Philosophisch-historische Fakultät

Bachelor Kunstgeschichte

Master Kunstgeschichte: Denkmalpflege und Monumentenmanagement

Denkmalpflege als Teil der kunsthistorischen Ausbildung

Das Master-Studienprogramm «Kunstgeschichte mit Denkmalpflege und Monumentenmanagement» am Institut für Kunstgeschichte (IKG) der Universität Bern integriert das Fach Denkmalpflege als Teil der Kunstgeschichte in die kunsthistorische Ausbildung. Damit wird eine fachlich unerlässliche und zugleich praxisnahe Ausbildung mit guten Berufsperspektiven innerhalb der Schweiz angestrebt. Das in dieser Form einzigartige Programm bietet die Möglichkeit, Denkmalpflege im sog. Anwendungsbereich «Denkmalpflege und Monumentenmanagement» als Nebenfach (Minor, 30 KP) mit dem regulären Masterstudium Kunstgeschichte (Major, 90 KP) zu verbinden. Denkmalpflege wird dadurch ausser in den Praxisbereichen besonders in ihren kulturellen und kunstgeschichtlichen Dimensionen thematisiert.

Flyer (PDF, 411KB)
Basisinformationen
Abschluss: Master of Arts in Art History with special qualification in Monument Preservation and Monument Management, Universität Bern
Umfang: 120 ECTS
Angebot: Mono 120 ECTS
Studiendauer: 4 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Studienbeginn: Herbst- oder Frühjahrssemester

Bau- und Kunstdenkmäler stellen einzigartige, unersetzliche Zeugen der Geschichte dar. Sie sind materielle Zeugnisse von handwerklichem und technischem Know-how und im weitesten Sinne Informationsspeicher. Als solchen kommt ihnen identitätsstiftende Funktion im regionalen, nationalen oder internationalen Kontext zu. Der öffentliche Auftrag der Denkmalpflege besteht in der Erfassung, Bewertung und im sachgerechten Umgang mit diesem kulturellen Erbe. Indem die Denkmalpflege die Vergangenheit dieser Werke erforscht, sie der Gegenwart erschliesst und für die Zukunft bewahrt, übernimmt sie eine wichtige Rolle in der Gestaltung unserer Lebenswelt und damit auch gesellschaftliche Verantwortung.

Die als Vorlesungen (3 KP) und Kurse (5 KP) konzipierten Lehrveranstaltungen sind thematisch zwei als Grundlagen und Praxisfelder bezeichneten Bereichen zugeordnet.

Grundlagen

Vorlesung: Theorie und Geschichte der Denkmalpflege
Vorlesung: Denkmalpflege in der Schweiz
Kurs: Denkmalbegriff und Denkmalpolitik im europäischen Vergleich

Praxisfelder

Kurs: Methoden der Denkmalpflege, Denkmalkunde
Kurs: Denkmalpflegerische Projekte, Analysen und Restaurationskritik
Kurs: Monumentenmanagement, Tourismus, Vermarktung, Nutzung/Übernutzung

Ergänzend ist ein Praktikum im Umfang von mindestens 4 Wochen in einer denkmalpflegerischen Institution zu absolvieren (4 KP).

Der Unterricht wird von externen Fachleuten durchgeführt, die über theoretische und praktische Erfahrungen im Bereich der Fachdenkmalpflege, der Denkmalpflegepolitik sowie der Denkmalpflegeforschung an Hochschulen verfügen.

Aktuell sind dies:

  • Dr. phil. Richard Buser, Leiter Inventarisierung, Kantonale Denkmalpflege, Bern
  • Prof. Dr. phil. Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg, Potsdam (SPSG)
  • Lic. phil. Michael Gerber, Kantonaler Denkmalpfleger, Leiter Kantonale Denkmalpflege, Bern
  • Dr.-Ing. Jean-Daniel Gross, Leiter Städtische Denkmalpflege, Bern
  • Dr. phil. Nina Meckacher, Stellv. Leiterin Sektion Denkmalpflege und Heimatschutz, Bundesamt für Kultur (BAK), Bern
  • Dr. Ing. des. Eva Schäfer, dipl. Arch. ETH, Kantonale Denkmalpflege, Bern

Sowie weitere Mitarbeitende der Denkmalpflege des Kantons Bern.

Konzeption und Entwicklung:

Prof. Dr. Bernd Nicolai, IKG Universität Bern, Abteilung Architekturgeschichte und Denkmalpflege mit den Fachkolleginnen und -kollegen.

Individuelle Studienvoraussetzungen

Die folgenden Studienausweise berechtigen zur Zulassung zum Mono Kunstgeschichte: Denkmalpflege und Monumentenmanagement:

a) Bachelorabschluss einer universitären Hochschule in Kunstgeschichte Major oder Minor im Umfang von 120 bzw. 60 ECTS-Punkten
b) Bachelorabschluss einer universitären Hochschule in einer anderen Studienrichtung, sofern mit dem Erbringen von Zusatzleistungen von maximal 60 ECTS-Punkten die nötigen Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Masterstudiums erworben werden.
Bedingungen sind vor der Zulassung zum Masterstudium zu erfüllen. Auflagen sind bis zum Masterabschluss zu erfüllen. Die entsprechenden ECTS-Punkte werden als Zusatzleistungen extracurricular im Diploma Supplement ausgewiesen.

Der Bachelorabschluss darf nicht mehr als zehn Jahre zurückliegen. Begründete Ausnahmen sind möglich.

Sprachanforderungen

a) drei moderne Fremdsprachen oder
b) Latein sowie zwei moderne Fremdsprachen

Der Nachweis der Sprachkenntnisse ist bei der Anmeldung zum Masterabschluss zu erbringen. Studienbegleitend erworbene Fremdsprachenkenntnisse werden dem Masterstudium nicht angerechnet. Die entsprechenden ECTS-Punkte werden als Zusatzleistungen extracurricular im Diploma Supplement ausgewiesen.

 
Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abt. Zulassung, Immatrikulation und Beratung

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