes ist deshalb ein Ziel. Eine Massnahme ist daher, dass im Rahmen der Möglichkeiten gemeinsam durchgeführte Veranstaltungen zweier KollegInnen aus zwei der vier Fächer der LAS angeboten werden, um den interdisziplinären Charakter der Lehre zu unterstützen. Die LAS erhofft sich zudem eine Stärkung des Lateinamerikabezugs durch die Besetzung der Assistenzdozentur innerhalb der lateinamerikanischen Literatur- und Kulturwissenschaft des Bernischen Spanischinstituts. Eine breitere Vernetzung im In- und Ausland (BeNeFri, Kooperationen mit lateinamerikanischen Botschaften und internationalen Organisationen, evtl. Gastvorträge, Tagungen, Ausstellungen und Workshops) soll zu einer zusätzlichen Bereicherung des Lehrangebots führen.

Die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen ist für das Jahr 2022 geplant.

Die im Oktober 2019 anlaufende und Anfang 2021 abgeschlossene Evaluation am Institut für Musikwissenschaft hat die gesellschaftliche Relevanz, die Ent­wicklungsfähigkeit und die Qualität der Lehre der fünf am Institut für Musikwissenschaft (IMW) angebotenen Studienprogramme geprüft. Zu diesem Zweck wurden zwischen Februar und Mai 2020 Studierende im Bachelor und Master sowie Alumni mittels Fragebögen nach den relevanten Indikatoren zu ihrem Studium befragt. Zusätzlich wurden im Oktober 2020 vier eineinhalbstündige Fokusgruppengespräche mit Studierenden und Do­zierenden geführt, um Erfahrungen, Einschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten zu besprechen. Drei der Fokusgruppengespräche widmeten sich den Bereichen Historische Musikwissenschaft, Kulturelle Anthropologie der Musik (KAM) und Musiktheater; im vierten Treffen kamen alle Teilneh­mer:innen zusammen, um die Ergebnisse zu diskutieren. Neben der Auswertung der Studierenden- und Alumni-Fragebögen sowie der Fokusgruppengesprä­che wurden der Studienplan sowie statistische Daten und Kennzahlen zu Rate gezogen.

Die gesellschaftliche Relevanz wird insbesondere im Kontakt mit den Alumni sichtbar. Das Berner IMW leistet mit seinem Lehrangebot zuverlässig einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung des Nachwuchses für Kultur- und Musikleben, Erziehung und Akademie. Die Berufschancen der Absol­ventInnen sind sehr gut. Thematisch wird auf gesellschaftliche Relevanz und Aktualität sowie auf die stra­te­gischen Schwerpunkte der Universität geachtet. Die am Institut verankerten Kompetenzen sind von pri­va­ten und öffentlichen Organisationen gefragt.

Die Entwicklungsfähigkeit wird im Grossen und Ganzen positiv gewertet. Das IMW beobachtet schon länger das Phänomen eines sehr kleinen Studierendenbestandes auf Masterstufe bei gleichzeitig sehr vielen Doktorierenden. Die Profilschärfung des Ausbildungsangebots und die Flexibilisierung des Minorangebots auf Masterstufe sollen die Attraktivität der Masterprogramme stärken. Ansonsten werden die interdisziplinäre Vernetzung beispielsweise mit dem Walter Benjamin Kolleg und ebenfalls die Vernetzung mit der Arbeitswelt positiv erwähnt. Zuweilen stösst das IMW an seine Kapazitätsgrenzen in Bezug auf personelle und räumliche Ressourcen, weshalb strategisch fokussiert werden muss.

Die Evaluationskommission bewertet die Qualität der Lehre insgesamt als gut, sieht jedoch konkretes Verbesserungspotential in einigen übergreifenden Punkten. Ein wichtiger Punkt betrifft beispielsweise die Profilschärfung und Stärkung der Attraktivität der Studienprogramme. Statt Musik vor / nach 1600 und KAM sind künftig die drei Themenbereiche historische Musikwissenschaft, kulturelle Anthropologie der Musik und Musiktheater vorgeben, die jeweils als Schwerpunktthemen mit Spezialisierung auf Masterstufe im Diploma-Supplement absolviert werden können. Der spezielle Umstand, dass gerade eine Wiederbesetzung einer Professur am IMW läuft, begünstigt Umstrukturierungen und Profilschärfungen. Zudem wird die historische Musikwissenschaft neu als Basiskompetenz aufgestellt, entlang methodischer Kriterien (Arbeit mit musikalischen Quellen inklusive Digital Musicology) mit einer Erweiterung des in den Veranstaltungen behandelten musikalischen Repertoires (Musikhistoriographie global unter besonderer Berücksichtigung der Schweiz). Ebenfalls verlangen die beiden Schwerpunkte KAM und Musiktheater eine Intensivierung der interdisziplinären Kooperation besonders mit der Theaterwissenschaft. Ein wichtiger Punkt für den reibungslosen Ablauf bei der Lehre ist die Berücksichtigung musikalischer Vorkenntnisse bei Studienbeginn und individualisierte Kom­pensationsangebote. Dies soll im neuen Studienplan formalisiert werden. Es gibt noch weitere, zum Teil sehr konkrete Massnahmen wie die klare Definition des Praktikumsberichts oder die regelmässige Einführung von Schreibwerkstätten.

Vom Zeitplan her ist vorgesehen, den neuen Studienplan im FS 2022 zur Verabschiedung zu präsentieren. Die Terminsetzung erlaubt es der Neubesetzung am IMW Einfluss zu nehmen. Ca. drei Jahre danach sollen in einem Follow-up die Massnahmen überprüft werden. Das Fakultätskollegium hat den Abschlussbericht des IMW am 22. Februar 2021 genehmigt.

Die interdisziplinären Osteuropa-Studien Bern/Fribourg (OES) wurden 2009 (BA) und 2010 (MA) gleichzeitig an beiden Universitäten eingeführt. Das Studienangebot wurde mit dem Ziel entwickelt, die an beiden Universitäten breit vorhandene Expertise im Bereich der Osteuropaforschung zu bündeln und für die Lehre nutzbar zu machen. Motivation war ein Interesse an ExpertInnenwissen zur Grossregion Osteuropa, die die Regionen Ostmitteleuropa, Südosteuropa und den postsowjetischen Raum umfasst. Die jüngere Geschichte und Gegenwartsproblematiken stehen im Fokus. Beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter der Geschichtswissenschaft, der Politikwissenschaft, der Berner und Fribourger Slavistik und der Sozialanthropologie. Auf den vier fachlichen Säulen Geschichte, Kulturwissenschaften (Slavische Sprachen, Literatur, Philosophie), Politikwissenschaft und Sozialanthropologie wurden interdisziplinäre Studienprogramme auf BA- und MA-Ebene entwickelt. Diese Interdisziplinarität zusammen mit dem Fokus auf die neueste Geschichte und dem Einbezug der sozialwissenschaftlichen Komponente sind Alleinstellungsmerkmale im deutschsprachigen Raum.

Die Programme haben sich in den letzten Jahren so erfolgreich entwickelt, dass die vorhandene Infrastruktur und die zugewiesenen Ressourcen, trotz zusätzlicher, befristeter Beiträge der Phil. hist. Fakultät zu knapp bemessen sind. Bereits vor der Evaluation begannen Überlegungen, die Programme in einen Joint Degree mit gemeinsamem Reglement und Studienplan beider beteiligten Universitäten zu überführen. Wichtige Impulse erhielten die Osteuropa-Studien durch die Studierendenbefragung, die im Frühjahr 2018 im Rahmen der Evaluation des Walter Benjamin Kollegs, in dessen Center for Global Studies die Osteuropa-Studien in Bern angebunden sind, durchgeführt wurde. Zusammen mit den intensiven Vorarbeiten für den Joint Degree und der Arbeit der Strukturkommission Slavistik (im HS 2020) schien der ideale Zeitpunkt für eine Studienprogrammevaluation gegeben. Der Evaluationsbericht wurde vom Fakultätskollegium am 14.12.2020 verabschiedet.

Aus dem Evaluationsbericht werden die grossen Stärken des Studienprogramms deutlich; gleichzeitig benennt er auch klar die Schwachstellen. Diese liegen im Wesentlichen in dem von Anbeginn unterschätzten administrativen Aufwand, der durch die stark angestiegenen Studierendenzahlen zusätzlich zunahm. Gerade der zeitintensive Koordinationsaufwand sowie die manuelle Übertragung von Leistungen von einem Universitätssystem zum anderen sind grosse Herausforderungen, die nur dank des hohen Engagements der beteiligten Parteien bislang abgefedert werden konnten. 

Exemplarisch werden hier einige konkrete Beispiele aus der OES-Evaluation aufgeführt, die zur Verbesserung der Qualität der Lehre beitragen können: In der propädeutischen Phase des BA-Studiums sind im aktuellen Studienplan keine selbständigen schriftlichen Arbeiten vorgesehen, weshalb Studierende fehlende Schreibkompetenz in späteren Semestern beklagten. Der neue Studienplan (Joint Degree) soll hier Abhilfe schaffen. Ein wiederkehrendes Problem stellt der Informationsfluss zwischen BeNeFri-Studierenden und Gastuniversität, aber auch schon zwischen den unterschiedlichen Parteien (Institute, Zentren), die innerhalb der Universität Bern am Lehrangebot der Osteuropa-Studien beteiligt sind, dar. Die gemeinsame OES-Webseite der Universitäten Bern und Fribourg und eine Mailingliste für alle Studierende haben hier bereits geholfen, doch wird die Studienleitung durch die intensive Koordinations- und Planungsarbeit stark belastet. Auch die OES-Studierenden haben in der Befragung angegeben, der hohe administrative Aufwand des Studiums sei demotivierend, wobei sich die Möglichkeit, an zwei Standorten zu studieren, ebenfalls motivierend auswirke. Die OES-Verantwortlichen hoffen, dass künftig eine konstante Schnittstelle im Rahmen eines Joint Degree geschaffen werden kann. Dies würde auch helfen, universitäre und fachliche Unterschiede in den Leistungsüberprüfungen angemessen zu bewältigen. Ebenfalls wird eine räumliche Anlaufstelle für eine zentrale Studienberatung angestrebt. Diese und weitere Massnahmen sollen nach Möglichkeit in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden.

Das Masterstudienprogramm Soziolinguistik gehört zum Center for the Study of Language and Society (CSLS), welches am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern (WBKolleg) angesiedelt ist. Das CSLS ist ein interdisziplinäres Lehr- und Forschungszentrum ohne eigene Institutsstruktur. Es bezieht sein Lehrangebot hauptsächlich aus den sieben angeschlossenen Instituten, bietet aber auch eigene Lehrveranstaltungen an. Das CSLS konzentriert sich auf die wissenschaftliche Erforschung des Verhältnisses von Sprache und Gesellschaft und ihrer wechselseitigen Beeinflussung im weitesten Sinn. Seit August 2020 ist der Lehrstuhl Soziolinguistik mit Prof. Dr. Erez Levon besetzt, davor war er vakant. Im Rahmen der Evaluation des WBKollegs im Frühjahr 2018 fand vom 8. bis 26. Februar 2018 eine Studierendenbefragung sämtlicher dort angesiedelten Studienprogramme statt, in dessen Rahmen auch die Studierenden des CSLS befragt wurden. Die Studienprogrammevaluation von 2020 bezieht sich auf die Ergebnisse von 2018 und diskutiert die Ergebnisse gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden der Soziolinguistik.

Für die Selbstevaluation des WBKollegs wurden in Bezug auf das CSLS u.a. folgende Ergebnisse zusammengefasst: Die Lehrangebote aus verschiedenen Instituten werden von den Studierenden des MA Soziolinguistik geschätzt, ermöglichen ihnen eine breite wissenschaftliche Basis und bieten gleichzeitig die Möglichkeit zur Spezialisierung innerhalb des Faches. Von 2015 bis 2020 war das Studienprogramm in Lehre, Betreuung und thematischer Vielfalt stark von einzelnen Instituten abhängig (u.a. wegen den beiden vakanten Professuren Digital Humanities und Soziolinguistik). Zwar sicherten Lehraufträge in der Übergangszeit die Lehre, konnten aber keine Kontinuität herstellen.

Weitere Punkte werden in der 2020er Evaluation des CSLS eingehender diskutiert, wobei hier nur einige genannt werden: Studienprogramme ohne Institutsanbindung im traditionellen Sinn verfügen häufig über keine gemeinschaftsbildende Begegnungsräume. Im Evaluationsbericht wurden zwei Ziele formuliert, um die Identifizierung der Studierenden mit dem Center sowie den Austausch und die Kommunikation innerhalb des CSLS zu fördern. Dies sind einerseits die Schaffung eines physischen Centers an der Unitobler und zweitens die Überarbeitung von Webseite und Informationskanälen. Mit der Konzentration der Büros im ersten Stock des Forschungspools in der Unitobler (ab 1. Februar 2021) wurde der erste Punkt bereits zu einem grossen Teil umgesetzt. Auch die Planung einer neuen Kommunikationsstrategie ist mehrheitlich abgeschlossen. Die Umgestaltung der Webseite zur Verbesserung des virtuellen Austauschs ist ein laufendes Projekt im FS 2021. Studieninteressierten und Studienanfänger*innen soll der Studieneinstieg durch eine übersichtlichere Struktur der Website erleichtert werden.

Zudem kann der in der Befragung geäusserte Wunsch nach stärkerer thematischer Gewichtung der Schweizer Soziolinguistik und der Diskursanalyse durch die mittlerweile besetzten Vakanzen erfüllt werden. Ein wesentlicher Teil des Evaluationsberichts beschäftigt sich mit der Kontinuität der Lehre und der frühzeitigen Vermittlung von Methodenkompetenz. Als Lösung zur Verbesserung dieser Punkte wurde in der Evaluation ein Pflichtmodul zu Beginn des MA-Studiums vorgeschlagen. Das CSLS hat noch im Herbst 2020 eine entsprechende Studienplanrevision durchgeführt, die bereits von der Fakultät genehmigt wurde. Der neue Plan soll ab HS 2021 in Kraft treten. Das Fakultätskollegium hat den Evaluationsbericht am 30. November 2020 genehmigt.

Anlass zur Evaluation der Studienprogramme gaben eine geplante Studienplanrevision und die Neubesetzung einer Professur für Theaterwissenschaft. Die Evaluationskommission erarbeitete vier Hauptfragestellungen: erstens ob die angebotenen Studienprogramme in Aufbau und inhaltlicher Gewichtung angepasst werden müssten; zweitens ob sich Struktur und inhaltliche Gewichtung der propädeutischen Phase bewährt hätten; drittens ob das Angebot eines Bachelor Theaterwissenschaft Mini-Minor (30 ECTS) zielführend sei und viertens ob Bedarf nach zusätzlich spezialisierten Master-Studienprogramme bestehe.

Um diese Fragen beantworten zu können, hat das Institut für Theaterwissenschaft zusätzlich zur Auswertung vorhandener Daten und Statistiken eine Studierendenbefragung und ergänzend dazu, mithilfe seiner Fachschaft, ein Fokusgespräch durchgeführt. Die Ergebnisse wurden anschliessend ebenfalls in der Institutsretraite im Juni 2019 besprochen. Der Abschlussbericht wurde am 30. November 2020 vom Fakultätskollegium verabschiedet.

Die Evaluation hat zu folgenden Antworten geführt: Es besteht kein grundlegender Änderungsbedarf bei der inhaltlichen Ausrichtung der Bachelorprogramme. Dennoch gibt es einige Punkte, die bei der Studienplanrevision berücksichtigt werden sollten. So soll „Gegenwartstheater“ als Schwerpunkt der Forschung und Lehre des Instituts genannt und Anpassungen im Verhältnis von Vorlesungen zu Seminaren, des Praxisanteils und der Kreditierung der kleinen schriftlichen Arbeiten vorgenommen werden. Grösserer Überarbeitung bedürfen Struktur und inhaltliche Gewichtung der propädeutischen Phase. Hier müsse die Zuordnung der Lehrveranstaltungen geprüft werden und die Grundkurse müssten überarbeitet werden, da sie gemäss Studierendenbefragung inhaltlich überfrachtet seien. Der Bachelor Theaterwissenschaft Mini-Minor (30 ECTS) soll nach Meinung der Evaluationskommission beibehalten bleiben, da der Mini-Minor fallweise Studierende zum Übertritt in den Bachelor Major oder Minor bewogen habe. Für die Master-Studienprogramme wird eine stärkere Profilierung in Abgrenzung zu den Bachelor-Studienprogrammen empfohlen, ebenso eine höhere Kreditierung des obligatorischen Praktikums und die obligatorische Verankerung des Forschungskolloquiums für Masterstudierende während der Erstellung der Masterarbeit. Die Ausarbeitung eines zusätzlichen spezialisierten Master-Studienprogramms wird eingehend geprüft. Die beschlossenen Massnahmen sollen in den nächsten beiden Jahren ausgearbeitet und umgesetzt werden, so dass der revidierte Studienplan im HS 2023 in Kraft treten kann.

Im Jahr 2015 wurde das Monomaster-Studienprogramm «Religionskulturen – Historizität und kulturelle Normativität» überarbeitet und wird nun unter dem neuen Programmtitel «Religion in globaler Gegenwart» / «Religion in Contemporary Society» (im Weiteren RGG) am Center for Global Studies weitergeführt. Die Überarbeitung von 2015 wurde wegen zu grossen Überlappungen zu dem am Institut für Religionswissenschaft angesiedelten Masterprogramm «Science of Religion» vorgenommen. Dabei wurde der Monomaster stärker auf Gegenwartsphänomene ausgerichtet und die Ausbildung in sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden verstärkt. Zudem wurde auf das Erlernen klassischer Quellensprachen verzichtet. Diese Neuerungen waren ohne grundlegende Evaluation erfolgt, weshalb für die vorliegende Befragung der Titel «Zwischenevaluation» zutreffender ist als «Follow-up».

2018 fand im Rahmen der Selbst-Evaluation des Center for Global Studies bzw. des Walter Benjamin Kollegs zudem eine Befragung der Studierenden des RGG statt, deren Ergebnisse für die Zwischenevaluation genutzt werden konnten. Die damals 10 Studierenden waren mit dem Studienprogramm insgesamt sehr zufrieden. Sie nahmen aber das je Semester schwankende Veranstaltungsangebot, das zu kleine Angebot von Veranstaltungen aus «zuliefernden» Instituten und ausserdem die nur bedingt sichtbare Kooperation mit diesen Instituten als Schwächen wahr.

Für die Zwischenevaluation wurden per Mail Evaluationsbögen versandt. Zusätzlich wurden die Resultate der Befragung im Beisein einer Studierendenvertretung und einigen am Studiengang beteiligten Personen diskutiert. Der Zwischenevaluationsbericht bezieht sich auf die Ergebnisse beider Anlässe (Befragung und Diskussion). Die Umfrage ergab eine sehr grosse Zufriedenheit mit der gegenwartsbezogenen Ausrichtung des Programms und dem Studienangebot. In drei Bereichen wurden Punkte kritischer bewertet: Erstens sei der Bezugsrahmen der Veranstaltungen nicht immer eindeutig gekennzeichnet. Zweitens wird das von den beteiligten Instituten abgedeckte Angebot der Methodenkurse als nicht ausreichend bemängelt und der Wunsch über früher einsetzende Schulung im Bereich Methodenkompetenz festgestellt. Drittens sind die Studierenden geringfügig weniger zufrieden mit den Feedbacks nach Leistungskontrollen. Für die drei oben beschriebenen und kritischer bewerteten Bereiche sind im Bericht entsprechende Massnahmen festgelegt worden. Das Fakultätskollegium hat den Zwischenbericht am 28. September 2020 genehmigt.

Das Institut für Englische Sprachen und Literaturen führte im Jahre 2016 als Grundlage einer Revision seines Studienplans von 2010 eine Evaluation seiner Bachelor- und Master-Studienprogramme durch. Aufgrund der Evaluationsergebnisse beschloss das Institut gezielte Anpassungen des Studienplans zur Optimierung seiner Lehre. Neben weiteren Massnahmen, wie etwa der Aktualisierung der Studieninformationsmaterialien, trat 2017 der revidierte Studienplan in Kraft. 2019 bis 2020 führte das Institut im Sinne einer Überprüfung umgesetzter und geplanter Massnahmen ein Follow-Up zur 2016er Evaluation und dem neuen Studienplan durch. Hierfür wurden im Herbst 2019 Englisch-Studierende online befragt. Anhand der Fragen konnten die Studierenden ihrer
(Un-)Zufriedenheit mit den jeweiligen Änderungen und Neuerungen Ausdruck verleihen. So wurde beispielsweise gefragt, ob die Kursinformationen in KSL ausreichend seien und ob Studierende eine angemessene Rückmeldung auf schriftliche Arbeiten und Projekte erhielten. Die Evaluation hat ergeben, dass die 2017 getroffenen Massnahmen und insbesondere die Studienplan-Revision von den Studierenden positiv aufgenommen wurden und somit erfolgreich waren. Der Bericht wurde am 25. Mai 2020 von der Fakultät genehmigt.

Die Studienprogramme am Institut für Religionswissenschaft (BA/MA Religionswissenschaft Science of Religion und BA Minor/MA Zentralasiatische Kulturwissenschaft Central Asian Studies) wurden von 2017 bis 2019 evaluiert. Es ist die erste Evaluation seit der Einführung der gestuften Studienprogramme 2006 (Bologna-Reform). Im Fokus der Evaluation standen die Überprüfung der Leistungen, der Attraktivität und der Ziele der Programme sowie die Konkurrenzfähigkeit zu verwandten Studienprogrammen benachbarter Universitäten. Als Kriterium der Bewertung wurde massgeblich die Zufriedenheit der Studierenden in Bezug auf inhaltliche Ausrichtung, erworbene Kenntnisse sowie Struktur und Umsetzung der Programme berücksichtigt. Der Evaluationsbericht wurde am 21. Oktober 2019 vom Fakultätskollegium verabschiedet.

Neben der Auswertung der Studierendenumfrage und des Fokusgruppengesprächs stützt sich der Evaluationsbericht auf die Evaluationsbögen der Lehrveranstaltungen der letzten beiden Jahre, den Studienplan und die statistischen Daten und Kennzahlen, die der Controllerdienst des Stabs Universitätsleitung geliefert hat.

Der Evaluationsbericht betont die klare Profilierung des Berner Instituts für Religionswissenschaft in der nationalen Hochschullandschaft. Dies beruht zum einen auf der Schwerpunktsetzung des Instituts (Theorie und Methode der Religionsforschung, Globale Religionsgeschichte, Buddhismus in globaler Perspektive und der Religionslandschaft des buddhistischen Zentralasiens). Mit der nur in Bern angebotenen Studienrichtung Zentralasiatische Kulturwissenschaft / Central Asian Studies erhält das Institut zum anderen ein Alleinstellungsmerkmal. Ebenfalls wird am Institut die sich verändernde religiöse Landschaft der Schweiz in Lehre und Forschung reflektiert.In der Zusammenarbeit mit dem am CGS (als Teil des Walter Benjamin Kollegs) angegliederten Master-Monoprogramm Religion in globaler Gegenwart, das massgeblich von Angehörigen des Instituts für Religionswissenschaft koordiniert und durchgeführt wird, unterstreicht das Institut die inhaltliche Schwerpunktlegung auf globale historische und zeitgenössische Prozesse. Dieses Programm wird zu einem anderen Zeitpunkt separat evaluiert.

Die Auswertungen der Gespräche haben allgemein eine hohe Zufriedenheit der Studierenden mit dem Studienangebot der Religionswissenschaft aufgezeigt. Die Analyse der Gespräche und vorhandenen Daten haben das Institut dazu bewogen, wo nötig Massnahmen zu treffen. So besteht der Wunsch nach mehr Hilfestellungen und ausführlicherem Feedback zu Leistungsnachweisen. Konkret wurde ein als Schreibwerkstatt gestaltetes Tutorium gewünscht, welches den mitunter als grosse Hürde wahrgenommenen Einstieg in das Abfassen schriftlicher Arbeiten erleichtern soll. Bereits im FS 2018 wurde im zweiten obligatorischen Tutorium eine Schreibwerkstatt fest in der Ausbildung verankert. Das neu eingeführte Tutorium, das die Studierenden engmaschig in der Abfassung schriftlicher Arbeiten begleitet, könnte dazu führen, dass die beiden schriftlichen Essays in Zukunft in einem früheren Studiensemester abgefasst werden, was wünschenswert wäre. In Bezug auf das Bedürfnis nach Feedback sollen in Zukunft die Dozierenden darauf verpflichtet werden, eine zeitnahe, ausführliche schriftliche oder mündliche Stellungnahme zum Ergebnis der Leistungskontrolle vorzuweisen. Eine weitere Massnahme dient dazu, den religionsspezifischen (empirischen) Bezugsrahmen systematischer Seminare sichtbar zu machen. In KSL soll die inhaltliche Vielfalt systematischer Seminare explizit in den Veranstaltungsbeschreibungen und den Learning outcomes der systematischen Seminare in KSL ausgewiesen werden. Die Abteilung Religionswissenschaft will eine obligatorische Leseliste Religionsgeschichte für Major-Studierende der Religionswissenschaft (mit mündlicher Prüfung) einführen, um das Überblickswissen im Selbststudium zu stärken.

Im Bereich der Mongolistik werden die gute Vernetzung mit mongolischen Institutionen und die Möglichkeiten der Teilnahme an den Summerschools in der Mongolei von den Studierenden begrüsst. Hingegen stellt die fehlende Möglichkeit, am Institut die notwendigen Kenntnisse des modernen Standardtibetischen zu erwerben, eine Herausforderung dar. Mit den vorhandenen Ressourcen könne jedoch hier keine Abhilfe geleistet werden.

Für 2020 ist eine Teilrevision des Studienplans vorgesehen, ausserdem soll das vorhandene Mentoring-Programm verstärkt werden, um eine frühe Orientierung bei der Planung einer wissenschaftlichen Karriere zu ermöglichen. Drei Jahre nach Abschluss der Studienprogrammevaluation erfolgt turnusgemäss eine Überprüfung beschlossener Massnahmen (Follow-up).

In ihrem Bericht überprüft die Evaluationskommission die im Evaluationsbericht von 2016 vorgeschlagenen Massnahmen und deren Implementierung. Die meisten Massnahmen betreffen die Lehre und Vieles konnte bereits umgesetzt werden. So verläuft die Planung der Lehrveranstaltungen transparenter, Informationen und auch Learning Outcomes werden frühzeitig publiziert. Das Lehrangebot konnte sowohl für die Historische als auch für die Allgemeine Linguistik erweitert werden. Die vormalige strikte Trennung der beiden linguistischen Richtungen wurde aufgehoben, was auf positive studentische Resonanz stiess. Bestehende Veranstaltungen wurden thematisch aktualisiert und modernisiert und der Studienplan überarbeitet und neu strukturiert. Der revidierte Studienplan wurde 2018 verabschiedet und tritt im HS 2019 in Kraft.

Weitere bereits umgesetzte Massnahmen betreffen beispielsweise das konsequente Aktualisieren und die benutzerfreundlichere Gestaltung der Institutswebseite und allgemein das Bereitstellen aktueller Studieninformationsmaterialien. Teilweise umgesetzt wurden Massnahmen zu den schriftlichen Arbeiten am Institut. Der Bericht zeigt jedoch, dass die Institutsleitung sehr genau weiss, welche Massnahmen noch nicht umgesetzt werden konnten, welche Massnahmen in naher Zukunft umgesetzt werden können und welche begründet derzeit nicht umsetzbar sind. Insgesamt scheint sich die Studienprogrammevaluation sehr positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit innerhalb des Instituts für Sprachwissenschaft und auf ihr Lehrangebot gehabt haben.

Eine Evaluation des relativ jungen Masterstudienprogrammes der Editionsphilologie (erstmalig seit HS 2011 studierbar) fand im Rahmen der Gesamtevaluation des Walter Benjamin Kollegs im Frühjahr 2018 statt. Hierfür wurden vom 8. bis 26. Februar sämtliche Studiengänge in einer Befragung berücksichtigt, wobei die Rücklaufquote in der Editionsphilologie als relativ kleinem Studiengang erfreulich hoch war. Neben der Umfrageauswertung flossen der Studienplan und statistische Daten der Controllerdienste der Universität sowie ein externes Gutachten in die Untersuchung mit ein. 

Bezüglich des MA Editionsphilologie kommt die Evaluationskommission des WBKollegs zum Schluss, dass das Studienprogramm Schweizer Studierenden ein Äquivalent zu entsprechenden Programmen im Ausland bieten soll. Tatsächlich ist der Anteil derjenigen, die ihren BA an einer anderen Schweizer Universität absolviert haben, überdurchschnittlich. Stärken des Programms zeigen sich in der klaren Struktur und in der Nachvollziehbarkeit der Ausbildungsziele. Die Studierenden sind besonders an den Fachinhalten als Ergänzung zu einem philologischen oder auch musikwissenschaftlichen Fach interessiert. Sie nehmen das Programm überwiegend als interdisziplinär bzw. transdisziplinär wahr. Eine Schwäche besteht aus der Sicht einiger Studierender in der zu einseitig germanistischen Ausrichtung des Angebots. Chancen für die Programmgestaltung bestünden in einer weiteren Stärkung des interdisziplinären Profils wie besonders in einem verlässlichen Angebot zur digitalen Editorik aus dem Bereich Digital Humanities.

In der durchgeführten Einzelevaluation des MA Editionsphilologie konnten die Ausführungen verifiziert und das Stärken- und Schwächenprofil weiter differenziert werden. Hierbei zeigt sich, dass die gesellschaftliche Relevanz des Studienprogramms insgesamt mit exzellent zu bewerten ist, was besonders auf Aspekte der Nachhaltigkeit, des Praxisbezuges und der Trans- / Interdisziplinarität zurückzuführen ist. Die Qualität der Lehre wurde allgemein mit hoch eingestuft. Um das sehr gute Ergebnis der international anerkannten Lehre auch künftig sicherzustellen, wurden beispielsweise eine Anreicherung des Lehrangebotes mit Veranstaltungen, die weitere transdisziplinäre Fachhorizonte (evtl. sogar zu nicht-philologischen Disziplinen) eröffnen und die Vermittlung von Selbstlernkompetenzen als ergänzenden Massnahme vorgeschlagen. Bezüglich der Entwicklungsfähigkeit des Studienprogramms wird eine mittlere Bewertung erreicht, wobei sich das Studienprogramm in den vergangenen Jahren gut entwickelt habe und man die Fachentwicklungen richtig einschätze. Wo nötig, wurden Massnahmen zur Verbesserung angeregt. Massgeblich für die vorliegende Einschätzung sind unter anderem die Tatsache, dass das Studienprogramm der Editionsphilologie als ein am Walter Benjamin Kolleg angesiedeltes Lehrangebot ohne eigene Institutsstruktur seine Lehre weitgehend aus den angeschlossenen Instituten und Studienprogrammen beziehen muss. Dies zieht teilweise strukturell bestehende Planungsunsicherheiten als Risiken für die künftige Entwicklung nach sich, ermöglicht aber auf der anderen Seite die unter Studierenden besonders anerkannte interdisziplinäre Vernetzung von Einzelfächern der Phil.-hist. Fakultät. In diesem Zusammenhang ebenfalls positiv hervorzuheben ist die geschätzte enge Verbindung von Forschung und Lehre, zu der nicht zuletzt die Öffnung von Tagungsprogrammen beigetragen hat.

Anstehende Studienplanänderungen, eine 2014 durchgeführte institutsinterne Studierendenbefragung, eine im April 2015 durchgeführte Institutsretraite sowie der Wunsch nach einer verstärkten internationalen Mobilität in der Lehre hatten das Institut für Sozialanthropologie zu einer Studienprogrammevaluation im Jahr 2015 bewogen. Im Hinblick auf die strategischen Ziele in der Lehre hat die Evaluation Handlungsbedarf bezüglich Internationalisierung auf Masterstufe aufgezeigt. In der Folge schloss sich das Institut für Sozialanthropologie 2016 in Ergänzung zum bestehenden Curriculum dem europaweit vernetzten englischsprachigen Mono-Masterprogramm CREOLE (Cultural Differences and Transnational Processes) an. Das Follow-Up von 2018 beurteilt in einem ersten Teil die Wirksamkeit beschlossener Massnahmen hinsichtlich der bestehenden Studienprogramme und in einem zweiten Teil die dreijährige Pilotphase des CREOLE. Der Bericht Follow-Up zur Evaluation und Curriculumsentwicklung der Bachelor- und Master-Studienprogramme & Evaluationsbericht zum Masterprogramm CREOLE wurde am 17. Dezember 2018 vom Fakultätskollegium verabschiedet.

Im ersten Teil des Berichts wird transparent dargelegt, welche Massnahmen im Bereich des bestehenden Studienangebots beschlossen wurden und ob bzw. wie und mit welchem Resultat diese umgesetzt wurden. Die Massnahmen betreffen u.a. die Beschreibung der Veranstaltungen, die Trennung des Studienangebots für BA- und MA-Niveau, Kommunikation (Webseite), Infrastruktur, Berufseinstieg u.a. Belange. Insgesamt zeigt der Bericht auf, dass das Institutspersonal sehr ernsthaft und eigenständig Qualitätssicherung betreibt.

Der zweite Teil des Berichts analysiert anhand der gesetzten Ziele, wie erfolgreich der spezialisierte Master CREOLE seit dessen Einführung ist. Zunächst wird hervorgehoben, dass mit dem Anschluss an das internationale Programm ein Alleinstellungsmerkmal des Berner Instituts innerhalb der Schweizer Hochschullandschaft bestehe. Nach einem Rückgang der Mobilität in den vorangehenden Jahren sei seit 2017/2018 eine Zunahme zu beobachten, wobei noch nicht absehbar sei, ob es sich um einen konstanten Trend handle. Gleichzeitig werde mittels CREOLE auch die Mobilität von Dozierenden gefördert. Die BewerberInnen-Lage für das Programm habe sich stabilisiert, wobei die Kapazitäten von bis zu sechs CREOLE-Studierenden pro Jahr mit 2-3 Teilnahmen jährlich nicht ausgeschöpft würden. Die BewerberInnen würden dabei in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Das Institut für Sozialanthropologie könne CREOLE mit den vorhandenen Ressourcen (Kursangebot und Personal) durchführen. Anschliessend werden Probleme, die sich aus der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Universitäten ergeben, aufgezeigt. Zudem werden die Kosten pro StudentIn für das Intensivprogramm (Austauschwoche) dargelegt. Im Abschluss werden die Resultate der Studierendenbefragung aller bisherigen CREOLE-AbsolventInnen in Bern und die Evaluation des Intensivprogramms besprochen. Hauptkritikpunkt ist der Informationsfluss über den Aufbau des Masters an den jeweiligen Partneruniversitäten gewesen. Grosses Lob für den Inhalt und die Organisation gab es für CREOLE in Bern. Das Interesse am Programm sei zwar gross, doch setzten sich MA-Studierende häufig erst mit einer möglichen Teilnahme an CREOLE auseinander, wenn es schon zu spät sei. Aus diesem Grund werden BA-Studierende künftig gezielter über CREOLE informiert. Das Institut für Sozialanthropologie will einen Antrag für die künftige Finanzierung des Programms stellen. Es erachtet CREOLE weiterhin als ausgezeichnete Massnahme zur Förderung der Mobilität seiner Studierenden auf Masterstufe und möchte das Programm über die Pilotphase hinaus weiterführen.

Ziel der Evaluation war es zu prüfen, inwieweit sich die im Zuge der Bologna-Reform für das Bachelor- und Masterstudium teilweise beibehaltenen und teilweise veränderten Strukturen der Studienprogramme des Lizentiatsstudiums bewährt haben. Die Evaluation erfolgte im Nachgang zu mehreren Diskussionen zur Zukunft der Islamwissenschaft und der Middle Eastern Studies im Rahmen von Forschungskolloquien. Die daraus gewonnen Erkenntnisse und Fragen fanden Eingang in die Umfrage unter den Studierenden. Daneben wurden für die Evaluation der aktuelle Studienplan sowie statistische Daten einbezogen. Die Evaluation wurde im September 2017 abgeschlossen; das Fakultätskollegium hat den Bericht, der die Ergebnisse zu Qualität der Lehre, gesellschaftliche Relevanz und Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme präsentiert, am 30.10.2017 zu Handen der Fakultät verabschiedet.

Sowohl das Bachelor- als auch das Masterstudium am IINOP wurden in der Umfrage unter den Studierenden sehr gut bewertet. Dennoch konnte in einzelnen Punkten Änderungsbedarf ermittelt werden, und die daraus gezogenen Schlüsse weisen auf mögliche Aspekte einer Teilrevision der Studienprogramme hin. Diese Revision soll dem Berner Institut ein klares Profil mit deutlich markierten Schwerpunkten verschaffen, um es gegenüber den anderen Schweizer Instituten hervorzuheben. Damit einhergehend soll die Attraktivität des IINOP für Bachelor-Studierende weiter gesteigert werden. Ihr Anteil war zwischen 2011 und 2015 allmählich gesunken, ist aber seit dem HS16 wieder auf einem hohen Stand. Die Zahl der Masterstudierenden zeigt sich stabil.

Die Evaluation hat deutlich gezeigt, dass die Studierenden im Bachelor- wie im Masterstudium eine Stärkung der Sprech- und Hörkompetenzen in den angebotenen Sprachen wünschen. Da das Usbekische nicht mehr nachgefragt wird, soll die durch die Aufgabe des Usbekisch-Unterrichts frei werdende Lehrkapazität zugunsten der anderen Sprachen und der Fachausbildung eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Freisetzung von Ressourcen zugunsten des Sprachunterrichts ist die Zusammenlegung der zwei allgemeinen Tutorien, die sowohl von Studierenden als auch von Dozierenden als redundant erachtet werden. Deutlich ausgebaut werden sollen die Kontakte des IINOP zu Intensivsprachkursen in den entsprechenden Regionen wie auch an Universitäten und akkreditierten Ausbildungsstätten im übrigen Ausland. Konkret plant das IINOP für das FS2018 eine stärkere Verschränkung von Sprach- und Fachunterricht sowie die Angleichung der dafür vergebenen ECTS-Punkte entsprechend der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden. Ausserdem werden eine Abstufung der Bachelorseminare (Arabisch) entsprechend der Sprachkompetenz der Studierenden sowie eine schärfere Konturierung der methodischen Übungen angestrebt.

Das Lehrangebot am IINOP ist bisher in vier Schwerpunkte eingeteilt: SP 1: Islamische Religions- und Wissenschaftsgeschichte; SP 2: Geschichte der islamischen Welt, Kulturgeschichte; SP 3: Sozialwissenschaft und Anthropologie; SP 4: Literatur und Sprachwissenschaft. Diesen Schwerpunkten zugeordnet sind die Lehrveranstaltungen, was den Studierenden erlaubt, das Studium thematisch zu strukturieren. Der Freiraum eines individuellen Studienprofils birgt natürlich auch Schwierigkeiten, beispielsweise durch eine unscharfe Schwerpunktzuordnung einzelner Veranstaltungen oder ungenügende systematische Abdeckung einzelner Themen. Die Evaluation hat gezeigt, dass die Schwerpunkte für MA-Studierende deutlich sind, für BA-Minor-Studierende hingegen zu wenig ersichtlich scheinen. Ausserdem hat die Evaluation ergeben, dass das Interesse an SP 1 und insbesondere an SP 4 verhältnismässig schwächer ist. Als Konsequenz daraus erwägt das IINOP die in SP 4 vertretenen Disziplinen Literatur- und Sprachwissenschaft nicht länger als Schwerpunkt fortzuführen, zumal sie auf professoraler Ebene in methodisch-systematischer Hinsicht kaum mehr vertreten werden können. Literarische Texte und aktuelle literaturwissenschaftliche Studien werden in den anderen Schwerpunkten aber selbstredend weiterhin berücksichtigt. Auf der Grundlage der Evaluation wird daher eine leicht veränderte Fortführung der ersten drei der bisher insgesamt vier Studienschwerpunkte geplant.

Die Ausrichtung der Studienschwerpunkte im Einzelnen hängt teilweise von der Neubesetzung der Professur von Prof. Dr. Reinhard Schulze ab. Daher soll über Anpassungen des Studienplans erst nach der Wiederbesetzung der Professur entschieden werden. Die Ausschreibung für diese Professur hat sich bereits an den Evaluationen und den Erfahrungen der Dozierenden orientiert.

Die Evaluation der Studienprogramme des Historischen Instituts basiert auf einem längerfristigen Prozess, der zwischen 2012 und 2017 stattfand. Sie hat insbesondere die Qualität der Lehre und die Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme zum Thema. Eine von der Fakultät durchgeführte Befragung der Masterstudierenden (2012), statistische Daten und Kennzahlen und sowie eine 2014 und 2015 vom Historischen Institut durchgeführte vergleichende Analyse der Studienprogramme in Geschichte an deutschsprachigen Universitäten in der Schweiz bilden die Grundlage des Berichts.

Der Vergleich mit anderen Historischen Instituten der Deutschschweiz zeigt, dass eine Stärke des Berner Instituts in der Gliederung des Bachelorstudiums in nur zwei Zeitbereiche (Geschichte vor und Geschichte nach 1800) liegt. Dies erlaubt Studierenden bereits im Bachelor eine selbstgewählte Konzentration auf bestimmte Bereiche und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, in allen Epochen und Themenfeldern Veranstaltungen zu belegen. Allerdings ist damit eine breite Ausbildung in allen wichtigen Epochen nicht vollumfänglich gewährleistet. Das Historische Institut in Bern legt auch vergleichsweise grosses Gewicht auf das Selbststudium, weshalb die Veranstaltungen eher hoch kreditiert werden – mit Ausnahme der BA-Arbeit. Besonders ist zudem, dass die Seminararbeiten separat und nicht im Rahmen einer Veranstaltung kreditiert werden. Charakteristisch ist ebenfalls das Konzept der Literaturliste.

Das Berner Historische Institut hat auf der Basis der Evaluationsergebnisse diverse Massnahmen beschlossen, die teilweise bereits umgesetzt wurden: Hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Leistungen und Kreditierung mit ECTS-Punkten hat es sich vorerst gegen eine Veränderung bei den Kreditierungen und für eine Erhöhung und Angleichung bei den Anforderungen in verschiedenen Veranstaltungen entschieden. Die Dozierenden wurden 2015 aufgefordert, entsprechende Massnahmen zu ergreifen. Namentlich ist dazu Sorge zu tragen, dass der tatsächliche Arbeitsaufwand den ECTS-Punkten entspricht. Dabei lag das besondere Augenmerk auf den Seminaren, wo in jedem Fall sowohl schriftliche als auch mündliche Leistungen zu erbringen seien. Dies führt dazu, dass mehr schriftliche Leistungen erbracht werden müssen. Das Institut möchte sowohl an der Einteilung vor 1800/nach 1800 festhalten als auch weiter ein Schwergewicht auf das Selbststudium legen, besonders mittels Literaturlistenprüfungen – teilweise im Unterschied zu anderen Historischen Instituten.

Im Hinblick auf einen Rückgang der Bachelorstudierendenzahlen hat das Institut die Darstellung seines Profils verbessert. Es wirbt nun mit der Breite seines Angebots und mit dem Schwerpunkt auf transnationale Geschichte im weiteren Sinne. In diesem Zusammenhang wurde die Webseite 2015-2016 umfassend neugestaltet. Der Information des Studierenden dient die ILIAS-Plattform „Forum Geschichte“. Die interne Kommunikation konnte durch den Einzug vormals extern untergebrachter Teile des Instituts in die Unitobler verbessert werden. Im Bereich der Studienverwaltung und Studienberatung hat das Institut in den letzten Jahren noch stärker als bisher auf eine Bündelung der Aufgaben gesetzt. Institutspolitisch wurde das Direktorium des Historischen Instituts demokratisiert und alle Stände sind nun vertreten. Somit sind dessen Entscheidungen besser abgestützt und es ist möglich, schneller auf Wünsche und Veränderungen einzugehen.

Hinsichtlich des Lehrangebots profitierte das Historische Institut von zusätzlichen Mitteln der Universitätsleitung zur Verbesserung der Betreuungsverhältnisse. Damit wurde unter anderem eine befristete Dozentur für Migrationsgeschichte eingerichtet, die das Profil des Berner Instituts hinsichtlich transnationaler Geschichte geschärft hat. Zudem konnten durch die Einrichtung zweier befristeter Postdoc-Stellen zusätzliche Veranstaltungen mit hoher Anbindung an die aktuelle Forschung angeboten werden. Im Evaluationszeitraum kam es ausserdem zur Entfristung bestimmter Stellen bzw. festen Zuweisung von Punkten und damit einhergehend zur Stabilisierung des Lehrangebots. Durch die Angliederung mehrerer SNF-Professuren wuchs die Zahl der angebotenen Lehrveranstaltungen zusätzlich. Insbesondere die Anzahl der Seminare konnte erhöht werden. Die beschränkte Platzzahl in den Seminaren und die damit verbundene vorsorgliche Mehrfacheinschreibung einiger Studierender ist jedoch weiterhin ein Problem. Die Kurse sind dadurch innert kürzester Zeit ausgebucht.

Was die lange Studiendauer im Bachelor angeht, hat das Institut mehrere Massnahmen ergriffen. Angesetzt wird bei der Beschleunigung schriftlicher Arbeiten: 2016-2017 wurde das nicht als einzelne Lehrveranstaltung umgesetzte Propädeutikum neu gefasst, wodurch Studierende früher als zuvor vor der Notwendigkeit stehen, ihre Proseminararbeiten zu schreiben (vgl. Revision des Studienplans vom 23. Mai 2016, ab August 2016 in Kraft). Bezüglich der Bachelorarbeiten wurden Regeln für einen engeren Kontakt zwischen Betreuungspersonen und Studierenden festgelegt, der über die obligatorische Festlegung eines Zeitplans sowie mehrere Besprechungstermine sichergestellt werden soll.

Das Historische Institut versteht Qualitätssicherungsmassnahmen als kontinuierlichen Prozess. Für das Jahr 2018 plant das Institut eine Umfrage unter den Bachelor- und Masterstudierenden zur Zufriedenheit mit dem Studium sowie zur Umsetzung des Propädeutikums.

Ausschlaggebend für die Überarbeitung des Studienplans Sprachwissenschaft waren die Ergebnisse einer von der Fachschaft im Dezember 2014 und Januar 2015 durchgeführten Online-Befragung der Studierenden. Die im Mai 2015 am Institut für Sprachwissenschaft diskutierten Ergebnisse bewogen die beiden Professoren dazu, den Studienplan hinsichtlich Studieninhalt, Verteilung von ECTS- Punkten, schriftlichen Arbeiten sowie Ressourcen (z.B. für Sprachkurse) weiterzuentwickeln. Neben der Studierendenbefragung wurden für die Evaluation der Studienplan von 2010 sowie statistische Daten und Kennzahlen verwendet. Beurteilt wurden die Qualität der Lehre sowie die gesellschaftliche Relevanz und die Entwicklungsfähigkeit der Studienprogramme.

Herausgehoben wird die für die Schweiz einmalige Kombination von Historischer und Allgemeiner Linguistik. Die scharfe Trennung der beiden Richtungen der Linguistik im Studienplan entspräche jedoch nicht der aktuellen Entwicklung des Fachs und der Strukturierung mit Schwerpunkten. Die Grundstruktur des Studiums auf Bachelor- und auf Masterstufe soll daher angepasst werden. Eine klarere Ausrichtung der Lehrveranstaltungen in thematische, empirische, systematische und theoretische Veranstaltungen und der bessere Austausch zwischen den Lehrstühlen sind Massnahmen zur Erhöhung der Qualität der Studienprogramme. Dazu gehören beispielsweise auch die Vereinheitlichung von Richtlinien zu schriftlichen Arbeiten und anderen Leistungsnachweisen, die einheitliche Kommunikation der Leistungsanforderungen, Terminen und Fristen oder die Möglichkeiten, thematisch überschneidende Veranstaltungen für beide Schwerpunkte anzurechnen. Der revidierte Studienplan wurde am 26. März 2018 von der Fakultät verabschiedet und wird im HS 2019 in Kraft treten.

Zehn Jahre nach ihrer Einführung in der aktuellen Form wurden die beiden Studienprogramme, die am Institut für Italienische Sprache und Literatur angeboten werden, evaluiert. Dabei handelt es sich um einen Bachelor sowie einen Master mit je einer Spezialisierungsmöglichkeit in Sprach- bzw. in Literaturwissenschaft. Für die Evaluation wurden Daten einer im HS 2015 durchgeführten Online-Befragung der Studierenden verwendet; ausserdem wurden statistische Kennzahlen und der bestehende Studienplan berücksichtigt.

Im Evaluationsbericht wird das einzigartige Profil des Berner Instituts hervorgehoben: Der Schwerpunkt liegt auf dem Italienischen in der Schweiz (z.B. als Landessprache, aber auch als Sprache vieler Personen, die immigriert sind). In diesem Kontext entstanden u.a. die Zusammenarbeiten der sprachwissenschaftlichen Abteilung mit dem Center for the Studies of Language and Society und der literaturwissenschaftlichen Abteilung mit dem Center for Global Studies. Die Italianistik in Bern bietet den Studierenden ein Studienprogramm, das stark an der Forschung orientiert ist. Das Studienangebot wurde von den befragten Studierenden vorwiegend positiv bewertet ebenso wie das bestehende Betreuungsangebot. Die Kommunikation wird von der Evaluationskommission als gelungen betrachtet. Dem Institut komme hier seine geringe Grösse zugute – entsprechend existierten neben den offiziellen auch genügend „informelle“ Informationskanäle in Form des direkten Austauschs mit den Dozierenden und Mitarbeitenden des Instituts. Als Herausforderung wird das hohe geforderte Sprachniveau der Studierenden genannt. Daneben wird von den Studierenden eine differenzierte Unterscheidung von Bachelor- und Masterveranstaltungen im Lehrangebot gewünscht.

Der Evaluationsbericht schlägt Massnahmen vor, welche den diagnostizierten Schwächen abhelfen sollen und teilweise in einem verbesserten Studienplan umgesetzt werden sollen. Die wichtigsten Massnahmen und Ziele umfassen eine differenziertere Formulierung von Lernzielen, eine Reduktion der Prüfungen durch modulartige und dafür umfangreichere schriftliche Leistungsnachweise, eine bessere Abgrenzung zwischen Bachelor- und Masterstufe und eine gezielte Förderung überfachlicher Kompetenzen sowie des Selbststudiums. Zusätzlich sollen mehr Werbemassnahmen potentiell interessierte Studierende auf das Berner Institut aufmerksam machen und letztlich der Anhebung der Studierendenanzahl dienen.

Das Institut für Englische Sprachen und Literaturen führte als Grundlage einer Revision des Studienplans von 2010 eine Evaluation seiner Bachelor- und Master-Studienprogramme durch. Die Auswertung basiert auf einer Befragung von Bachelor- unter Masterstudierenden bezüglich des Bachelorprogramms. Diese Umfrage wurde im FS2016 durchgeführt. Teilgenommen haben 135 BA-Studierende (das entspricht einer Rücklaufquote von 30,6%) und 34 MA-Studierende (das entspricht einer Rücklaufquote von 20,7%). Ebenfalls berücksichtigte die Evaluation die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluationen, Informationen aus Institutskonferenzen und der Retraite vom Mai 2016, die AbsolventInnenbefragung des Bundesamts für Statistik (BfS) von 2013 und die statistischen Daten und Auswertungen des Stabs der Universität Bern.

Aus diesen Daten, die das Lehrangebot am Department of English grundsätzlich sehr positiv beschreiben, setzte das Institut gezielte Anpassungen des Studienplans zur Optimierung seiner Lehre fest. Die beschlossenen Massnahmen beinhalten beispielsweise eine Harmonisierung und grössere Transparenz bei der Kommunikation der Leistungsanforderungen, umgestaltete Studienprogramme zwecks Flexibilisierung der Studienplanung und Verkleinerung der Anzahl Teilnehmenden pro Seminar, und eine Vereinheitlichung der Abläufe und Richtlinien für die Bachelor- und Master-Arbeiten. Der revidierte Studienplan wurde am 12. Dezember 2016 von der Fakultät verabschiedet.

Anstehende Studienplanänderungen, eine 2014 durchgeführte institutsinterne Studierendenbefragung, eine im April 2015 durchgeführte Institutsretraite sowie der Wunsch nach zunehmend international mobilerer Ausrichtung der Lehre haben das Institut für Sozialanthropologie zu einer Studienprogrammevaluation bewogen. Evaluiert wurden alle angebotenen Bachelor- und Masterstudienprogramme hinsichtlich Qualität der Lehre, wissenschaftlichem Profil, gesellschaftlicher Relevanz und Entwicklungsfähigkeit.

Im Hinblick auf die strategischen Ziele in der Lehre hat die Evaluation Handlungsbedarf bezüglich Internationalisierung auf Masterstufe ergeben. Deshalb wird sich das Institut für Sozialanthropologie in Ergänzung zum bestehenden Curriculum dem internationalen englischsprachigen Mono-Masterprogramm CREOLE (Cultural Differences and Transnational Processes) anschliessen. Dieses europaweit vernetzte Programm wurde im Herbstsemester 2016 an der Universität Bern eingeführt. Drei Jahre danach ist eine Evaluation des neuen Programms vorgesehen.

Im Herbstsemester 2012 evaluierte die Fakultät das Masterprogramm Kunstgeschichte mit Geschichte der textilen Künste evaluiert. Die Abegg-Stiftungsprofessur hatte das Programm seit 2009 aufgebaut. Die Evaluationskommission setzte sich zusammen aus Vertreter/innen der Fakultät, des Mittelbaus und der Studierenden sowie einer externen Expertin und einer Mitarbeiterin der Abegg-Stiftung. Die Evaluation basierte auf der von der Ordinaria eingereichten Dokumentation zu Lehre und Forschung sowie auf Gesprächen der Kommission mit Mitarbeitenden der Abteilung und Studierenden des Masterprogramms. Die Kommission bewertete Lehre und Forschung, die regionale, nationale und internationale Vernetzung, die Verankerung im Institut für Kunstgeschichte und der Fakultät sowie die Zusammenarbeit mit der Abegg-Stiftung.

Das Studienprogramms und die Abteilung wurden durchweg sehr positiv bewertet. Das Angebot sei einzigartig und innovativ Studienangebot, behandle die Geschichte der textilen Künste in historischer und thematischer Breite, und verhelfe dem Fach Kunstgeschichte an der Universität Bern zur weiteren Profilierung auf hohem Niveau. Die Arbeit mit Originalen werde durch die Zusammenarbeit mit namhaften Museen in der Schweiz und im Ausland gefördert und unterstützte den Berufseinstieg der Absolventen. Zudem verfüge die Abteilung über eine beachtliche nationale und internationale Ausstrahlung in Forschung und Lehre. Eine Beteiligung der Textilen Künste an einem interdisziplinären Doktoratsprogramm sei zu prüfen.