Philosophisch-historische Fakultät

Minor-Angebote

Master Gender Studies (nur Minor)

Die Studierenden werden in ausgewählte thematische Felder der Gender Studies eingeführt und erwerben fundierte theoretische und methodische Grundlagen der Geschlechterforschung. Sie lernen, Geschlecht als analytische Kategorie in interdisziplinären wissenschaftlichen Kontexten anzuwenden und die Gender-Dimension gesellschaftlicher Phänomene kritisch zu reflektieren. Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten lassen sich in verschiedene gesellschaftliche und wissenschaftliche Felder übertragen.

Das Studium kann flexibel in einem Zeitraum von 2-6 Semestern absolviert werden. Die Studierenden schätzen den persönlichen Austausch in einem kleinen Studienprogramm sowie den intensiven Kontakt mit Studierenden unterschiedlicher Disziplinen wie etwa der Geschichte, der Sozialanthropologie, der Germanistik, der Soziologie, der Psychologie, der Sportwissenschaft, der Medizin, der Rechtswissenschaft oder der Philosophie.

     

Master Minor Genderstudies
Basisinformationen
Abschluss: -
Angebot: Minor 30 ECTS
Kombinationsmöglichkeiten: mehrere; siehe Master Major
Studiendauer:
Die Studiendauer richtet sich nach der Regelstudienzeit des Master Major
Unterrichtssprache: Deutsch (z.T. Englisch)
Studienbeginn: Herbst- oder Frühjahrssemester

Die Lehrangebote des IZFG orientieren sich schwerpunktmässig an den Profilierungsthemen des IZFG. Dazu gehören die Geschlechterdimensionen sozialer Entwicklung, sozialer Gerechtigkeit (Frauen- und Menschenrechte, Diskriminierung) und sozialer Ungleichheit (soziale Nachhaltigkeit, Development, Armut, Care). Daneben werden auch „Hot Spots“ der aktuellen Geschlechterforschung aufgegriffen wie die historische, soziologische und philosophische Betrachtung von (Geschlechts-)körpern, der Themenkomplex von Sprache, Macht und Geschlecht oder die Intersektionalitätsforschung. Zum ständigen Lehrangebot gehören auch die "Evergreens", die theoretischen Grundlagen der Geschlechterforschung, die im Einführungsseminar angeboten werden.

Das Studienprogramm ist in einen Pflichtbereich (20 ECTS) und einen Wahlpflichtbereich (10 ECTS) aufgeteilt. Im Pflichtbereich absolvieren die Studierenden Seminare, Übungen und Vorlesungen, die von Lehrenden des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZFG) angeboten werden, und sie verfassen eine schriftliche Arbeit (Ein Merkblatt für die Studierenden zum Verfassen der schriftlichen Arbeit kann bei der Studienkoordination bezogen werden). Im Wahlpflichtbereich können ausgewählte Kurse verschiedener Fächer besucht werden. Fast alle Angebote des IZFG können von den übrigen Studierenden als freie Leistung angerechnet werden.


Studienplanmodell mit Studiendauer 4 Semester
Semester Kurse   Kreditpunkte (KP)
1 Einführungsseminar Pflicht 5
  1 Wahlpflichtveranstaltung
  variabel
2 Praxiskurs (Übung)
Pflicht 3
  Ringvorlesung Pflicht 2
  1 Wahlpflichtveranstaltung
  variabel
3 und 4
Seminar Pflicht 5
  Schriftliche Arbeit
Pflicht 5
  Ev. weitere Wahlpflichtveranstaltung
  variabel
  Kreditpunkte Master Minor Studienprogramm
  30

Individuelle Studienvoraussetzungen

Die folgenden Studienausweise berechtigen zur Zulassung zum Minor Gender Studies:

a) Bachelorabschluss einer anerkannten Schweizer universitären Hochschule in mindestens einer der  Studienrichtungen gemäss Anhang 3 des Studienplans.
b) Bachelorabschluss mit einem Minor in einer der anderen Studienrichtungen auf Gesuch. Auflagen können verlangt werden. Diese werden im Diploma Supplement ausgewiesen.

Eine individuelle Studienberatung am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung vor Aufnahme des Studiums ist obligatorisch.

Der Bachelorabschluss darf nicht mehr als zehn Jahre zurückliegen. Begründete Ausnahmen sind möglich.

Sprachanforderungen

Für einzelne Lehrveranstaltungen können neben der deutschen Sprache auch ausreichende Kenntnisse der französischen und englischen Sprache für den erfolgreichen Abschluss erwartet werden.

 
Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abt. Zulassung, Immatrikulation und Beratung

  • «Gerade weil Studierende aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen, findet in den Gender Studies ein angeregter und spannender Austausch statt, dank dem kontroverse Ideen entstehen oder bestehende Weltbilder komplett überdacht werden müssen.»
    Susanne Gfeller, Middle Eastern Studies und Gender Studies

 

  • «In der Schule und speziell im Sportunterricht entflammen immer wieder Diskussionen im Zusammenhang mit den Geschlechtern. Ich studiere Gender Studies nicht bloss aus Interesse, sondern als Vorbereitung auf mein zukünftiges Arbeitsfeld.»
    Joel Grossen, Sportwissenschaft und Gender Studies

 

  • «Als politische Person interessiere ich mich auch sehr dafür, wie uns das Gestern dabei helfen kann, ein besseres Morgen für alle von uns aufzubauen. Wie können diskriminierende Strukturen aufgebrochen werden? Was ist in Bezug auf Geschlecht alles denkbar?»
    Thomas Leibundgut, Geschichte und Gender Studies

 

  • «Daneben gab es auch praktische Gründe für meine Studienwahl. So gefiel mir die Aussicht, einen grossen Teil meines Studienprogramms nach meinen Interessen selber zusammenstellen zu können. Auch ist das Betreuungsverhältnis in einem kleinen Studiengang persönlicher.»
    Sabina Widmer, Geschichte und Gender Studies

 

  • «Das Erkennen, dass Begriffe, Normen, Institutionen, Ordnungen erst durch den kollektiven Diskurs ihre gesellschaftlich akzeptierte, quasi ‚objektive‘ Bedeutung erhalten, hat auch Konsequenzen für mich selber. Denn die Auseinandersetzung geht über den wissenschaftlichen Tellerrand hinaus: Sie fordert heraus, mich als Forschende und als Mensch in dieser sozialen Umgebung zu hinterfragen.»
    Isabelle Schläpfer, Politikwissenschaft und Gender Studies


 

Studienberatung

Sprechstunden auf Anfrage

Claudia Amsler, M.A.:
+41 31 631 52 29
claudia.amsler@izfg.unibe.ch

Universität Bern
IZFG
Mittelstrasse 43
3012 Bern